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Innistrad Intro-Packs

Rosewater, Mark; Lauer, Eric; et al.

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Magic: The Gathering"

Eine neue, finstere Welt voll all jener Kreaturen, die wir aus dunklen Legenden kennen: Dorthin entführt uns der neue Magic-Block. Wie beim Sammelkartenspiel seit einiger Zeit Tradition erfolgt der Erstkontakt mit den Innistrad Intro-Packs. Einmal mehr stehen fünf vollwertige vorkonstruierte 60-Karten-Decks zur Auswahl, mit denen sich alte wie neue Spieler in Duelle in Innistrad stürzen können.

Eine foilierte Premium-Karte, eine zweite seltene Karte, 12 weniger seltene und der Rest Commons und Standardländer – das Deck-Rezept ist altbekannt. Dazu kommen ebenfalls ganz bewährt ein Booster des Sets, ein Faltblatt enthält wie gewohnt kurze Einsteigerregeln, ein zweites beschreibt vorgeschlagene Deckstrategien der fünf Intro-Packs.

Der Zyklus der Innistrad Intro-Packs ist dabei ganz klassisch aufgebaut, die Decks nutzen jeweils zwei benachbarte Farben des Magic-Farbkreises. Bekannte und bewährte Kombinationen also, wenn auch in einem neuen Licht.

Aufmarsch des Unheimlichen
Das blau-rote Deck ist mir Tatsächlich ein wenig unheimlich. Einige Karten greifen die Bibliothek des Gegners an, aber nicht annähernd genug, um wirklich auf Bibliotheksvernichtung zu spielen. Der einzig ersichtliche potenzielle Vorteil ist in Kombination mit dem „Griff der Phantome“, der eine Kreatur auf die Bibliothek des Besitzers legt. Dazu kommen Karten, die auf die eigene Bibliothek losgehen – aber das ist logischer: Der seltene „Zauberbrechende Teufel“ bringt immerhin jeden eigenen Zug eine, allerdings zufällige, Karte zurück auf die Hand.

Zudem demonstriert das Deck die Mechanik Rückblende, das Wirken von Zaubern aus dem Friedhof. Das ist ganz praktisch, damit die eigene Hand voller bleibt und somit der foillierte „Unwettergeist“ stark bleibt. Ob freilich eine Fünf-Mana-Kreatur all zu viele Handkarten sehen wird, wenn sie endlich ins Spiel kommt? Ja, mit etwas (viel) Glück beim Ziehen kann das klappen, aber irgendeine Strategie gezielter zu verfolgen wäre nicht schlecht. Für Könner spielbar, einem Einsteiger würde ich dieses Deck aber sicher nicht in die Hand geben.

Blutiger Trubel
Für Fans klingt das sicher nach einem rot-schwarzen Deck und das ist es auch. Das Kernthema sind dabei Vampir-Kreaturen – schwarze Klassiker wie der „Sengir Vampir“ ebenso wie neue rote, beispielsweise die Foil-Karte „Marodeur aus Falkenrath“. Beiden ist gemein, dass sie sich durch Spielmarken selbst verstärken können, wobei der „Marodeur aus Falkenrath“ dazu ebenso wie einige andere neue Vampire nur Kampfschaden zufügen muss und somit flexibler ist. Dieses Thema greift auch der seltene „Fluch der verfolgten Beute“ auf: Eine Aura, die jeder Kreatur Spielmarken verschafft, welche dem verzauberten Spieler Schaden zufügt.

Das Konzept ist interessant, hat aber eine Achillesferse. Die meisten Kreaturen haben von Haus aus nur eine Widerstandskraft von 1 oder 2, lediglich zwei haben einen Grundwert von 4. Damit ist dieses Deck sehr anfällig für Direktschaden. Eben den kann es selbst praktisch nicht austeilen – seltsam bei einem rot-schwarzen Deck. Auch fehlt sinnvolle Kreaturenvernichtung, denn bei „Tribut an den Hunger“ wählt der Gegner das Opfer. Ein rot-schwarzes Deck, dass eine problematische gegnerische Kreatur, wie etwa einen Blocker mit Erstschlag, nicht direkt beseitigen kann – interessant, aber unnötig ineffizient.

