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The End

Hopf, G. Michael; Luzifer Verlag

Rezension von Markus K. Korb

Nicht erst seit Kurzem sind Postapokalypse-Szenarien bei den Rezipienten von Science-Fiction beliebt. Die Frage nach dem „Was wäre wenn?“ stellt sich für jeden einzelnen dabei und man hofft, dass man natürlich seine Moralvorstellungen im Fall der Fälle nicht einfach so über den Haufen werfen, sondern auch in einer rauen Welt danach handeln würde.
Dass dem aber nicht unbedingt der Fall sein muss, zeigt ein Blick in das Buch „The End“ von G. Michael Hopf, das im Luzifer-Verlag erschien.
Der Luzifer-Verlag hat sich in erstaunlich kurzer Zeit zum boomenden Verlag gemausert, der Bücher in der Sparte „Phantastik“ verlegt. Mit „The End“ wagt sich der Verleger Steffen Janssen auf das Gebiet des Subgenres Science-Fiction und hier auf den Zweig der Postapokalypse-Thriller.
Das Buch „The End“ liegt nun auch als Hörbuch-Version auf 4 CDs vor, die eine Laufzeit von über 400 Minuten hat, herausgegeben vom Winterzeit-Verlag.
Doch wie gelungen ist die Story und die Umsetzung als Hörbuch? Das soll die nachfolgende Rezension zeigen. Zunächst erfolgt eine Darstellung des Inhalts.

Inhalt:
„Für Gordon Van Zandt waren Treue und Pflicht gegenüber dem Vaterland so selbstverständlich, dass er direkt nach 9/11 das College hinschmiss und ins Marine Corps eintrat. Doch diesen jugendlichen Idealismus ließ er bald in einer kriegsgeschändeten Stadt im Irak zurück. Zehn Jahre später kämpft er noch immer mit den Geistern seiner Vergangenheit, als er und seine Familie plötzlich einer neuen Realität gegenüberstehen. Nordamerika, Europa und der ferne Osten erlitten einen verheerenden Super-EMP-Angriff, der vernichtende Auswirkungen auf die Stromnetze und alle elektrischen Geräte zur Folge hat. Nach dem totalen Zusammenbruch jeglicher wirtschaftlicher Infrastruktur – ohne Auto und Telefon – weiß Gordon, dass er um begrenzte und schwindende Ressourcen kämpfen muss. Gemeinsam mit befreundeten Nachbarn beschließt er, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen – und Rücksicht gegenüber anderen Menschen gehört nicht dazu.
Jeden Tag muss er Entscheidungen treffen, die in der “alten Welt“ extrem und äußerst brutal erschienen wären, nun aber überlebensnotwendig sind.“
Der Klappentext gibt den Inhalt schon kongenial wider. Von daher kann sofort auf die eigentliche Kritik übergegangen werden, ohne dass Ergänzungen zu machen sind.

Kritik:
„The End“ ist ein Thriller in der nahen Zukunft, der narrativ in drei Handlungsstränge zerfällt. Zum werden die Ereignisse um Gordon und seine Familie gezeigt. Hinzu kommt die Ebene des Präsidenten von Amerika und seinen Untergebenen. Als letztes seien noch die Geschehnisse rund um Gordons Bruder erwähnt, der als Scharfschütze in Afghanistan im Marine-Corps dient.
Die Ereignisse sind spannend inszeniert und auch actionbetont geschildert. Es macht große Laune zuzuhören und im Kopf entstehen kinoreife Bilder der Szenen. Was „The End“ nicht überzeugend gestaltet ist die Charakterzeichnung. Gordon, die Identifikationsfigur des Romans, bleibt ein egoistischer Unsympath, der alle moralischen Vorstellungen für den Erhalt seiner Familie über den Haufen wirft und ohne zu zögern zur Waffe greift. Und diese auch gegenüber Unbewaffneten benutzt. Zudem ist er nicht in der Lage diese Tötung vor einem Gericht zu rechtfertigen, sondern steigert sich in eine Art Selbstjustiz-Wahn hinein. Die Art und Weise, wie hier Waffenverherrlichung und Egomanie dargestellt werden, macht es dem Rezipienten nicht leicht, sich aus der Position der Vereinnahmung durch die Hauptperson und ihren Standpunkt zu entziehen. Es gibt zwar auch liberale Figuren, allerdings bleiben diese blass, werden unsympathisch geschildert oder sind gar machtlos.
Der Sprecher des Hörbuchs, Till Hagen, liefert eine gelungene Vorstellung ab, indem er nicht nur alle Personen unterschiedlich spricht, sondern auch bei Tempoveränderungen der Vorlage mit Sprechveränderungen reagiert und somit das Kopfkino unterstützt.
Die technische Umsetzung ist tadellos für ein Hörbuch. Der Sound ist glasklar, rauschfrei. Schade ist es allerdings, dass keine Musik zum Einsatz kommt. Zum Ein- und Ausstieg aus den einzelnen CDs wäre hier orchestrale Begleitung durchaus sinnvoll gewesen.

Fazit:
Dass der Autor G. Michael Hopf einmal Marine war, merkt man seiner Schreibe an. Die Jubelrufe auf das Marine-Corps dringen durch jede zehnte Dialogzeile. Die Moralvorstellungen des Protagonisten sind fragwürdig, was die Lektüre/das Zuhören für einen liberalen Rezipienten nicht erleichtert.
Wenn man die unterschwelligen Töne ausblenden kann, erhält man einen unterhaltsamen Thriller, der mit gelungenen Action-Szenen punkten kann.

Markus K. Korb

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Hopf, G. Michael

Verlag:

Winterzeit Verlag

Erschienen:

Mai. 2014

Kritiker:

Markus K. Korb

ISBN:

3-943-73256-8

ISBN(13):

978-3-9437-325-6

EAN:

9783943732566

Typ:

Hörbuch

 

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