Online Rezensionen->alle->Magic 2011 Booster  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

Magic 2011 Booster

Lauer, Erik; Forsythe, Aaron

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Magic: The Gathering"

Wie im Vorjahrangekündigt gbt es nun jährlich ein neues Grundset, um frischen Schwung in das Sammelkartenspiel Magic zu bringen. Mit Magic 2011 warten wieder 249 teils völlig neue Karten auf Spieler, welche die Basis für das kommende Magic-Jahr bilden. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es keine großen Regeländerungen, sodass Spieler sich einfach nur auf neue Karten und alte Klassiker freuen können.

Die Booster umfassen wie gewohnt zehn häufige, drei weniger häufige und eine seltene Karte sowie ein Standardland und eine Spielstein- oder Info-Karte.Fallweise ersetzt eine Foil-Karte eine Common oder ein sagenhafte Karte die seltene. Wie im Vorjahr umfasst das Grundset 249 Karten, davon 234 verschiedene – 121 häufige, 60 weniger häufige, 53 seltene und 15 sagenhafte sowie vier Varianten jedes der fünf Standardländer. Hinzu kommen sechs verschiedene Spielstein-Karten. Neu Info-Karten bieten zudem Regel- und Spieltipps.

Mit Magic 2011 ist das Rennen um die beständigste Farbe im Spiel zumindest in einer Hinsicht zu Ende. Denn die letzten beiden Karten, die es von 1993 bis heute in jedes Basisset geschafft haben, sind grün: „Riesenwuchs“ und „Riesenspinne“. Doch Grün ist auch bei den neuen Karten gut weggekommen. Die seltene „Fauna-Schamanin“ ist eine der Top-Karten des Sets, da sie im späteren Spiel kleine Kreaturen aus der Hand gegen Endgame-Viecher as dem Deck tauschen kann. „Mitotischer Schleim“ wiederum ist eine seltene Kreatur, die praktisch in kleinere Stücke zerfällt, wenn sie besiegt wird. Das kann dem Gegner so einiges Kopfzerbrechen bereiten.

Bei den sagenhaften Karten hat Grün mit „Urtümlicher Titan“ ebenfalls einen interessanten Mitstreiter bekommen, der schnell Länder aus der Bibliothek ins Spiel schickt. Somit wird man im späteren Spielverlauf meist nützliche Karten statt weiterer Länder ziehen. Titanen sind generell ein Thema des Sets, wartet doch jede Farbe mit einer sagenhaften Karte dieses Typs auf. Sehr spielstark ist da auch der schwarze Vertreter „Grabes-Titan“, der effektiv eine Zombie-Horde aufbaut. Bei den sagenhaften Karten sind auch wieder fünf Weltenwanderer vertreten.

Interessant ist auch der Zyklus der Ley-Linien, der ein Thema aus Gildenbund wiederbelebt und mit der schwarzen „Ley-Linie der Leere“ einen Nachdruck umfasst. Diese seltenen Karten kann man aus der Starthand direkt ins Spiel bringen und sich so potenziell billig einen Vorteil sichern. Für mich ist die blaue „Ley-Linie der Vorahnung“ am interessantesten, da sie jedem Zauber „Aufblitzen“ gibt. Sprich ein blaues Deck muss nie mehr Mana im eigenen Zug einsetzen und hält somit stets das Damoklesschwert der Kontrollzauber über den Gegner. Eben da liefert das seltene „Umlenken“ die Möglichkeit, für nur zwei Mana einem Zauber ein neues Ziel zu verpassen. Mit dem häufigen „Manaleck“ gibt es auch endlich wieder einen guten Gegenzauber zumindest für das frühe Spiel.

Wo Licht ist, ist freilich auch Schatten. Ein Teil der neuen Karten wirkt schon ausnehmend sinnlos oder zumindest irgendwie verquer, nicht zuletzt im Bereich der seltenen Karten. Dazu habe ich mich schon in der Rezension zu den Intro-Packs ausgelassen, da dort vor allem diese Rares zu finden sind. Das gleiche gilt natürlich auch bei den wiederaufgelegten Karten. Eine „Magma-Phönix“ hat schon letztes Jahr keiner gebraucht, während eine „Gletscherfestung“ oder eines der anderen Doppelläder aus Magic 2010 auch beim Nachfolger durchaus willkommen ist. Auch die guten alten „Paradiesvögel“ nimmt erfahrungsgemäß jeder gerne.

