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Todesmelodie

Franz, Andreas; Holbe, Daniel; Fischer, Julia

Rezension von Arielen
Aus der Reihe "Julia Durant"

„Todesmelodie“ ist der zwölfte Roman um die Kriminalkommissarin Julia Durant. Durch seinen überraschenden Tod im Jahr 2011 war Andreas Franz nicht mehr in der Lage, das Buch zu vollenden. Sein Kollege Daniel Holbe übernahm dies, so dass der Roman nun von zwei Autoren getragen wird. Das Buch liegt nun auch in einer gekürzten Fassung vor, gelesen von Julia Fischer.

Ein Jahr nach ihrer Zwangspause kehr Julia Durant wieder in den Beruf zurück und fühlt sich zunächst wie ein Fremdkörper. Das Trauma ihrer eigenen Entführung wirkt immer noch nach und auch im Dezernat hat sich einiges verändert. Dennoch beißt sie die Zähne zusammen und steigt wieder voll ein.
Gleich der erste Fall hat es aber in sich. Am Tatort liegt eine tote kanadische Studentin, die vor ihrem Tod auch noch sexuell missbraucht wurde. Die Schuldigen sind schnell gefunden, da die Indizienbeweise erdrückend sind, vier Kommilitonen, die sich an dem Mädchen im Drogenrausch vergangen haben.
Zwei Jahre später ist Julia Durant wieder fest eingebunden, muss aber nun vom Schreibtisch aus Einsätze koordinieren, da ihr Chef verhindert ist. Doch sie horcht auf, als ihre Kollegen von einem neuen Fall berichten. Diesmal wurde eine Männerleiche gefunden, ebenfalls ein Student, der auf ähnliche Weise wie das Mädchen von vor zwei Jahren ermordet wurde. Und es gibt noch mehr Parallelen – vor allem das Lied „Stairway to Heaven“, das in Dauerschleife am Tatort läuft.
Die Kommissarin horcht auf. Wurden vielleicht die Falschen verurteilt und läuft der Mörder noch frei herum? Schon bald gibt es Hinweise, dass verschiedene Morde im Prostituiertenmilieu von Frankfurt und sogar in Offenbach eine ähnliche Handschrift aufweisen...

„Todesmelodie“ ist einer jener Thriller, der sich nicht nur die Zeit nimmt, die Befindlichkeiten und Beziehungen der Ermittler auszuarbeiten, sondern auch einen Blick in die Psyche des Täters werfen.
So erfährt man in sehr deutlichen und teilweise auch drastischen Bildern, wie und warum der Mörder Frauen umbringt. Zusammen mit den Beschreibungen der Tatorte ist mehr als einmal ein Schauder garantiert. Das hilft zumindest am Anfang ein wenig über die Längen hinweg, die sich leider auch im Hörbuch ergeben, weil die Ermittler zwar alle Anstrengungen in ihre Arbeit setzen, aber lange nicht wirklich voran kommen. Zudem nutzen sich die expliziten Schilderungen mit der Zeit auch ab.
Zwar gibt es viele Einzelheiten und Details, aber der Zuhörer merkt schnell, dass sie bis zur Mitte des Buches nicht wirklich wissen, wo sie suchen sollen. Erst nach und nach lichtet sich das Chaos und sie kommen endlich auf eine heiße Spur. Das Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mörder weckt dann wieder Aufmerksamkeit und wirkt gelungen, auch wenn das Ende insgesamt etwas zu gerafft wirkt.
Immerhin steht nicht nur Julia Durant im Mittelpunkt, auch wenn ihr Leben „danach“ in allen Einzelheiten ausgewälzt wird. Auch ihre Kollegen aus dem Dezernat und der Gerichtsmedizin erhalten Raum, wenn man sich auch wünschen würde, dass es manchmal ein wenig mehr wäre. Denn nicht wenige bieten mehr Potential als die Heldin selbst, die verständlicherweise immer noch leidet, das aber mehr als genug.

Insgesamt bietet „Todesmelodie“ durchwachsenen Hörgenuss, denn man muss schon einiges an Geduld mitbringen und darf auch nicht zu zartbesaitet sein, gerade was die Schilderungen der Morde und der Opfer betrifft. Wer sich darauf einlassen kann, genießt einen Krimi, der erst auf den letzten beiden CD’s von der Spannung her anzieht und gelegentlich einen kleinen Schockeffekt bietet, der sich aber mit der Zeit abnutzt.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Bluttriefend)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Julia Durant

Autor:

Franz, Andreas; Holbe, Daniel

Verlag:

audio|media

Erschienen:

Jul. 2012

Kritiker:

Arielen

ISBN:

3-868-04714-X

ISBN(13):

978-3-8680-471-1

EAN:

9783868047141

Typ:

Hörbuch

 

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