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Vampire: The Eternal Struggle Player`s Guide

Goudie, Robert; Peal, Ben; Swainbank, Ben

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Vampire: The Eternal Struggle"

Manch einer mag dieser Tage im Fachgeschäft seines Vertrauens etwas überrascht ein eindeutig neues Hardcover-Buch finden, das eher wie ein Produkt der alten World of Darkness aussieht denn wie eines der neuen. Und in der Tat, der Vampire: The Eternal Struggle Player’s Guide ist ein Referenzhandbuch zu jenem Sammelkartenspiel, dass sich am Hintergrund des alten Vampire: The Masquerade orientiert und als einzige Produktserie der alten, regulären World of Darkness immer noch fortgesetzt wird.

Der sehr methodische Aufbau des Player’s Guide, immer mit dem Augenmerk auf Hilfe bei der Zusammenstellung von turniertauglichen Decks, scheint sich zum Ziel gesetzt zu haben, Lesern unterschiedlicher Spielerfahrung entgegenzukommen. Während Anfänger das Werk komplett studieren sollten, können erfahrene Spieler leicht abschätzen, welche Passagen für sie weniger relevant sind. Das spart viel Zeit, wenn jemand nur nach neuen Ideen oder Kniffen sucht.

Das erste Kapitel widmet sich den bisher 28 Disziplinen, jene Fertigkeiten, die den Vampiren im Sammelkartenspiel den Einsatz diverser Karten erlaubt, das zweite den bisher 34 Clans und Bloodlines an Vampiren. Ihr Grundaufbau ist sehr ähnlich. Auf eine Kurzbeschreibung und einem Abriss über Stärken und Schwächen folgen jeweils eine Aufstellung der besten entsprechenden Karten und danach Tipps zur Verwendung im Spiel.
Bei den besten Karten zu den Disziplinen finden sich jeweils eine Anzahl „Top Cards“, wobei hier ungeschickt vorgegangen wurde. Bei einigen der immerhin 12 nur oder vornehmlich im Set Bloodlines vertretenen Disziplinen wurden wegen der geringen Gesamtzahl an Karten auch solche aufgenommen, deren Beschreibung sie als definitiv nicht „top“ oder gar nutzlos abqualifiziert. Hier hätte Platz gespart werden können, um dafür bei kartenlastigeren Disziplinen auf etwas mehr Karten einzugehen, was für Anfänger deutlich hilfreicher wäre.
Besser gelöst wurde dies bei den „Top Clan Cards“, den besten clanspezifischen Karten, denn dieser Teil wurde bei Clans, die einfach keine guten clanspezifischen Karten haben, weggelassen. Bei den Clans kommen hinzu noch als „Key Players“ die besten Vampire hinzu. Deren Zahl ist stets sehr knapp gehalten, und viele Spieler werden ähnlich wie ich einige ihre Favoriten missen. Die Argumentation, warum die genannten Vampire besonders stark sein können, ist aber im Allgemeinen durchaus schlüssig, die Auswahl somit gerechtfertigt.
Der Strategieteil, bei den Disziplinen als „Uses and Combinations“, bei den Clans als „Winning Strategies“, recht sachlich gehalten, und setzt zum verstehen eine gewisse Kenntnis des Spiels und seiner Karten voraus. Damit ist er für mäßig erfahrene Spieler sich am interessantesten, die nicht wie Anfänger ständig Karten nachschlagen müssten, und die Informationen auch nicht wie Profis oft als Binsenweisheiten betrachten würden.

In den ersten beiden Kapiteln gibt es gelegentlich grüne Kästen mit Gedanken zu potentiell mächtigen Karten aus der Serie Kindred Most Wanted. Diese war zu aktuell, um in die Vorbereitung des VTES Player’s Guide vollwertig einzufließen. Das Set in dieser Form zumindest zu berücksichtigen ist somit definitiv ein Plus.
Nicht nur in diesen beiden Kapiteln sondern auch im folgenden, finden sich außerdem immer wieder Kästen mit Decklisten. Diese sind so platziert, dass jeweils klar ersichtlich ist, dass es sich um Beispiele typischer Decks zu Disziplinen, Clans oder Deck-Archetypen handelt. Sie sind für Spieler aller Erfahrungsstufen für den Vergleich mit eigenen Ideen oder Decks interessant, und manche Profis werden sich ferner als Urheber von Decks verewigt finden.

Das dritte Kapitel des VTES Player’s Guide beschäftigt sich nochmals sehr generell mit der Zusammenstellung von Decks. Es werden zunächst nochmals Grundlagen des Spiels betrachtet, wobei vor allem für wenig erfahrene Spieler sehr hilfreiche Tipps zur korrekten Einschätzung der Spielstärke von Karten gegeben werden.
Darauf folgt eine recht ausführliche Betrachtung verschiedener Deck-Archetypen im Spiel. Für wenig erfahrene Spieler und Anfänger ist der Abschnitt sicher eine große Hilfe, um Decks zu bauen, die auch im Wettbewerbsspiel nicht sofort unter die Räder kommen. Aber auch relativ erfahrene Spieler, die wie ich bisher den einen oder anderen Archetypen kaum selbst gespielt haben, können davon klar profitieren.
Fragwürdig ist das anschließende Deckbaubeispiel. Das dabei präsentierte „My First Tzimisce Deck“ ist zwar ein blendendes Beispiel eines vielseitigen („toolboxy“) Tzimisce-Decks, enthält aber einige schwer zu bekommenden, seltenen Karten, unter anderem zwei Mal den „War Ghoul“, eine der auf dem Sekundärmarkt teuersten Karten überhaupt. Damit ist es als Deck zum Nachbauen für Anfänger nicht besonders geeignet, was den Wert des Beispiels deutlich mindert.
Den letzten Teil des dritten Kapitels bilden Beiträge zweier langjähriger, erfahrener Spieler. Jay Kristoff teilt seine Gedanken zum normalen Spiel mit gebauten Decks mit, während Joshua Duffin Deckbau und Strategien bei Turnieren im Draft-Format bespricht. Beide Beiträge sind besonders interessant für Spieler, die VTES schon etwas kennen und sich aufs Wettbewerbsspiel einlassen wollen. Joshua Duffins Beitrag kann dabei auch für durchaus erfahrene Spieler aufschlussreich sein, wenn sie bisher kaum Erfahrung mit dem Draft-Format haben.

