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Kompanie der Verdammten

Krainer, Manuel

Rezension von Schwertfang
Aus der Reihe "Das Schwarze Auge"

Hinter dem Begriff Armalion verbirgt sich nicht nur der Name eines legendären heiligen Schwertes, sondern auch der Titel des Tabletop-Spiels von Fanpro zu dessen Schlachtschiff unter den Rollenspielen, „Das Schwarze Auge“. Besagte Zinnfigurenschlacht kann sich natürlich nicht mit der Übermacht von Warhammer messen, aber genauso fleißig möchte man dieses Spiel mit entsprechender Literatur versorgen. Nun ist die bald hundert Bände zählende Romanreihe für das DSA-Rollenspiel bereits etabliert und ein gewisser Ruf eilt voraus. Das ist auch bei der Armalionreihe der Fall – leider ein schlechter...

In „Kompanie der Verdammten“ erlebt man den Kampf zwischen zwei Armeen – auf der einen Seite die Menschen (sehr viel genauer geht die Beschreibung nicht), angeführt von Oberst Oremo Harrang, der sich mit zwei ewig zankenden Hauptmännern auseinandersetzen muss, auf der anderen Seite die Orks (eine genauere Beschreibung, bleibt uns ebenfalls versagt), welche dem von Brazoragh auserwählten Argarzuch folgen. All dies findet im Orkland statt – und der Aventurienkenner weiß, dass die Sitten dort ein wenig anders sind als etwa im Mittelreich, etwa dass man sich mit der Vormachtstellung der Orks abfinden muss.

Aber ohne triftigen Grund zieht das Stahlschlangenbanner in den Krieg gegen Argarzuchs Männer – und nicht nur der Zwist zwischen Hauptmann Cassian (dem Guten, Edlen) und Wargo (dem Bösen, Verschlagenen) schwächt Harrangs Trupp, der ganze Trupp ist von Streitigkeiten durchsetzt. So mag es Malina, die überlegene Schwertkämpferin, nicht, dass sie ihre Männer neben denen des brutalen Khorrim Kanthart (der Name verpflichtet) führen muss. Ohnehin ist sie ja die beste Figur auf dem Spielbrett... pardon, auf dem Schlachtfeld, und durch ihren Scharfsinn gelingt sie es, Argarzuch bei der Ehre zu packen und zu einem Duell zu fordern, indem sie ihn schließlich auch tötet. Derart geschmäht rücken die Orks, obwohl beinahe wie die sicheren Sieger aussehend, ab. Doch der Schamane Nadhbragh treibt die Orks zu neuen Angriffen an – und wieder muss das Stahlschlangenbanner eingreifen. Doch auf beide Armeen wartet noch eine herbe Überraschung – das Böse versucht, beide gegeneinander aufzuwiegeln, und bald findet sich auch ein Dämon auf dem Schlachtfeld ein, ebenso wie wiederbelebte Tote...

Grausam, grauenhaft, furchtbar – viele Adjektive treffen auf „Kompanie der Verdammten“ zu. Über die offensichtliche Unkenntnis über Aventurien mag man noch hinwegsehen, nicht aber die hanebüchene Geschichte mit unverzeihlich grausamen Texten und Beschreibungen. Man erfährt weder, wie es zu diesem Konflikt kam, noch, warum sich die Orks so dämlich anstellen – obwohl sie für Schwarzpelze gepflegte Konversationen betreiben. Nadhbragh erweist sich als einziger Ork mit Verstand, aber Argarzuch als Auserwählter – wenngleich getäuscht von dem Bösen, dass ebenfalls keine genauere Beschreibung erhalten hat – schlägt dem Fass den Boden aus: selten torkelte ein Bösewicht so stümperhaft durch die Handlung, und für einen gnadenlosen Schnitter zeigt er sich sowohl sehr dummnaiv als auch sehr nachsichtig dem Versagen seiner eigenen Leute gegenüber. Gerecht nur, dass er bereits nach 100 Seiten das Zeitliche segnet.

Die menschliche Seite, nicht anders werden diese ebenfalls stümperhaft vorgehenden Nichtorks genannt, ist auch nicht besser: Cassian ist gut und edel durch die Bank, Maline eine Metzelmaschine, und der Oberst – tja, arm ist das Land, dass solche „Helden“ hat...

Worin der Sinn dieser Armalion-Romane liegt, lässt sich nicht ergründen – man bekommt nicht nur schlechte Romankost vorgesetzt, nein, die Kampfszenen sind ebenso konfus und vermitteln nicht ansatzweise die Stimmung und den Spaß, der sich beim Tabletop ergibt. Nicht mal als hilfreicher Ratgeber bei den Szenarien ist „Kompanie der Verdammten“ nützlich. Besser, man investiert sein Geld in andere, artverwandte Dinge – beispielsweise neuen Zinnfiguren oder einem richtigen Roman aus der DSA-Reihe. Schlechter als dieser Armalion-Roman kann keiner von denen sein...

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Wertung

 

Gesamt:

(Furchtbar)

Anspruch:

(Klolektüre)

Spannung:

(Langweilig)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Orkland

Serie:

Das Schwarze Auge

Autor:

Krainer, Manuel

Erschienen:

Jun. 2001

Kritiker:

Schwertfang

ISBN:

3-890-64562-3

ISBN(13):

978-3-8906-456-9

EAN:

9783890645629

Typ:

Taschenbuch

 

Das Schwarze Auge

 

Das Schwarze Auge begann als eines der ersten Rollenspiele in Deutschland und gilt bis heute als das bekannteste. Aventurien, der Hintergrundkontinent des Schwarzen Auges, ist eine typische Fantasywelt mit Zwergen, Elfen und Orks, mit Magiern, Kriegern und Geweihten. Was sie so besonders macht, ist die fortlaufende Geschichte [mehr]

 

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