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Magic 2011 Intro-Packs

Lauer, Erik; Forsythe, Aaron

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Magic: The Gathering"

Für den Einstieg in die Urmutter aller Sammelkartenspiele gibt es neuerdings jedes Jahr ein neues Grundset, diesmal Magic 2011 und dazu fünf Intro-Packs, mit denen neue Spieler direkt loslegen können. Dieses Jahr bedeuten diese Packs eine echte Revolution, denn erstmals in der Geschichte des Spiels gibt es zum Grundset vorkonstruierte 60-Karten-Decks.

Man glaubt es kaum, doch einst gab es nur zufällig zusammengewürfelte Starter-Decks. In den letzten Jahren regierten Themendecks oder Intro-Packs mit 40 Karten. Endlich – nach 17 Jahren! – bietet ein Grundset vorkonstruierte 60-Karten-Decks als Einsteigerprodukt. Also Decks, die auch die fürs reguläre Spiel übliche Kartenzahl enthalten. Eine davon ist eine Premium-Karte, eine eine seltene. Hinzu kommen 12 weniger häufige Karten, der Rest sind Commons oder Standardländer.

Als Draufgabe gibt es noch ein Booster des aktuellen Grundsets sowie zwei Faltblätter. Für „Wie man Magic spielt“ gilt dabei wie seit Jahren: Anfänger können damit eine erste Partie wagen. Wer aber wirklich Spielregeln will, muss sich diese online besorgen. Das zweite Faltblatt beschreibt die fünf Intro-Packs und ihre jeweilige Spielstrategie sowie Möglichkeiten, das Deck mit Karten aus der Booster-Serie zu verfeinern.

Die fünf Magic 2011 Intro-Packs entsprechen allesamt dem Schema, dass sie eine der fünf Magic-Farben als Hauptfarbe nutzen und mit einigen Karten einer Zweitfarbe unterstützen. Das ist für ein Einsteiger-Produkt eigentlich sehr sinnvoll, da mehrfärbige Decks im fortgeschrittenen Spiel einfach meist spielstärker sind. Wie schon im Vorjahres-Grundset gibt es auch diesmal völlig neue Karten im Grundset, wobei die Intro-Packs jeweils neue seltene Karten enthalten.

Klingen des Sieges
Dieses vornehmlich weiße Deck bekommt ein wenigschwarze Unterstützung vor allem in Form von Kontrollzaubern. Spielstark präsentieren sich besonders die enthaltenen Uncommons. Zwei Mal „Elite-Vorhut“ ist toll für die Eröffnung und ein „Weißer Ritter“ eine tolle Kreatur für die zweite Runde, ebenso wie „Ajanis Rudelmitglied“. Zwei „Serra-Engel“ sind für den späteren Spielverlauf auch heute noch so interessant wie damals vor über 15 Jahren. Insgesamt gerade für Anfänger ein relativ spielstarkes Deck direkt aus der Box.

Nicht so toll ist der Langzeitwert. Der hängt nämlich sehr von den seltenen Karten ab die sehen beide besser aus, als sie sich in der Praxis machen. Die Premium-Karte „Himmlischer Schlichter“ klingt zwar, als könnte sie der Strategie des Gegners ernsthaft schaden, weil er in seinem Zug entweder zaubern oder angreifen kann. Im späteren Spielverlauf ist das viele Decks kein großes Hindernis und gegen Kreaturenvernichtung ist der Engel auch nicht gefeit. „Rachsüchtiger Archon“ wiederum hat eine Sonderfertigkeit, die toll klingt, aber in der Praxis etwas teuer ist.

Feuriger Atem
Die Hauptfarbe dieses Decks ist rot, doch fehlt ihm ein wenig die für diese Farbe typische Geschwindigkeit. Es gibt keinerlei Ein-Mana-Kreaturen und der beste Spieleinstieg ist sicher „Vorherbestimmen“, eine Karte aus der Nebenfarbe blau. Denn einen „Blitzschlag“ in der ersten Runde auf den Gegner zu werfen ist oft verschossenes Pulver. Zumindest das lernt ein Einsteiger mit diesem Deck sicher schnell, enthält es doch mit „Chandras Feuerspucker“ eine Kreatur, deren Spielstärke von Direktschadenszaubern abhängt – und zwar solchen, die nach ihr gespielt werden.

