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Housebound

Johnstone, Gerard

Rezension von Cronn

Neuseeland galt lange Zeit als eine Art Tabula Rasa unter Filmkennern. Nur wenige Streifen aus dem auch als „Kiwi-Land“ bezeichneten Neuseeland erzielten die hohe Aufmerksamkeit des Publikums. Dazu gehörten in der Vergangenheit Filme wie „Das Piano“ oder auch „Whale Rider“ oder „Heavenly Creatures“.
Gerade letzterer leitet zu dem Mann über, der Neuseeland als Filmland wieder mehr ins Gespräch gebracht hat: Peter Jackson. Als Regisseur von den „Herr der Ringe“-Filmen und „Der Hobbit“-Trilogie hat er seine Heimat immer wieder in Szene gesetzt.
Auch als Förderer von Filmen ist er aufgetreten, wie unlängst für Neil Blomkamps „District 9“. Nun wird er auch bei einem neuen Film genannt, der bei Ascot Elite erscheint: „Housebound“.
Doch worum geht es bei „Housebound“ überhaupt? Das soll der nachfolgende Abschnitt klären.

Inhalt:
„Was für ein Albtraum: Die rebellische, als Bankräuberin aber dilettantische Kylie wird dazu verdonnert, mit einer elektronischen Fußfessel wieder bei ihrer Mutter ins Haus einzuziehen. Dass sich das alte Gemäuer als Spukhaus herausstellt und die Geister besonderes Interesse an Kylie zeigen, macht die Sache nicht gerade besser …“
Der offizielle Klappentext ist recht knapp ausgefallen, weshalb hier noch mehr Informationen gegeben werden sollen.
Kylie hat versucht einen Bankautomaten zu knacken, setzt sich aber selbst fest und wird verurteilt zu einer für sie harten Strafe: Sie muss wieder bei ihrer Mutter einziehen. Das Verhältnis der beiden Frauen ist gestört. Seit vielen Jahren schon. Nun wird es nochmals belastet, als Kylie sich widerwillig auf die Rückkehr nach Hause einlassen muss.
Die Mutter lebt mit einem neuen Mann zusammen, der stets schweigsam ist und durch die Wohnung schleicht. Der Nachbar häutet Opossums und wirkt wie der typische Hinterwäldler. Der Bewährungshelfer ist nebenbei passionierter Geisterjäger und Kylie ist mehr als nur leicht genervt von der Situation, als die Geräusche im Haus beginnen. Doch später wird klar, dass hier tatsächlich mehr dahintersteckt, als Kylie vermutet.

Kritik:
Der Neuseeländer Gerard Johnestone hat ein Händchen für die richtige Mischung aus Slapstick und Grusel. Nach dem eher mäßigen „Black Sheep“ ist bei „Housebound“ die Abstimmung zwischen Schock und Scherz perfekt gelungen.
Die Schocks kommen zwar nicht so häufig, wie man das bei einem Horrorfilm erwartet, aber sie fehlen nicht. Zudem sind sie nicht durch Humor abgeschwächt, wie das bei vielen Pseudo-Horrorkomödien a la „Scary Movie“ der Fall ist.
Dafür ist der Humor auf den Punkt getimt und keinesfalls dumpf. Die Dosis macht das Gift und so ist es auch hier – aber im positiven Sinn. „Housebound“ baut geschickt auf Klischees auf, um sie für Gags zu nutzen, dreht sie aber wieder um, um daraus den Horror zu schöpfen. So funktioniert eine Methode der Horrorkomödien, und das ist bei weitem die Intelligenteste. Und exakt das klappt bei „Housebound“ sehr gut. Dass am Ende sogar Gore-Effekte in den Humor eingebaut werden, zeigt wie grandios der Regisseur damit zu balancieren versteht.
Das Drehbuch besitzt also genug Eigenständigkeit, um dem arg geschundenen Haunted-House-Szenario neue Ideen abzugewinnen und führt zusätzlich spannende Charaktere ein. Der wohl interessanteste, da zugleich zwiespältigste, ist Kylie. Den Mut zu haben, einen derartigen weiblichen Kotzbrocken als Hauptfigur zu etablieren, das gehört belohnt. Auch erfährt Kylie einen Wandel, der aber nicht im Herz-Schmerz-Kuschelheim a la Hollywood endet. Die Schauspielerin Morgana O’Reilly liefert hier eine beeindruckende Leistung ab. Die gesamte Cast spielt großartig, bis hinein in die Nebenrollen.
Die Kameraarbeit ist sehr gelungen. Immer wieder wird mit Licht und Schatten gespielt und ungewöhnliche Kamerafahrten eingebaut. Der Sound leistet sich ebenso keinen Durchhänger und wird auf den Punkt orchestriert, wie es v.a. bei einem Horrorfilm sein sollte.

Bonusmaterial:
Über die Güte des Zusatzmaterials kann noch nichts ausgesagt werden, da zum Test lediglich ein Screener ohne die gesamten Boni vorlag.

Fazit:
Mit „Housebound“ hat der Regisseur Gerard Johnstone einen überzeugenden Beitrag zum Subgenre der Horrorkomödien geleistet. Mit einer gut aufgelegten Schauspielerriege, dem wendungsreichen Drehbuch, das trotz Logikschwächen überzeugt, und handwerklich soliden Leistungen von Kamera, Produktionsdesign, Sound und Schnitt wird „Housebound“ zu einer absoluten Empfehlung für Horrorfans.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Brutal)

Ton:

(Extrem gut)

Bild:

(Extrem gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Johnstone, Gerard

Verlag:

Ascot Elite Home Entertainment

Erschienen:

Mar. 2015

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

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