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Executive Action

Doyle, Richard

Rezension von sgo

(Englische Originalversion): Ein Mann wird fast ertrunken am Strand von Florida entdeckt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach seinem Erwachen gibt er an, der neugewählte Präsident der Vereinigten Staaten Jack Meade zu sein. Dies wird ihm natürlich nicht geglaubt und er wird wegen seiner offensichtlichen Geisteskrankheit medikamentös behandelt. Schließlich ist der Präsident täglich im TV zu sehen und erfreut sich bester Gesundheit. Der Patient in Florida sieht ihm zwar ähnlich, kann aber nur ein Verrückter sein.
Bevor man ihm sein Hirn durch Psychopharmaka entgültig weich kochen kann entflieht Jack aus dem Hospital und begibt sich unter falschem Namen nach Washington. Dort will er die Amtseinführung seines Doppelgängers verhindern. Und damit legt er sich mit dem mächtigsten Mann Amerikas an. Ohne jede Unterstützung hat Jack offensichtlich keine Chance...
Zunächst hat mir das Buch wegen seiner Konstruiertheit nicht sonderlich gefallen. Wie sollte es auch möglich sein einen Präsidenten auszutauschen ohne das es jemandem auffällt ? Ganz abgesehen von der körperlichen Ähnlichkeit (welche ja jederzeit mit Photographien überprüft werden könnte) gibt es bei einem Politiker ja ein undurchschaubares Beziehungsgeflecht mit Parteifreunden und Wahlkampfteam, welches ein Außenseiter wohl kaum nachvollziehen könnte. Und der Mann ist verheiratet, spätestens seine Frau müsste doch etwas merken ? Immerhin hat sich der Autor über diese Fragen ebenfalls seine Gedanken gemacht und bietet nach und nach logische Antworten, womit die Story akzeptabler wird.
Und Jacks Reaktionen sind anfangs eher dumm: statt sich die Unterstützung von Freunden zu sichern hetzt er sinnlos durch die Gegend und fällt hysterisch irgendwelche arme Sekretärinnen an. Nach erfolgreicher Zementierung seines Rufes als entsprungener Irrer schläft er dann noch ein paar Tage in Kanalschächten, damit er vernünftig verlottern kann und ihn niemand mehr als Präsident erkennen würde.
Mitunter hat man den Eindruck als ginge es mehr um eine Sightseeingtour durch Washington und dem Weißen Haus als um einen Krimi. Genüsslich breitet der Autor allerlei Anekdoten über den amerikanischen Regierungssitz aus und hat selbst einige Worte für Teppiche und Tapeten-Muster übrig. Leider widmet er dabei den Beschreibungen der Räumlichkeiten mehr Aufmerksamkeit als dem Vorantreiben der Handlung. Dafür erfährt man eine Menge über die Verwaltungsstrukturen der U.S.-Regierung. Der Autor springt in der Erzählung ständig zwischen vielen verschiedenen Personen hin und her, so das man trotz der komplexen Handlung dem Fortlauf der Geschichte gut folgen kann.
Fast schon realsatirisch ist der beschriebene Präsident: Angepriesen als Mischung aus Kennedy und Reagan gewinnt er seinen Wahlkampf mit Parolen wie „America Awake“ (Deutschland erwache ?) und anderem leicht faschistoidem Nonsens. Sollte man wohl bei Amerikanern nicht allzu ernst nehmen...
Etwas seltsam ist es, das im Buch Meade bei der Wahl im Jahr 2000 als Demokrat einen republikanischen Präsidenten ablöste. