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Die Frau in Schwarz 2

Harper, Tom

Rezension von Cronn

Eine Blu-Ray Rezension


Ein Studio in Großbritannien galt von den fünfziger bis zu den achtziger Jahren als die Hochburg des Horror-Films in Europa. Die Rede ist von den berühmten „Hammer“-Studios. Mit den „Dracula“-Filmen und Christopher Lee errangen die Macher von „Hammer“ ihren Weltruhm.
Doch dann wurde es still um das Studio und spätestens ab der Mitte der achtziger Jahre war der Ofen aus. Die „Hammer“-Studios versanken in der Bedeutungslosigkeit.
Doch im Jahr 2011 tauchte ein Film auf, der die Rückkehr der „Hammer“-Studios aus der Versenkung offenbarte: „Die Frau in Schwarz“. Daniel Radcliff als Witwer, der im Eel Marsh House den Nachlass verwalten sollte, aber auf die Spur eines Geistes geriet, überzeugte auf ganzer Linie.
Hammer-Films sollte wiederauferstehen. Doch diesmal nicht mit Massenproduktionen, sondern mit einzelnen Filmen, die gezielt auf das Gruselfan-Publikum zugeschnitten waren.
Als nächstes folgte der mäßig gelungene „The Quiet Ones“ und nun ist mit „Die Frau in Schwarz 2“ der Nachfolger des Erfolgsfilms am Start.
Diesmal ist Daniel Radcliff nicht mit dabei, auch der Regisseur hat gewechselt, aber die Ideen-Geberin Susan Hill ist wieder mit an Bord. Doch worum geht es überhaupt im zweiten Teil? Das soll die nachfolgende Inhaltsangabe klären.

Inhalt:
„Sie fliehen vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und landen im Horror: Eine Gruppe von acht Schulkindern, die vor den deutschen Bombenangriffen aus London evakuiert wurde, kommt mit ihrer Direktorin Jean Hogg und der jungen Lehrerin Eve Parkins in das halb verfallene Dorf Crythin Gifford. Ziel ihrer Reise ist das alte Eel Marsh House auf einer Insel, die über den Nine Lives Damm zu erreichen ist. Doch ihre Ankunft weckt eine böse Macht, die das von der Welt abgeschnittene Gebäude seit Jahrzehnten heimsucht: Die Frau in Schwarz.“
Die offizielle Inhaltsbeschreibung ist noch etwas wenig aussagekräftig und muss daher ergänzt werden. Die Lehrerin Eve Parkins trifft auf ihrem Weg aufs Land auf den Piloten Harry Burnstow, der zu seinem Einsatzort zurückkehrt, der nicht weit von Eel Marsh House entfernt ist.
Sobald sie im Haus angekommen sind, stellt sich heraus, dass die Frau in Schwarz zurückgekommen ist und Interesse an einem ganz besonderen Jungen hat…

Kritik:
Einen Nachfolger zum Erfolgsfilm „Die Frau in Schwarz“ zu erschaffen, war sicherlich keine einfache Aufgabe. Der Film war in sich geschlossen und erlaubte keine einfache Fortsetzung. Also hat Susan Hill als Ideen-Geberin das einzig Richtige getan: Sie hat einen eigenständigen Film geschaffen.
Dabei sind die Voraussetzungen recht gut: Die Rückkehr ins Eel Marsh House hat einen historisch fundierten Hintergrund als Motivation, dazu kommen Kinder als Handlungsverstärker (was immer gut für Gruselmomente sein kann, da man Empathie zu ihnen empfindet) und eine handwerklich saubere Produktion. Auch die Darsteller können zumeist überzeugen. Doch es gelingt dem Regisseur nicht, das Erfolgsrezept von „Die Frau in Schwarz“ zu wiederholen.
Das liegt vor allen Dingen am Aufbau der Gruselszenen. Im Vorgänger waren die Gruselszenen sehr lange aufgebaut, kulminierten hin zu einem Höhepunkt, der sich gern auch als Jump-Scare manifestierte. Auch im Nachfolger gibt es die Jump-Scares, aber leider sind sie alles, was „Die Frau in Schwarz 2“ zu bieten hat. Denn wo im Vorgänger nach dem Jump-Scare noch die Gruselszene weiter aufgebaut wurde, verebbt sie im zweiten Teil und somit verpufft die Gruselwirkung in der Belanglosigkeit. Damit wird „Die Frau in Schwarz 2“ kein schlechter Film, aber er reiht sich ein in eine lange Reihe von mittelmäßigen Gruselstreifen und kann keinen eigenen Akzent setzen.
Auch die Handlung erzielt nach dem gelungenen Auftakt leider keine Eigenständigkeit, sondern wird mehr und mehr durchschaubar und somit gewöhnlich. Und nichts ist tödlicher für die Gruselwirkung auf lange Sicht wie Mittelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit.
Da hilft es auch nichts, dass die Sets wunderbar verkommen wirken und die Braunfärbung des Filmmaterials die Patina von alten Klassikern nachzuahmen versucht. „Die Frau in Schwarz 2“ ist ordentlich gelungen, setzt sich aber definitiv nicht vor „Die Frau in Schwarz“, kann auch nicht mit dem Vorgänger gleich ziehen.

Fazit:
„Die Frau in Schwarz 2“ ist ein mittelmäßiger Gruselstreifen der Hammer-Films Productions geworden, der gute Ansätze hat, sie aber nicht konsequent ausbaut und im Lauf der Filmhandlung mehr und mehr an Eigenständigkeit verliert bis davon nichts mehr übrig ist.
Es reicht für einen angenehmen Gruselabend, aber der Film hat nicht das Potential dem Vorgänger das Wasser reichen zu können.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Extrem gut)

Menüs:

(Gut)

Ausstattung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Harper, Tom

Verlag:

Concorde

Erschienen:

Jul. 2015

Kritiker:

Cronn

Typ:

Computerspiel

 

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