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Goldener Wolf

Budinger, Linda

Rezension von goswin
Aus der Reihe "Das Schwarze Auge"

"Goldener Wolf" ist der 90. Roman der DSA-Serie aus dem Hause FanPro. Dem Roman sind eine Kurzbiographie (mit Bild) und eine Danksagung der Autorin, eine alte Aventurien-Karte und eine Personenliste vorangestellt. Im Anschluss an den knapp 350 Seiten starken Roman gibt es die üblichen Glossare.
Die Personenliste ist etwas unglücklich gestaltet. Die meisten Personen werden speziell beschrieben, bei einer Person steht als Beschreibung "Mann" und bei anderen gar nichts. Diese Uneinheitlichkeiten sind überarbeitungswürdig.
Das Cover zeigt einen Nivesen neben einem Wolf vor einer stürmischen Landschaft. Das Bild ist gut gewählt (auch wenn Nivesen laut Glossar mandelförmige Augen haben sollten). Der Titel passt ebenfalls gut.


Als der goldfarbene Wolfswelpe der Hekkla-Nivesen spurlos verschwindet, muss sich der Jäger Rikkinen auf den Weg machen, das wertvolle Tier zu finden. Nur widerwillig bittet er die Schamanin einer anderen Sippe um Hilfe. Gemeinsam folgen sie den Spuren…


Die Autorin hat bereits einen DSA-Roman geschrieben, der im Nivesenland spielt ("Der Geisterwolf"). Die damalige Hauptfigur, die Schamanin Starna, ist nun wieder eine Hauptfigur.
Damit provoziert die Autorin ein Problem. Der Vorgängerroman ist vor Jahren (1999) veröffentlicht worden, so dass sie kaum davon ausgehen kann, dass ihre Leser sich an Charaktere oder gar Handlung erinnern. Somit muss sie sowohl die Figur, als auch deren Hintergrundgeschichte dem Leser nahe bringen. Das kann sie aber nicht ausführlich beschreiben, sondern muss es in einigen Rückblicken verpacken.
Dies gelingt ihr ganz gut, so dass der Leser schnell eine Vorstellung von der Figur bekommt. Trotzdem hat man anfangs oft das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben, wenn man den "Geisterwolf" nicht (gerade) gelesen hat.

Abgesehen davon sind er Autorin die Hauptfiguren gut gelungen. Gerade die beiden Hauptfiguren werden schnell lebendig. Man nimmt teil an ihren Gedanken, die auch mal etwas widersprüchlich sind, aber gerade deshalb glaubhaft. Die Entwicklung, die die Figuren erleben, ist sehr gut und plausibel dargestellt.
Leider gilt das Lob nicht für alle Handlenden. Der Antagonist bleibt eher Randerschienung und eine im Laufe der Handlung auftauchende Figur ist offensichtlich nur die lange Hand der Autorin. Die Figur hat wenig Substanz, tritt aber in entscheidenden Situationen relativ unmotiviert in Aktion.

Die Handlung des Romans ist gut durchdacht. Die Autorin verknüpft geschickt verschiedene Handlungsfäden, sogar über verschiedene Zeitebenen hinweg. Stellenweise verfällt sie aber darin, Geschehenes nur knapp zu erzählen. Das ist schade, denn eine ausführlichere Beschreibung des Geschehenen ist immer glaubwürdiger, als ein kurzer Rückblick.

Die Lebensumstände der Nivesen, die Landschaft und Tierwelt, werden gut beschrieben, aber deutlich mehr Augenmerk hat die Autorin auf die Glaubenswelt der Nivesen gelegt. Ausführlich beschreibt sie die Legenden von den Himmelswölfen, die Rituale, und alles was dazu gehört. Sie erhöht damit nicht nur das Verständnis des Lesers für die Figuren, denn deren Entwicklung hängt stark mit der Glaubenswelt zusammen, sondern vermittelt dem Leser nebenbei viele Hintergrundinformationen.

Einen Roman über 350 Seiten spannend zu halten, ist nicht einfach. Der Autorin gelingt dies nicht immer. Zuweilen gibt es etwas Passagen, die weniger spannend sind, aber durchaus auch ihre Berechtigung haben.
Abgesehen davon hat die Autorin es aber geschafft, mehrere Höhepunkte zu setzen und den Leser immer wieder neugierig auf das nächste Kapitel zu machen. Dabei ist keineswegs immer klar, wie die Geschichte ausgehen wird.


Trotz einiger Mängel ist der Roman durchaus den Besseren der Serie zuzurechnen. Glaubhafte Charaktere, eine gute spannende Handlung und ein ausführlich beschriebener Hintergrund machen den Roman allemal lesenswert.
Vorwissen über die nivesische Kultur ist nicht nötig, da die Autorin das nötige Wissen gut in ihre Handlung einbaut.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

Links

 

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Infos Linda Budinger:
Biographie von Linda Budinger
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Der Geisterwolf

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Fantasy Productions, Erkrath

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Deutschland

Serie:

Das Schwarze Auge

Autor:

Budinger, Linda

Verlag:

Fantasy Productions, Erkrath

Erschienen:

Jan. 2006

Kritiker:

goswin

ISBN:

3-890-64542-9

ISBN(13):

978-3-8906-454-1

EAN:

9783890645421

Typ:

Taschenbuch

 

Linda Budinger

 

Seit mehr als 20 Jahren schreibt Linda Budinger (geb. 1968) Fantasy und Phantastik. Märchen, Mythen und Legenden aus aller Welt übten von Kindheit an eine unglaubliche Faszination auf sie aus. Diese literarischen Vorlieben haben ihre eigenen Werke stark geprägt. Nach dem Abitur studierte sie einige Semester Ur- und Frühgeschichte, Germanistik und Völkerkunde an der Universität zu Köln. [mehr]

 

Das Schwarze Auge

 

Das Schwarze Auge begann als eines der ersten Rollenspiele in Deutschland und gilt bis heute als das bekannteste. Aventurien, der Hintergrundkontinent des Schwarzen Auges, ist eine typische Fantasywelt mit Zwergen, Elfen und Orks, mit Magiern, Kriegern und Geweihten. Was sie so besonders macht, ist die fortlaufende Geschichte [mehr]

 

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