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Duel Deck: Elspeth vs. Tezzeret

Millar, Chris; Lauer, Erik; Hill, Zac

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Magic: The Gathering"

Schon seit einigen Jahren wartet Magic: The Gathering für Fans gelegentlich mit interessanten Duel Decks auf, doch bislang leider nur auf Englisch. Mit Elspeth vs. Tezzeret ist nun erstmals ein Duel Deck auf Deutsch erschienen. Dabei kommt es zum Aufeinandertreffen eines Soldaten- und eines Artefakt-Decks, jeweils angeführt von den namensgebenden Planeswalkern. Zudem bekommen Spieler einen Mix passender Karten quer durch die Magic-Geschichte, inklusive lange nicht mehr aufgelegter Klassiker.

Zum Lieferumfang gehören neben den beiden Decks zwei Faltblätter. Eines davon sind die gewohnten Einsteigerregeln zu Magic, das andere wartet mit Informationen zur jeweiligen Spieltaktik sowie den Planeswalker-Regeln auf. Hinzu kommen zwei Karton-Deckbocken, für Elspeth gibt es als Bonus drei Soldaten-Spielsteinkarten. Jedes der beiden 60-Karten-Decks enthält den Planeswalker als Foil-Variante mit neuem Artwork sowie eine Preview-Karte für Die Narben von Mirrordin. Beide Decks enthalten fünf seltene Karten. Da die Zahl wirklich sinnvoller Artefakte im häufigen Karten-Slot bei Magic stets recht begrenzt war, trumpft vor allem das Artefaktdekc auch mit über 20 weniger häufige Karten auf.

Elspeth: Pflichtgefühl und Schutz
Mit „Elspeth, fahrende Ritterin“ als Foil-Planeswalker bekommen Spieler hier nicht nur eine Karte, die auf dem Sekundärmarkt alleine ähnlich viel kostet wie das ganze Duel Deck. Auch das Thema ist klar: Soldaten zum Angriff, immerhin kann Elspeth entsprechende Spielsteine generieren. Passend dazu enthält das Deck viele kleine Kreaturen wie zweimal die „Elite-Vorhut“ und weitere Karten, die Soldaten-Spielsteine schaffen wie „Alarmschlagen“.

Lauter Winzlinge allein können freilich kein Spiel gewinnen. Da ist es schon hilfreich, dass der „Kreuzzug“ und ein „Himmlischer Kreuzritter“ bereit stehen, weiße Kreaturen zu verstärken. Zudem nutzen einige Karten die Mechanik „Unterstützung“, um verstärkende Spielmarken auf Kreaturen zu verteilen. Das „Daru-Camp“ indes kann zwar nur einen Soldaten zeitweilig verstärken, ist aber somit im späteren Spielverlauf merklich nützlicher als ein weiteres Standardland.

Ergänzend dazu bietet das Deck einige Kontrollzauber, darunter mit „Schwerter zu Pflugscharen“ einen Klassiker weißer Kreaturenvernichtung, der seit Eiszeit und der 4. Edition auf ein Revival warten musste. Dauert eine Partie lange, sind solche Zauber für das Deck unverzichtbar. Denn mit dem „Engel der Errettung“ gibt es eine einzige richtig große Kreatur im Deck.

Tezzeret: Macht und Geheimnisse
„Tezzeret der Sucher“ tritt in diesem Deck als Foil-Planeswalker an zu zeigen, wie nützlich das Enttappen zweier Artefakte sein kann. Beispielsweise kann er so dem „Aufseher aus Stahl“ die Möglichkeit geben, eine zusätzliche verstärkende Spielmarke pro Runde zu legen, Artefaktkreaturen nach dem Angriff zum Blocken enttappen oder sogar als Manabeschleuniger dienen, wenn ein Artefaktland wie die „Nachstahl-Zitadelle“ im Spiel ist.

Sehr hilfreich für das Deck ist auch der „Meister des Ätheriums“, der alle anderen eigenen Artefaktkreaturen verstärkt – und das sind allein an Karten dieses Typs schon 18. Hinzu kommt beispielsweise „Mishras Fabrik“, ein 1995 zuletzt aufgelegter Land-Klassiker, der zur Artefaktkreatur werden kann. Für die Starthand sehr gut ist der „Lichtbogen-Arbeiter“ dank „Bausteine“-Mechanik, insgesamt läuft das Deck aber etwas langsamer an als Elspeths.

Dafür ist es besser mit großen Kreaturen ausgestattet, etwa einem „Pentavus“ oder dem „Wolkolyp“, der dank „Affinität zu Artefakten“ überraschend früh ins Spiel kommen kann. Neben einigen Utility-Artefakten etwa für Direktschaden oder Lebenspunkte-Gewinnung runden ein paar blaue Kontrollzauber sowie Kartenzieh-Tricks wie zweimal „Streben nach Wissen“ das Deck ab.

Beide Decks spielen sich auf ihre Art flüssig, wenngleich keines direkt aus der Box heraus der absolute Killer ist. Da das Duel-Deck nicht zuletzt für schnelle Partien zwischendurch gedacht ist, kommt es aber eher darauf an, dass die Balance stimmt. Das Elspeth-Deck ist dabei auf einen eher schnellen Angriff ausgelegt, während das Tezzeret-Deck etwas braucht, um wirklich in die Gänge zu kommen. Die Soldaten haben aus meiner Sicht leichte Vorteile vor allem dadurch, dass das Deck etwas leichter effektiv zu spielen ist.

Mit Elspeth vs. Tezzeret finden wir hier in Deutschland endlich heraus, warum die englischen Duel Decks meist sehr beliebt sind. Für Sammler oder Turnierspieler bieten sie einfach einen tollen Wert, in diesem Fall allein durch die Planeswalker. Für Gelegenheitsspieler wiederum ist es tatsächlich eine tolle Gelegenheit, nette Decks für Zwischendurch abzugreifen, die noch dazu ein paar außergewöhnliche Karten bieten. Mir persönlich haben zwar rein vom Thema her manche andere Duel Decks besser gefallen, aber auch dieses ist wieder klasse – und das eben endlich auch auf Deutsch.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Magic: The Gathering

Autor:

Millar, Chris

Verlag:

Wizards of the Coast

Erschienen:

Sep. 2010

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Kartenspiel

 

Magic: The Gathering

 

Das von Richard Garfield für Wizards of the Coast entwickelte und im August 1993 erstmals veröffentlichte Spiel Magic: The Gathering gilt allgemein als Urvater der Trading Card Games.
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