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Where the Shadows Lie

Battlelore

Rezension von Dirk Götz

Battlelore ist eine finnische Band, deren Musik sich aufgrund der vielen Elemente schwer einordnen lässt und deren Texte sich an Tolkiens „Herr der Ringe“ orientieren. Die Band stellt sich dabei selbst als Orks, Elfen oder Menschen aus Mittelerde dar, wie man sowohl auf Bandfotos sehen als auch in ihrer Musik hören kann.

Swordmaster
Das Lied beginnt ruhig mit Keyboard, dann setzen die Gitarren ein und schlussendlich der Gesang der beiden klaren Männerstimmen. Das Lied ist eher als eins der ruhigen der CD anzusehen, denn auch wenn die Gitarren relativ schnell gespielt werden dominiert das ruhigere Keyboard, auch die Zwischenspiele sind dem Keyboard vorbehalten. In der Mitte des Songs setzt dann der elfenhafte Frauengesang ein und nach kurzem wird daraus ein Duett. Eine Minute vor Schluss ungefähr setzt dann erstmals der verzerrte Gesang ein und der Frauengesang wird zu einer getragenen Klageweise. Thematisch dreht es sich logischerweise um einen Krieger.

The Grey wizard
Dieser Song dreht sich um Gandalf und seine Entwicklung zum weißen Zauberer. Und beginnt ähnlich ruhig mit Keyboard aber dann übernehmen mit zusammen mit einem Aufschrei des Sängers die Gitarren die Führung und dann setzt eine Wechsel zwischen der leicht verzerrten Stimme und dem Frauengesang ein. Dann bricht der Gesang ab und ein langer akustischer Teil beginnt der, der Reihe nach von den einzelnen Instrumenten dominiert wird. Woran sich wieder wechselnder Gesang anschließt bis die Gitarren den Song ausklingen lassen.

Raging Goblin
Dieser Song ist etwas härter wie der Name schon verspricht. Das Schlagzeug ist schneller, die Gitarren etwas tiefer und verzerrter, den Hauptteil des Gesangs übernimmt die verzerrte Stimme. Nach einer Minute fast gesprochener Text mit Keyboarduntermalung, der sich in den Chorus reinsteigert, dabei fast überschlägt oder beim zweiten Mal zu tiefsten Grunzen wird. Dann der Schrei der, mit dem Wort Hate ausklingt, eine ruhige Melodie und der Ausspruch Rage of Goblins, der sich mehrmals wiederholt, dabei immer kränker klingt, teilweise von wahnsinnigem Gelächter begleitet. Dabei wird die Melodie immer unmelodischer bis man sich in eine kurze Trashorgie hineinsteigert.

Journey to undying land
Das Lied beginnt mit einigen Bassakkorden Dann gesellen sich die anderen Instrumente hinzu und als krasser Gegensatz zum vorherigen Lied beginnt die Frauenstimme zu singen, wird dann bald vom cleanen Sänger abgelöst, welchen sie nach kurzer Zeit unterstützen darf. Im Hintergrund hört man klare Keyboardtöne aus dem Gitarrenklang heraus, welcher sich dann zum Zwischenspiel hinsteigert. Dann setzt wieder die Frauenstimme ein und die Instrumente werden ruhiger. Dann wechseln sich die Männerstimmen ab, wobei jede stimmungsvoll als zum Grad der Verzerrung passend untermalt wird. Dann wieder Frauengesang und anschließend die Männer uns so geht das Wechselspiel weiter bis die gittaren das Spiel einstellen und das Keyboard verklingt. Zu diesem Lied gibt es sogar einen Videoclip, der auch schon bei Viva2 bei den Rock/Alternative-Clips lief.

Shadowgate
Der Song klingt für mich schon fast nach Gothic. Langsam und rhythmisch die Gitarre und das Keyboard melodisch darüber, dann der Frauengesang dazu. Als die verzerrte Männerstimme einsetzt tritt das Keyboard in den Hintergrund, von wo es wieder in den Vordergrund rückt mit dem Einsatz des cleanen Sängers und mit dem erneuten einsetzten der Frauenstimme ist es wieder das dominateste Instrument. Dann ein kleines Zwischenspiel und man hört hinter der Frauenstimme wieder das schon bekannte Klagelied. Dann einige harte Bassklänge und Breaks und schon setzt der verzerrte Gesang wieder ein um das Lied zu Ende zu führen.

Fangorn
Gleichmäßig ruhig spielen die Instrumente auf und der verzerrte Gesang begleitet sie bis der elfengleiche Gesang von Kaisa Jouhiki einsetzt. Der Song schleppt sich weiter so gemütlich vor sich hin bis in der Mitte ein Wechsel in der Melodie stattfindet und nur noch leise geflüstert wird bis wieder alles den gewohnten Gang geht. Dann kommt der nächste Melodiewechsel als der Gesang zweistimmig wird und ein weiterer als das Keyboard sich in den Vordergrund drängt und der verzerrte Gesang einsetzt. Dann ein kleines Zwischenspiel und wieder der verzerrte Gesang. Ein Lied also das wieder sehr stark in sich wechselt.

The green maid
Hier beginnt man wieder mit Keyboardklängen und dann setzt die schöne Frauenstimme ein und das Lied klingt schon ruhig vor sich hin, mal mit Keyboard mal mit Akustikgitarre im Vordergrund. Ab der Hälfte darf dann auch wieder Patrick Mennander ran bis ihn wieder Kaisa ablöst, wobei sie ein schönes Echo untergemischt bekommt. Dieser Song ist wohl am ehesten als Ballade zu betrachten und der ruhigste Song des Albums.