Immerhin, die Menge wirklich schlechter Nachdrucke bei den seltenen Karten hält sich in Grenzen. Das liegt allerdings auch daran, dass der Anteil neuer Rares ziemlich hoch ist – wenn etwas Müll ist, ist es wenigstens neuer Müll, sozusagen. Für Veteranen hat das sicherlich den Nachteil, dass im Gegensatz zu den Grundsets bis zur X. Edition doch ziemlicher „Kaufzwang“ besteht.

Bei den niedrigeren Seltenheitsstufen sagt mir die Mischung aus alt und neu etwas mehr zu. Das mag daran liegen, dass der Anteil guter, steinalter Klassiker wie „Schwarzer Ritter“, „Feuerball“, „Llanowarelfen“ oder „Pazifismus“ doch merklich höher liegt. Auch bei den etwas aktuelleren Nachdrucken gibt es starke Karten wie „Zwang“, „Naturalisieren“ oder „In Erinnerung rufen“.

Auch bei den neuen Karten finden sich Highlights wie der Goblin „Glutschlepper“, der bei Bedarf für nur ein Mana als Direktschadenszauber explodiert. Die „Kristallkugel“ als Hellsicht-Artefakt ist ebenfalls beachtlich, da im späteren Spielverlauf jede Runde ein Mana für die Chance auf besseres Nachziehen ein guter Preis ist. „Kultivieren“ ist eine neue grüne Hexerei, die als Manabeschleuniger und –fixer interessant ist. „Vorherbestimmen“ wiederum ist als Ein-Mana-Hellsicht eine interessante Eröffnung für blaue Kontrolldecks, die erst mit zwei Mana wirklich agieren können.

Gelungen ist aus meiner Sicht das Artwork mit eher klassischer, leicht düsterer Fantasy. Sehr positiv finde ich, dass im Gegensatz zu manchen Erweiterungssets im Laufe der Jahre praktisch alle Bilder wirklich für das Kartenformat konzipiert und nicht einfach von größeren Vorlagen heruntergeschrumpft wirken. Einen Wehrmutstropfen gibt es aber: Das Extended-Art-Format für Kreaturen ohne spielrelevanten Text, das einst in Blick in die Zukunft in Aussicht gestellt wurde, bleibt wieder Utopie.

Die Magic 2011 Booster liefern ein insgesamt sehr interessantes und ansprechendes Set. Für Neueinsteiger und echte Fans ist es mit einem tollen Kartenmix attraktiv. Etwas zu kurz kommen Veteranen, die gerne alte Karten auch im Turnierspiel wiederverwenden – Wizards hat gerade bei den starken, seltenen Karten dem „Recycling“ weitgehend den Kampf angesagt. Für Gelegenheitsspieler, die vor allem im privaten Kreis zocken, ist genau das freilich ganz gut – sie kommen auch mit dem Grundset leicht an neue Spielerfahrungen.

Datenbank:0.0006 Webservice:0.0880 Querverweise:0.0086 Infos:0.0007 Verlag,Serie:0.0008 Cover:0.0001 Meinungen:0.0008 Rezi:0.0001 Kompett:0.0999

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

Links

 

Shopping:
kauf mich Pegasus
kauf mich amazon

Mehr von Erik Lauer:
Magic 2011 Intro-Packs

Mehr von Aaron Forsythe:
Schon wieder tot (9....et)
9te Edition Schnelle...ng)
Haupt-Set (9te Editi...ter
Das Neue Phyrexia In...cks
Das Neue Phyrexia Booster

Infos Wizards of the COast:
über den Hersteller
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

Weblinks:
Wizards of the COast

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Magic: The Gathering

Autor:

Lauer, Erik

Verlag:

Wizards of the COast

Erschienen:

Jul. 2010

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Kartenspiel

 

Magic: The Gathering

 

Das von Richard Garfield für Wizards of the Coast entwickelte und im August 1993 erstmals veröffentlichte Spiel Magic: The Gathering gilt allgemein als Urvater der Trading Card Games.
[mehr]

 

Werbung

  OTTO Versand

 
Mephisto Magazin
 
Das grosse kostenlose Piraten-Online-Spiel