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Spiegeltanz

Bujold, Lois McMaster

Rezension von Michael Matzer
Aus der Reihe "Barrayar"

Es gibt einfach ein paar wenige Namen in der Szene, bei denen weiß man, was man hat, bevor man auch nur eine Zeile gelesen hat. Die schreiben und schreiben zu unserem (und wohl auch zu ihrem eigenen) Vergnügen ein Buch nach dem anderen, und die Qualität will partout nicht schlechter werden. Und wir Süchtigen lesen und lesen, selbst wenn es fast 700 Seiten dauert und wir eigentlich überhaupt gar keine Zeit haben und unseren Schlaf dringend bräuchten, und legen das Buch schließlich mit einem Aufatmen und einem Seufzer der Enttäuschung gleichermaßen zur Seite - wo bleibt der Nachschub?

Lois McMaster Bujold ist so ein Name, und "Spiegeltanz" wie sein eng damit zusammenhängender Vorgänger "Waffenbrüder" (Heyne 06/5538) ist so ein Buch. Der BARRAYAR-Zyklus befriedigt gleichermaßen meine Sehnsucht nach fernen Welten, die noch nie... (Sie wissen schon!) wie meinen Wunsch nach handlungsimmanenter Logik; meine Vorliebe für krimimäßige Spannung mit Aha-Effekt wie meine Begeisterung für klug, skurril und liebenswert, charaktervoll und lebendig bis zur Schmerzgrenze gezeichnete Figuren.

Lord Miles Vorkosigan und sein alter ego Admiral Naismith sind ja nun eigentlich schon zwei Personen, mit denen manchmal schwierig zu jonglieren ist - aber der in "Waffenbrüder" so unerwartet aufgetauchte Klonbruder Mark potenziert die Verwirrung bei allen Beteiligten geradezu. Mark startet ein selbstmörderisches Kommandounternehmen mit den Dendarii-Söldnern, um Miles und dem Rest der Welt, vor allem aber sich selbst zu beweisen, daß er seinem Bruder in nichts nachsteht. Miles wird bei dem Versuch, den Schaden zu begrenzen - getötet. Mark übernimmt unbemerkt Miles´ Platz und freut sich fürderhin seines Lebens? Ende der Geschichte? Natürlich nicht. Schließlich verfügt die zivilisierte Welt über die Kryo-Technologie, die selbst Tote wieder zum Leben erweckt. Theoretisch. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie... (Sie wissen schon!) Besonders riskant ist es, wenn der Kryo-Sarg auf der Flucht verlorengeht, und ungeahnte Nebenwirkungen treten auf, wenn dieses Mißgeschick sich auf Jackson´s Whole ereignet, der Welt also, auf der mehr als eine überaus mächtige Person noch einen ganzen Hühnerstall mit Admiral Naismith zu rupfen hat...

Wer hier pralle Action erwartet, wird nicht enttäuscht, aber sie steht bei McMaster Bujold nie im Vordergrund. Die psychologische Komponente der besonderen Konstellation Mark/Miles birgt mindestens ebensoviel Sprengstoff, und ihre detaillierte Darstellung einer aufgrund massiver Folter entstehenden schizoiden Persönlichkeitsspaltung dürfte lange ihresgleichen suchen - wobei die Autorin die tiefe Betroffenheit des Lesers erreicht, ohne sich in den blutigen Einzelheiten dieser Folter zu verlieren - das überläßt sie getrost und erfolgreich unserer Phantasie...

"Spiegeltanz" ist Werbung pur für unser ewig schwächelndes Genre; Science Fiction vom Feinsten, ungetrübter Lesegenuß. Und wenn Sie meine Begeisterung für bloße Lobhudelei halten - dann lesen Sie das Buch doch selbst.

Dieser Text entstand mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung von Michael Matzer. Neben seiner Arbeit in der Welt der Datenverarbeitung schreibt Micheal Matzer professionell Rezensionen im Bereich der phantastischen Medien.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

Links

 

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Infos Lois McMaster Bujold:
Biographie von Lois McMaster Bujold
Der Kadett
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Chalions Fluch
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Barrayar – Der junge Miles

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Barrayar

Autor:

Bujold, Lois McMaster

Verlag:

Heyne, München

Erschienen:

Mar. 1997

Kritiker:

Michael Matzer

ISBN:

3-453-12670-X

ISBN(13):

978-3-4531-267-1

EAN:

9783453126701

Typ:

Taschenbuch

 

Lois McMaster Bujold

 

Lois McMaster Bujold (* 2. November 1949) ist eine erfolgreiche SciFi- und Fantasy-Autorin, die bereits fünfmal mit dem hoch angesehenen Hugo Award und einmal mit dem Nebula Award ausgezeichnet wurde. Damit übertrifft sie sogar den bisherigen Rekord (vier Hugos) von Altmeister Robert A. Heinlein.
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