Das vierte und kürzeste Textkapitel des Werks schließlich widmet sich generell Strategie und Taktik im Spiel. Er ist dennoch der für erfahrene Spieler vielleicht interessanteste Teil. Sie werden viele der beschriebenen Szenarien und Situationen schon aus eigener Erfahrung kennen, und bisweilen für Anregungen zum Umgang damit dankbar sein. Und für weniger erfahrene Spieler ist es ohnehin klar ein Vorteil, etwas von den langjährigen Erfahrungen anderer profitieren zu können.

Das Design aller vier Textkapitel erinnert durch einen grünen Randstreifen ans derzeitige Design der VTES-Karten, was ein gewisses Flair bietet. Dazu kommen zu den Textstellen einer Seite passend gewählte, in voller Größe wiedergegebene Karten des Spiels, die eine optische Auflockerung bieten. Allerdings ist mir bei diesen Karten schleierhaft, warum in fast, inkonsequenter Weise aber nicht tatsächlich allen Fällen ein weißer Rand das Kartenabbild von seinem „Schattenwurf“ trennt, denn das wirkt eher störend.

Auf den Textteil folgt ein Kartenreferenzteil mit Abbildungen aller erschienen Karten bis inklusive Kindred Most Wanted, wobei bei Karten, die in mehreren Sets erschienen sind, jeweils die aktuellste Version abgebildet wird. Die Crypt-Karten, also die Vampire, werden zuerst präsentiert, wobei sie nach Clan geordnet wurden. Als Schnellreferenz für Vampire ist der Band somit durchaus brauchbar.
Bei den Library-Karten wurde eine Sortierung nach Kartentyp gewählt, was bei der Suche nach einer Karte auf Grund von nötiger Disziplin oder nötigem Clan suboptimal ist. Allerdings wäre auch jede andere Sortierungsmethode für den einen oder anderen Zweck unübersichtlich, weshalb es gerade in dieser Frage nur persönliche Meinung, aber keine wirklich berechtigte Kritik geben kann.
Ein objektives Problem des Kartenreferenzteils ist, dass die Abbildungen, wohl aus Platzgründen, nicht originalgroß sind. Wer so wie ich nicht die allerbesten Augen hat, wird sich teils schwer tun, die Kartentexte in den Abbildungen ohne Hilfsmittel zu entziffern. Das mindert den Wert des Referenzteils doch etwas.

Insgesamt ist der Vampire: The Eternal Struggle Player’s Guide ein Werk, das als Referenz und Leitfaden zum Spiel zwar nicht unverzichtbar, aber doch für Spieler aller Erfahrungsstufen interessant ist. Für Profis hat er vermutlich eher sentimentalen Wert („Ich erinnre mich, als ich das erste Mal so ein Deck gespielt habe…“). Besonders ans Herz legen würde ich den Player’s Guide wenig bis mäßig erfahrene Spieler, die sich der Herausforderung des Wettbewerbsspiels stellen wollen. Ihnen kann das Buch sicher bei der Entwicklung turniertauglicher Decks helfen, und dabei Zeit zu sparen. Sie können sicher am meisten aus dem Player’s Guide profitieren.

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All in all, the Vampire: The Eternal Struggle Player’s Guide is a tome that is not essential as a reference and guide to the game, but nonetheless interesting for players of all degrees of experience. For pros, it’s likely to have mostly sentimental value (“I remember when I first tried playing that kind of deck…”). I would highly recommend the Player’s Guide for player of low to medium experience looking to get into competitive play. To them, the book can be quite helpful in creating tournament-worthy decks, and save time doing so. Surely, They can benefit most from the Player’s Guide.

Datenbank:0.0013 Webservice:0.1153 Querverweise:0.0087 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0013 Cover:0.0001 Meinungen:0.0009 Rezi:0.0001 Kompett:0.1289

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Englisch

Ort:

World of Darness

Serie:

Vampire: The Eternal Struggle

Autor:

Goudie, Robert

Verlag:

White Wolf, Carlston

Erschienen:

Okt. 2005

Kritiker:

Thomas Pichler

ISBN:

1-588-46648-5

ISBN(13):

978-1-5884-664-8

EAN:

9781588466488

Typ:

Hardcover

 

Vampire: The Eternal Struggle

 

Vampire: The Eternal Struggle (kurz VTES) ist ein nur in englischer Sprache erschienenes Sammelkartenspiel auf Basis des Hintergrunds des Storyteller-Systems Vampire: The Masquerade. Als heute noch aktives betreutes System ist es das letzte Überbleibsel der ursprünglichen World of Darkness von White Wolf.
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