Der Dunkelheit widerstehen
Noch ein Titel, der Magic-Kennern die Farbkombination sicher verrät: Dies ist ein grün-weißes Deck. Im Zentrum stehen die Menschen, die den finsteren Wesen Innistrads widerstehen müssen. Auf den ersten Blick erwartet man sich ein Schwarm-Deck: Die Foil-Karte „Loorbeer-Ältester“ kann eine Kreatur immerhin entsprechend der Zahl eigener Kreaturen verstärken, der seltene „Mentor der Sanften“ wiederum erlaubt es Karten zu ziehen, wenn schwacke Kreaturen ins Spiel kommen. Und „Überrennen“ ist sowieso eine klassische Kill-Karte für weiß-grüne Schwarms.

Da überrascht es doch etwas, dass lediglich zwei „Jademagier“ zusätzlich Kreaturen-Spielsteine generieren können. Dafür gibt es aber drei Ausrüstungskarten sowie zwei „Bindung des Glaubens“, die Kreaturen dauerhaft verstärken können. Letztere Verzauberung ist allerdings flexibel: Sie kann stattdessen auch eine gegnerische Kreatur von Angriff und Block abhalten. Insgesamt nicht ganz so sehr auf Schwarm-Überrennen ausgelegt, wie man vielleicht meinen würde, und damit etwas langsamer, aber als Anfänger-Deck wie auch als Bastelgrundlage in Ordnung.

Spektrale Legionen
Das weiß-blaue Deck setzt vor allem auf Geist-Kreaturen, die es nicht nur direkt ins Spiel bringt. Ein „Todgeweihter Reisender“ etwa ist eine weitgehend sinnlose ein Mana-Kreatur, doch wenn er stirbt, kommt ein fliegender GeistSpielstein ins Spiel – ein recht passabler Effekt für einen Wegwerf-Blocker. Dabei ist es eher die Masse an Geistern, auf die das Deck abzielt – auch, da mit „Von Geistern verehrter Mönch“ eine der seltenen Karten ihre Stärke aus dem Schwarm der Geister bezieht.

Der „Engel vom Alabasterschwarm“ wiederum kann Geister vom Friedhof auf die Hand bringen, was gegen das zuvor besprochene Deck Blutiger Trubel ein Segen ist. Denn ein „Stimmloser Geist“ ist genau die Art von Blocker mit Erstschlag, gegen die das rot-schwarze Deck kaum ankommt. Mit einigen stärkenden Kreaturverzauberungen sowie etwas Kontrolle – je zwei „Pazifismus“ und „Maßregeln“ sind sehr praktisch – ein gutes Deck und speziell für Magic-Einsteiger wohl das Beste.

Das schwarz-grüne Deck Tödliche Herrschaft konnte ich leider nicht direkt antesten. Die Deckliste deutet auf ein vergleichsweise langsames Deck hin: Der foillierte „Skirsdag-Hohepriester“ kostet zwar nur zwei Mana, dient aber primär dem – eher aufwendigen – Beschwören großer Dämonen, die selte „Modergrab-Monstrosität“ ist klassisch grün, riesig und mit Trampelschaden. Das Deck bietet zudem reichlich wenig Kreaturenkontrolle, also scheint mir fraglich, ob es den schnelleren Intro-Packs die Stirn bieten kann.

Für mich sind die Innistrad Intro-Packs ein nur mäßig gelungener Zyklus. Zwar gibt es zwei Decks, die ich als in Ordnung empfinde, aber das rot-schwarze Deck ist wahrlich unnötig ineffizient und das blau-rote Pack stellt eine Mechanik mit einem Deck vor, bei dem ich eigentlich keine klare Spielstrategie sehe. Die definitiv größte Neuerungen aus dem Set findet zudem in den Packs und somit auch hier erst in der Set-Rezension Erwähnung. Aus meiner Sicht spielerisch wie thematisch einer der schwächeren Intro-Pack-Zyklenbisher.

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Innistrad

Serie:

Magic: The Gathering

Autor:

Rosewater, Mark

Verlag:

Wizards of the Coast

Erschienen:

Okt. 2011

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Kartenspiel

 

Magic: The Gathering

 

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