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Pineview Drive House of Horror

VIS Games

Rezension von Cronn

Sobald die Nacht hereinbricht, kommt das Grauen.
Ich laufe durch die Eingangshalle im schwindenden Licht der Abendsonne, das sich in den Schalen und Tellern reflektiert. Sodann trete ich ein in den dunklen Bereich des Hauses. Ich stehe in einem Flur. Links von mir ist ein Lichtschalter. Als ich ihn anknipse, erhellt die Lampe ein wenig mehr den Flurbereich, aber längst nicht so viel, als dass es ausreicht, um sich sicher zu fühlen.
Drei Türen sind hier. Zwei davon habe ich bereits mit einem Schlüssel aufgeschlossen. Ich weiß nur nicht mehr, welche. Also heißt es ausprobieren, wo der neue Schlüssel passen könnte.
Aha. Bei der dritten Tür hat’s geklappt.
Ich gehe in den Raum. Drei Stühle, ein Tisch, zwei Topfpflanzen und ein kleiner Schrank, auf dem ein Kerzenleuchter steht.
Plötzlich höre ich ein Wispern! Ich drehe mich blitzschnell um. Doch da ist nichts! Wieder einmal wurde ich von einem Geräusch getäuscht. Wie so oft.
Ich sehe mich im Zimmer um. Auf dem kleinen Schrank liegen Streichhölzer. Ich nehme sie und zünde die Kerzen an. Sofort ist eine warme Lichtglocke um mich her. Schade, dass ich sie nicht mitnehmen kann, denke ich mir.
Weiter hinten entdecke ich am Boden einen Schlüssel! Hurra!
Jetzt muss ich nur noch herausfinden, zu welcher verschlossenen Tür er passt.
Die Horror-Abenteuer im Herrenhaus gehen also weiter…

PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR heißt das neueste Projekt der Macher von VIS Games. Das deutsche Entwicklerstudio hat sich bereits mit vielen Games einen Namen gemacht, u.a. mit Simulatoren-Games a la „Gabelstapler-Simulator“. Auch andere Spiele stehen auf dem Portfolio, wie beispielsweise Fun-Racing-Games („Moorhuhn Kart 3“, „Traktor Racer“ etc.).
Mit PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR betreten sie Neuland. Ein Indie-Horror-Game mit Schwerpunkt auf den Explorations-Aspekt soll es sein. Mal sehen, wie gelungen es ist.

Hintergrund:
Vor 20 Jahren geschah etwas Fürchterliches. Was, das weiß der Spieler zu Beginn von PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR nicht. Aber er weiß, dass es mit dem Herrenhaus zu tun haben muss, in dem niemand länger als 30 Tage ausgehalten hat.
Es gilt nun, das Haus zu besuchen und dort nach Hinweisen auf die mysteriösen Vorkommnisse zu finden.
Anfangs steht man als Spieler schon auf dem Schlauch und kann sich keinen rechten Reim machen. Aber je länger man spielt, desto mehr entfaltet sich die Story durch kleine Briefe, die man findet und man ist dann doch motiviert weiterzuspielen.

Gameplay:
Die Aufgabe des Spielers in PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR ist klar: Finde die Briefe, die mehr über die Vorkommnisse vor 20 Jahren verraten. Dazu braucht es Hinweise. Diese sind in Räumen im Herrenhaus zu finden. Und dazu braucht man Schlüssel.
Mit dieser Suche ist man zumeist beschäftigt. Man sollte sich gut merken, welche Türen man bereits geöffnet hat, denn ansonsten rennt man ständig umher und sucht exakt nach jener Tür, für die man einen Schlüssel hat. Weder Schlüssel noch Türen haben eine Kennzeichnung.
Sofern man zu lange braucht, um im Spiel weiterzukommen, gibt das Spiel durch Kommentare der Spielfigur Tipps, wie „Ich sollte mal im Jagdzimmer suchen!“. Was das Jagdzimmer ist, muss man selbst sich erschließen. Doch das ist meist eindeutig.
Zudem ist die Dunkelheit da. Diese zu erhellen ist ein weiteres Spielelement. Man bekommt Streichhölzer für Kerzen oder Batterien für die Taschenlampe. Beides reicht nicht unendlich, sondern muss immer wieder aufgefrischt werden. Die Dunkelheit macht einen großen Reiz von PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR aus. Die eigene Phantasie spielt einem da schnell Streiche. Wenn dann noch Sounduntermalung dazukommt, ist man schnell Opfer seiner Imagination.

Grafik und Sound:
Die Grafik schwankt zwischen zweckmäßig und gut. Immer wieder gibt es Texturen, die verwaschen wirken. Dann aber sind Texturen dabei, die edel aussehen, beispielsweise die Kerzen oder die Oberflächen von Holzrahmen.
Die Spiegelungen in Vasen und dergleichen sind gut gestaltet und wirken glaubwürdig. Die Lichtatmosphäre ist ebenfalls gelungen. Nur die überbelichteten Pflanzen wirken unglaubwürdig, wenn man am Tag von außen in das Haus hineinschaut.
Das Ausreizen der Dunkelheit in der Nacht wird vor allem durch den Sound unterstützt. Immer wieder ist das Windheulen zu hören, Wispern und auch der Klangteppich wirkt unheimlich. Sehr gelungen.

Fazit:
Die eigene Phantasie erzeugt den größten Schrecken. Das ist das Prinzip, das die Macher von VIS Games bei PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR mit Bravour nutzen. Das ein oder andere Mal denkt man als Spieler: „Wenn jetzt eine Gestalt vor dem Fenster aufspringt, schreie ich!“ So sehr ist man von dem Spiel gefesselt.
Auf der negativen Seite steht das sehr restriktive, repetitive Gameplay. Es ist schon müßig, immer wieder nach Schlüsseln zu suchen, dazu dieselben Gänge und Fluren abzuschreiten auf der Suche nach der einen, noch verschlossenen Tür.
Freunde des Horror-Genres finden in PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR geeignetes Futter. Die Atmosphäre stimmt, die Dunkelheit gebiert gedankliche Monster, die Soundeffekte passen und daher ist PINEVIEW DRIVE HOUSE OF HORROR für einen Horror-Connaisseur eine gute Wahl.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Schwierigkeit:

(Verständlich)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

Grafik:

(Mittel)

Sound:

(Gut)

Spieltiefe:

(Mittel)

Steuerung:

(Mittel)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

VIS Games

Verlag:

UIG GmbH

Erschienen:

Sep. 2014

Kritiker:

Cronn

Typ:

Computerspiel

 

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