Khazad-dûm pt.1 (Ages of Mithril)
Die Gitarren werden zwar schnell aber trotzdem irgendwie ruhig gespielt und das Keyboard umspielt diese. Der Frauengesang setzt wortlos ein bis er von der klaren Männerstimme ersetzt wird. Und dieser wiederum wird dann wieder von der Dame abgelöst bis das ganze basslastiger wird und man einzelne Trommelschläge wie Donner hallen hört worauf dann die verzerrte Sangesstimme einsetzt. Dann kommt es wieder zum Duett von klarem Männer- und Frauengesang bzw. setzt dann auch noch die dritte verzerrte Stimme ein. Dann wird nach einigen weiteren Melodiewechseln alles etwas schneller und trashiger und Tommi havo darf wieder grunzen.

Ride with the dragons
Die Gitarren beginnen wieder ihr schnelles Spiel, dann hämmert der Bass auf uns ein und das Keyboard schiebt sich hinzu und dann beginnt der eigentliche Song mit verzerrtem Gesang. Dann wird der Gesang von verzerrt eher zu heißer und dann wieder andersrum. Mit dem Abbruch des Gesang wird die Melodie schneller und dann setzt der Gesang wieder wie vor ein. Wird dann aber schnell von der nun nicht mehr elfenhaft klingenden Frauenstimme abgelöst, welche auch schnell Begleitung von der klaren Männerstimme erhält. Dann wird es wieder heftiger mit verzerrtem Gesang und allem. Bis auch dieser aussetzt und dann plötzlich Stille einkehrt. Dann nach kurzer Zeit fängt akustisches Gitarrenspiel an von wortlosem Frauengesang begleitet. Dann werden aus dem wortlosen Gesang gelegentliche Einwürfe und auch der Bass unterbricht gelegentlich das Spiel von Akustikgitarre und Trommel, was richtig Mittelalterlich klingt. Ein interessantes und vor allem untypisches Ende, das die Vielseitigkeit der Bnd unterstreicht.

Die Vorderseite des Booklets zeigt einen typischen Tolkien-Ork mit Streithammer und Schild und nur den Bandnamen. Vor einem bewölkten Himmel. Im Booklet findet man neben den üblichen Texten und Grüßen noch Bilder der einzelnen Musiker mit ihrer Rolle in Mittelerde. Das ganze ist im Stil eines alten vergilbten Buches gehalten. Auf der Rückseite findet sich ein Zitat Tolkiens auf Finnisch.
Auf der CD sieht man einen menschlichen Streiter vor demselben düsteren Himmel sowie Band- und CDname. Auf der Rückseite der CD findet man die Liedtitel, designt ist das ganze wie ein Buchrücken allerdings in der Farbe eines stürmischen Himmels.

Fazit: Bei Battlelore fällt es mir schwer den Stil eindeutig zu bestimmen. Mal fast Gothic dann fast schon Black Metal, dann doch wieder Heavy Metal oder auch mal Mittelalterlich und teilweise sogar Trash vom feinsten, egal vor allem abwechselungsreich. Dieser Facettenreichtum wird durch die verschiedenen Sänger noch unterstrichen, wobei die Frauenstimme teilweise doch etwas schwach wirkt, was aber beim ersten Mal Hören stört, wirkt dann später passend und unterstreicht gewollt das Elfenhafte. Auch schön finde ich die Texte, die zwar klischeehaft sind, aber wohl bei einer von Tolkien inspirierten band sein müssen. Auch vom Styling her überzeugt die Band. Bei den Bookletbildern denke ich sofort an LARPer (LARP = Live Action Roleplay = Liferollenspiele, wo man seine Rolle spielt und nicht nur seine Handlung beschreibt), vor allem da noch zusätzliche Informationen angegeben werden wie Rasse, Profession und Waffe, leider bleibt man im Unklaren darüber, wer wer ist.
Insgesamt kann ich jedem die Band empfehlen, der auf Abwechslung im Metalallerlei steht und nichts gegen Fantasyklischeetexte hat. Darum auch volle fünf Sterne für mein aktuelles Lieblingsalbum.

Daten:
9 Songs mit einer Gesamtspielzeit von 47:02 Min
Musiker:  Jyri Vahvanen – Gitarre, Miika Kokkola – Bass, Henri Vahvanen – Schlagzeug, Tommi Havo – Gesang (Raging vocals = verzerrter Gesang), Gitarre, Patrik Mennander – Gesang (Clean male vocals = klarer Männergesang), Maria – Keyboards, Kaisa Jouhki – Gesang (Female vocals = Frauengesang)
Gastmusiker: Jyrki Myllärinen - Gitarre, Miitri Aaltonen – Hintergrundgesang, Trommeln
 
 

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Dirk Götz, Mitglied des Communityportals CIAO.de, überlassen. Dass der Text ganz oder teilweise identisch ist mit dem Beitrag im Community Portal ist vollkommen in Ordnung und gewollt.

Datenbank:0.0017 Webservice:0.0921 Querverweise:0.0077 Infos:0.0010 Verlag,Serie:0.0012 Cover:0.0002 Meinungen:0.0012 Rezi:0.0002 Kompett:0.1058

 

Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos Battlelore:
Biographie von Battlelore
Sword´s Song
Battlelore - The Jou...CD)
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Weblinks:
Homepage Battlelore

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Battlelore

Verlag:

edel Records

Erschienen:

Feb. 2002

Kritiker:

Dirk Götz

Typ:

CD

 

Battlelore

 

Battlelore aus Finnland mischen verschiedenste Stilelemente miteinander, tiefe Growls wie im Death Metal mit klarem Frauengesang, den man eher beim Gothic Metal trifft, harten Gitarrenhintergrund in Richtung Heavy Metal mit synthetischen Klängen vom Keyboard. Zu dieser allemal interessanten Mischung kommt dann noch der Fantasyhintergrund von J.R.R [mehr]

 

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