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Archenemy

Nagle, Kenneth; LaPille, Tom

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Magic: The Gathering"

Der Sammelkartenspiel-Klassiker Magic: The Gathering ist vor allem als Duell-Spiel bekannt, doch auch im Mehrspielerbereich gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Mit dem aktuellen englischen Sonderset Archenemy bietet Magic: The Gathering Spielern beispielweise einem Spieler die Möglichkeit, in die Rolle eines übermächtigen Erzschurken zu schlüpfen. Für alle anderen heißt es dagegen: alle gegen einen. Der gemeinsame Nemesis genießt dabei freilich den einen oder anderen unfairen Vorteil.

Das Set besteht aus insgesamt vier Boxen, die jeweils ein vorkonstruiertes 60-Karten-Deck sowie 20 übergroße Archenemy-Karten enthalten. Jedes Pack enthält zudem eine Magic-Kurzanleitung, die bei einem so klar Experten-orientierten Set eher überflüssig wirkt. Wichtig ist dagegen das zweite Faltblatt, das die Regeln für das neue Mehrspielerformat enthalten.

Im Prinzip sind die Regeln sehr einfach: Der Archenemy beginnt mit 40 statt 20 Lebenspunkten und hat den Vorteil, dass er immer als erster am Zug ist. Um zu gewinnen, muss er alle anderen Spieler eliminieren, die ihrerseits aber ein Team bilden. Spätestens bei drei Gegnern klingt das nach einer harten Nuss, doch hier kommen die übergroßen Sonderkarten, die „Schemes“ ins Spiel. Sie bilden ein Spezialdeck aus (zumindest) 20 Karten.

In jedem eigenen Zug aktiviert der Erzschurke ein Scheme. Dieses stellt einen seiner finsteren Pläne dar und verschafft ihm einen spielerischen Vorteil. Manche davon sind immer groß, etwa, wenn „All in Good Time“ einen sofortigen zusätzlichen Zug bedeutet. Andere sind im frühen Spielverlauf besonders stark, etwa zwei zusätzliche Länder im Spiel dank „Realms Befitting My Majesty“. Wenn „Behold the Power of Destruction“ einen Gegner nur mit Ländern im Spiel zurücklässt, ist das hingegen eher im späteren Spielverlauf wirklich interessant.

Neben sehr allgemeinen Schemes gibt es auch spezialisierte, die besonders zum Deck der jeweiligen Box passen. So ist „Assemble the Doomsday Machine“ ein extrem artefaktlastiges blau-schwarz-weißes Deck –also ein Esper-Deck, um die Weltfragmente aus dem Alara-Zyklus zu bemühen. Entsprechend mächtig ist hier „The Pieces Are Coming Together“, das eine runde lang jedes Artefakt verbilligt. Die „Roots of All Evil“, die fünf schwache Saproling-Spielsteine ins Spiel bringen, machen sich dagegen sehr gut in „Trample Civilization Underfoot“ – ein Deck, das gern grüne Kreaturen verstärkt.

Das Konzept ist insgesamt echt fesselnd. Gute Einer-gegen-Alle-Regeln sind einfach etwas, das Magic noch gefehlt hat. Eine Empfehlung, wie groß das Gegner-Team sein sollte, wäre aber nicht schlecht. Ich würde sagen, drei Spieler gegen einen spielerisch schwachen und vier gegen einen talentierteren Erzfeind, sind richtig. Eine kleine Design-Schwäche ist, dass einige wenige Schemes wie „I Know All, I See All“ im Kartentext implizit annehmen, dass jeder Gegner einen eigenen Zug hat. Dabei habben die Gegenspieler des Archenemy einen geteilten Team-Zug, was solche Schemes etwas schwächer macht.

Normalerweise gehe ich immer etwas ausführlicher auf vorkonstruierte Decks ein, aber bei Archenemy ist das nicht wirklich sinnvoll. Im Prinzip sind die Decks nämlich nur eine Beigabe zum Set der insgesamt 45 verschiedenen Schemes. Diese Beigabe kann sich aber durchaus sehen lassen, enthält doch jedes Deck immerhin 14 weniger häufige und 8 seltene Karten. Diese entstammen verschiedensten Sets von der Magic-Frühzeit bis hin zur aktuellsten Erweiterung Aufstieg der Eldrazi. Die Decks sind gut spielbar und warten auch jedes mit der einen oder andere wirklich attraktiven Karte auf.

Das Deck „Scorch the World With Dragonfire” ist definitive etwas für Drachenfans und wartet unter anderem mit einem “Two-Headed Dragon” auf. Im schwarz-roten Deck „Bring About the Undead Apocalypse“ findet sich beispielsweise ein „Avatar of Woe“. Im bereits erwähnten Esper-Deck „The Pieces Are Coming Together“ treibt unter anderem ein “Memnarch” sein Unwesen. Und das grün-weiße „Trample Civilization Underfoot“ fährt beispielsweise „Kamahl, Fist of Krosa“ auf.

Für welches Deck man sich zum Antesten entscheidet, ist eigentlich egal. Am besten ist es sicher, dabei einfach danach zu gehen, welches Thema einen am stärksten anspricht. Wer wirklich das meiste aus Archenemy herausholen will und das auch beim Spiel mit selbstgebauten Decks, wird ohnehin kaum umhin kommen, alle vier zu besorgen. Nur so gibt es die volle Auswahl an Schemes und somit die Möglichkeit, die Auswahl perfekt ans eigene Deck anzupassen.

Okay, zugegeben, Archenemy ist kein Einsteigerprodukt, sondern definitiv etwas für Magic-Kenner, die ihre Spielmöglichkeiten erweitern wollen. Für die stellt sich aus meiner Sicht aber nur die Frage, ob sie die Chance haben wollen, als übermächtiger Fiesling gleich drei oder vier Freunden gleichzeitig so richtig einzuheizen. Wenn ja, ist diese Sonderedition ein absolutes Must-Have.

Datenbank:0.0013 Webservice:0.1104 Querverweise:0.0083 Infos:0.0008 Verlag,Serie:0.0005 Cover:2.9465 Meinungen:0.0004 Rezi:0.0001 Kompett:3.0685

 

Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Englisch

Serie:

Magic: The Gathering

Autor:

Nagle, Kenneth

Verlag:

Wizards of the Coast

Erschienen:

Jun. 2010

Kritiker:

Thomas Pichler

ISBN:

0-786-95721-2

ISBN(13):

978-0-7869-572-7

EAN:

9780786957217

Typ:

Kartenspiel

 

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