Leider wird das Deck auch im weiteren Spielverlauf nicht wirklich besser. Die „Berserker aus der Blutklamm“ etwa sind eine der schlechtesten Fünf-Mana-Kreaturen des Sets und generell sind die Kreaturen des Decks nicht sonderlich beeindruckend. Das gilt auch für den seltenen „Zyklop-Gladiator“ sowie die Premium-Karte „Uralter Höllendrache“. Den größten Wert hat das Deck sicher als Lerninstrument: Hier werden unerfahrene Spieler relativ schnell Deckbau- und Spielfehler erkennen, die es zu vermeiden gilt.

Ansturm der Bestien
Grün macht’s vor: „Llanowar-Elfen“, so sieht eine Karte für den Eröffnungszug aus. Und die Fünf-Mana-Kreaturen sind sowieso alle besser als die im rot-blauen Deck, ob nun „Garruks Rudelführer“ oder der an sich eher mittelmäßige „Zackenwurm“. Der gute, alte „Riesenwucks“ darf nicht fehlen und mit ein paar roten Karten vor allem für Direktschaden bietet dieses Intro-Pack insgesamt einen soliden Mix. Für Einsteiger ist dieses Deck sicher relativ leicht zu handhaben und trotzdem akzeptabel spielstark. Die Premium-Karte „Überwältigender Ansturm“ funktioniert dabei recht gut als Kill-Karte. Die seltene „Veränderliche Hydra“ dagegen erinnert an die Rares im weißen Deck: Klingt toll, ist aber mehr eigen als wirklich interessant.

Das schwarze Deck Herrschaft der Blutsauger mit ein wenig grün im Kartenmix lag mir nicht zum testen vor. Allein bei der Ansicht der Deckliste ist aber klar: Der „Hinreißende Vampir“ ist das Highlight in diesem Deck und vermutliche die interessanteste Rare aller Intro-Packs. Er verstärkt die eigenen Vampire - ohne diesen Bonus wird das Deck mit seinen kleinen Kreaturen aber kaum ein Spiel gewinnen können. Irgendwie fehlt da ein großer Killer-Vampir. Bei Macht der Prophezeihung fällt in der Deckliste ungut auf, dass ein weitgehend blaues Deck einen einzigen Ein-Mana-Zauber hat. Der ist mit „Verdammen“ auch noch weiß und eher für das spätere Spiel gedacht. Also weder frühe Kontrolle noch frühe Offensive – das ist wieder so ein blaues Deck, mit dem Anfänger kaum zurecht kommen werden. Dabei ist die „Scherzfragen-Sphinx“ schon ein Knaller und sollte in Verbindung mit Hellsicht einen echten Kartenvorteil bringen.

Nach 17 Jahren gibt es mit den Magic 2011 Intro-Packs erstmals vorkonstruierte 60-Karten-Decks zum Basisset des Spiels. Das wurde auch Zeit! In Sachen Spielstärke aus der Box und langfristigem Spielwert der enthaltenen Karten wirken die Decks aber diesmal wieder ganz arg durchgemischt. Dafür habe ich bei einer Erweiterung, wo es ums Vorstellen neuer Spielkonzepte geht, eher Verständnis als beim eigentlichen Einsteigerprodukt. Als möglichst positive Magic-Einführung für Anfänger finde ich diese Decks daher doch nur mittelmäßig.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Magic: The Gathering

Autor:

Lauer, Erik

Verlag:

Wizards of the Coast

Erschienen:

Jul. 2010

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Kartenspiel

 

Magic: The Gathering

 

Das von Richard Garfield für Wizards of the Coast entwickelte und im August 1993 erstmals veröffentlichte Spiel Magic: The Gathering gilt allgemein als Urvater der Trading Card Games.
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