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Venus Vina Musica

Corvus Corax

Rezension von jpk

Die Musiker von Corvus Corax produzieren in für die Sackpfeifen-Mittelalter-Szene ungewohnter Geschwindigkeit einen Silberling nach dem anderen. Gerade haben sie ihr opulentes "Cantus Buranus" als CD und DVD (Cantus Buranus - Live in Berlin, März 2006) abgeschlossen und im April 2006 eine Tanzwut-Scheibe "Schattenreiter" herausgebracht, da erscheint die neue Scheibe der Raben "Venus Vina Musica". Wenn man noch das Tourprogramm betrachtet, so hebt sich die Augenbraue in Respekt vor den Leistungen der Musiker.

Und von Übermüdung oder Erschöpfung ist auf der Scheibe keine Spur zu finden!

Die neue CD der Spielleute haben wir als Promoversion vorliegen, die sich von der endgültigen Version der CD etwas unterscheidet. So sind dort nur acht Lieder - hier mit einem Sternchen in der finalen Trackliste gekennzeichnet:

1. Anti Dolores Capitis
2. Venus Vina Musica*
3. Urmawi*
4. Tuska*
5. Qui Nous Demaine
6. Bibit aleum*
7. Katrinka*
8. Terzio*
9. Feralis Saltare
10. Sanyogita*
11. Scotus
12. Lamentatio Coelibatus*

Ein Konzept steht ebenfalls hinter dem Silberling. Es beschreibt die Reise eines Spielmanns durch die mittelalterliche Welt, wie sie kurze Zeit nach der Reise Marco Polos (* ca. 1254 vermutlich in Venedig; † 8. Januar 1324 in Venedig) gewesen sein mag. Die unerfüllte Sehnsucht und Leibe zur schönsten Frau der Welt, der indischen Prinzessin und Inbegriff aller Tänserin "Sanyogita" treibt ihn zu dieser gefährlichen Reise durch Europa über Nordafrika und Kleinasien bis in die fernen Länder im Osten.

Musikalisch bedeutet dies, dass die Vielzahl der Instrumente, wie wir sie schon von anderen Corvus Corax Alben kennen, um weitere Exoten angereichert wird. Diese wirken allerdings bereichernd und nicht störend. Sie vervollständigen das Bild und bereichern den Sound an, der allerdings an manchen Stellen wie dem "Tertio" schon überladen klingt. An mancher Stelle wäre weniger einfach mehr gewesen.

Der tatsächliche Beginn der Reise ist "Venus Vina Musica" und hier ist die Heimat des Musikers zu finden. Interessant ist auch, dass dieses Intro eine Art Übergang von Cantus Buranus in musikalischer Hinsicht darstellt. Denn die Anfangsklänge erinnern stark an das Mammutwerk.

Besonders gelungen ist das 3:58 Instrumental "Tuska", das viel Schwung mitbringt und mich vom Klang und von der Musik stark an die Stücke des spanischen Musikers Hevia erinnert. Das Klangwerk soll an Zigeunerfeste erinnern, die der fahrende Spielmann kennen lernt.

"Katrinka" ordnet sich klassisch in das gewohnt Repertoire der Spielleute ein und zeigt in Form von Professionalität deren Weiterentwicklung. Obwohl es wenig Abwechslung besitzt, wird es nicht nur die Corus Corax Fans zum Mittanzen animieren.

Wer bei dem Stück "Bibit aleum" noch stillsitzt, muss besondere Gründe dafür haben. Hier schlagen die Trommeln den Takt, der durch Sackpfeifen aufgegriffen und abgerundet wird.
Der munteren Aufforderung "Bibit" (Es trinkt) aus dem Küchenlatein der Carmina Burana folgen wir gerne - aber was soll aleum heißen? Im Caesarischem Zitat sind es die Würfel - im Mittelalter nannte man so auch Knoblauch.

"Urmawi" ist ein entspannendes Stück, das zwar nicht auf den gewohnten Trommel-Sackpfeifen Einsatz verzichtet, sich aber doch relativ entspannt zeigt. Hier trauen sich manch andere Instrumente auch mal kurz in den Vordergrund.

Mit "Lamentatio Coelibatus" wird die Promo-CD beendet - ist ja auch eine traurige Sache. Das Stück ist wieder ein wenig bombastischer - hier sogar mehr als es unbedingt sein muss. Weist aber vielleicht daraufhin, dass die Musiker von "Cantus Buranus" noch nicht ganz losgelassen haben (die Gerüchte besagen, dass Herbst 2006 die Arbeiten an einem zweiten Teil gearbeitet werden soll - Stand August 2006).

Als Fazit möchte ich gegen meiner Gewohnheit direkt aus dem Pressetext zitieren:
Für „Venus“ und „Vina“ muss ein jeder selber sorgen – die „Musica“ kommt dazu von Corvus Corax, den Königen der Spielleute!

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Corvus Corax

Verlag:

Johnsilver (Soulfood Music)

Erschienen:

Jul. 2006

Kritiker:

jpk

Typ:

CD

 

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