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Das Geheimnis des Kartenmachers

Schröder, Rainer M.

Rezension von Heike Rau

Augsburg im Jahre 1490. Mit Mühe und Not hat der 16-jährige Caspar Seebald den Wasserkerker überstanden, da wird er auch noch direkt auf dem Wochenmarkt, wo ihm jede Menge Aufmerksamkeit zuteil wird, an den Pranger gestellt. Er muss es über sich ergehen lassen, dass das Mädchen, das er liebt, ihn anspuckt. Nur der Hilfe eines fremden Mannes hat er es zu verdanken, dass ihm nicht auch noch Pferdeäpfel in den Mund gestopft werden. Und das alles, weil er sich auf unrühmliche Weise an einem Porträt, an welchem sein Meister arbeitete, zu schaffen gemacht hat. Zu Meister Burgkmair kann er nun nicht mehr zurück, soviel ist klar. Ihm bleibt nur, wieder zu seinen Eltern zu gehen und sich in der Schänke „Zum Schwarzen Hahn“ nützlich zu machen. Seine Gabe, ein blitzschnelles Gedächtnis, wird ihm aber hier bald zum Verhängnis. Nur eine Wette um seine Fähigkeiten rettet ihn. Sein Begabung, nur sekundenlang gesehene Zeichnungen detailgetreu wiedergeben zu können, beeindruckt auch einen Fremden, der immer wieder im „Schwarzen Hahn“ einkehrt. Bartholomäus Marcellus Wolkenstein, auch Bartholo der Genueser genannt, lebt als Formenschneider, Briefmaler und Heiligendrucker vor der Stadt. Er nimmt Caspar in seine Dienste, bevor die Gabe Caspars mit Hexerei in Verbindung gebracht werden kann.

Caspar geht es bei Barhholo sehr gut. Er lernt schnell und die Arbeit bereitet ihm viel Freude. Caspar gewinnt an Selbstvertrauen. Doch den Meister umgibt etwas Unergründliches. Er verbringt viel Zeit in einer geheimen Kammer, zu der Caspar keinen Zutritt hat. Und er bekommt zahlreiche Briefe und Päckchen von deren Inhalt Caspar nichts erfährt. Dass der Mann mit dem Holzbein als Kupferstecher arbeitet, hält er bald nur noch für gute Tarnung. Bald schon gibt es Probleme. Der Augsburger Domherr und der Inquisitor Heinrich Institoris setzen alles daran, Meister Bartholo der Ketzerei zu überführen. Caspar wird als Spitzel eingespannt und soll über Meister Bartholos Aktivitäten und seine ketzerischen Reden Bericht erstatten. Jetzt ist guter Rat teuer.

Der Autor versteht es, mit seinem Buch zu fesseln. Schon der Anfang ist unglaublich spannend und das setzt sich das ganze Buch hindurch fort. Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der große Entdeckungen gemacht wurden. So interessiert sich Bartholomäus Wolkenstein für die Schiffsexpeditionen. Er möchte ein möglichst genaues Bild der Welt zeichnen und riskiert dafür einiges. Hinter diesen unbezahlbaren Informationen sind aber natürlich auch andere her. Deshalb wird um die Sache ein großes Geheimnis gemacht und Caspar, genau wie der Leser, erfährt nur nach und nach, um was es da genau geht. Aber nicht nur das macht die Spannung im Buch aus. Immer wieder wirft der Autor einen kurzen Blick in die Zukunft, weckt so die Neugier des Lesers auf Kommendes. Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet. Man folgt Caspar Sebald gerne auf seinem abenteuerlichen Weg. Hier entsteht sogar eine Liebesgeschichte. Meister Bartholo hat eine Magd, die zunächst aber sehr unnahbar wirkt. Caspar versteht es jedoch, Clara für sich zu gewinnen. Aber auch die historischen Details sind bis ins kleinste ausgearbeitet. Der Leser erfährt viel über das 14. Jahrhundert. Hintergründe hierzu kann man auch im Nachwort nachlesen.
Aber die Geschichte ist nicht nur spannend. Der Autor vermag auch mit seinem perfekten Schreibstil, dem man vollkommen mühelos folgen kann, zu begeistern.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Schröder, Rainer M.

Verlag:

Arena, Würzburg

Erschienen:

Jul. 2005

Kritiker:

Heike Rau

ISBN:

3-401-05841-X

ISBN(13):

978-3-4010-584-2

EAN:

9783401058412

Typ:

Taschenbuch

 

Rainer M. Schröder

 

Rainer M. Schröder wurde 1951 geboren [mehr]

 

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