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The Village - Das Dorf

Shyamalan, M. Night

Rezension von sgo

Das Leben schreitet im Dorf geruhsam dahin, und es unterscheidet sich wohl wenig von anderen Dörfern des ausklingenden neunzehnten Jahrhunderts. Menschen verlieben sich, heiraten oder sterben. So ist es immer schon gewesen, und so wird es wohl auch bleiben. Das geruhsame Dorfleben scheint allerdings auch einen gewissen Aberglauben zu fördern: die Dörfler sind der festen Überzeugung, das sich in den umliegenden Wäldern nichtmenschliche Wesen herum treiben. Selbst in der Dorfschule wird dieser Glaube als feststehende Tatsache gelehrt. Die Dorfältesten haben jedenfalls verboten, die Wälder jemals zu betreten, denn diese Wesen würden die Anwesenheit von Menschen in ihrem Refugium niemals dulden.

Die Dorfbewohner können ihren Wohnort daher noch nicht mal verlassen, um Medikamente aus der Stadt zu holen. Es gibt selbst unter den jungen Dörflern nur Wenige, welche dieses Verbot umgehen wollen; zu strikt wirkt die soziale Kontrolle der Ältesten und die Angst vor dem Unbekannten. Die Vorsicht geht so weit, das ständig eine Dorfwache aufrecht erhalten wird, um Überfälle der Waldwesen zu verhindern. Außerdem ist die Farbe Rot verboten, da sie angeblich die Fremden anzieht. Selbst rote Blumen werden sofort vergraben, damit nicht noch ein Unglück geschieht.

Dies Alles könnte man ja noch für puren Aberglauben rückständischer Hillbillys halten, aber irgend Etwas scheint im Dorf wirklich nicht zu stimmen; so wird in der Nacht immer wieder Vieh getötet und brutal auf eine Weise verstümmelt, welche von einer bösartigen Intelligenz zu zeugen scheint. Kein Tier wäre zu solchen Grausamkeiten fähig.

Als der Sohn eines Dorfältesten niedergestochen wird und mit dem Tode ringt, wird erstmals das Verbot gelockert, damit dessen Verlobte in die Stadt gehen und dort Medikamente holen kann. Das Mädchen hofft darauf, das die Fremden sie aus Mitleid in Ruhe durch den Wald ziehen lassen. Das Mitleid wäre durchaus begründet, denn das Mädchen ist Blind...
Dieser Film bezieht seine Spannung auf ziemlich altmodische Weise aus dem versteckten Horror gesichtsloser Wesen; es gibt keine computeranimierten Schreckensgestalten zu bewundern, welche auf möglichst blutige Weise harmlose Dörfler vom Leben zu Tode befördern. Die erfolgten Untaten werden im Film nur erwähnt und nicht gezeigt; daher ist der Film trotz seines Sujets von einer ganz ungewohnten Gewaltfreiheit. Mehr Wert als auf die Bebilderung monströser Waldschrate wird hier auf die Ausgestaltung der Charaktere gelegt. Und das blinde Mädchen ist wirklich bezaubernd, das muss ich zugeben.

Die Auflösung der Geschichte ist keineswegs unoriginell und machte mir wirklich Spaß. Es handelt sich bei „The Village“ sicherlich nicht um Popcorn-Kino, und der Freund gehobener Kinokunst dürfte hier auf seine Kosten kommen. Trotzdem war es insgesamt gesehen kein Film für mich; zu ruhig plätschert hier die Handlung vor sich hin, und es fehlten mir dann doch entscheidende Spannungsmomente, um mich wirklich mit den Hauptpersonen mitzittern zu lassen. Knapp 8 Euro kostete die Kinokarte; 5 bis 6 wäre sie mir wert gewesen...

The Village – Das Dorf
Land, Jahr:USA 2004
Regie:M. Night Shyamalan

Darsteller: Bryce Dallas Howard, Joaquin Phoenix, Adrien Brody, William Hurt, Sigourney Weaver, Brendan Gleeson, Cherry Jones, Celia Weston, John Christopher Jones, Frank Collison, Jayne Atkinson, Judy Greer, Fran Kranz, Michael Pitt, Jesse Eisenberg
Film-Infos: Thriller, USA 2004, 108 Min., FSK 12 Jahre
Kinostart: 09.09.2004

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

U.S.A.

Zeit:

1897

Autor:

Shyamalan, M. Night

Erschienen:

Sep. 2004

Kritiker:

sgo

Typ:

DVD

 

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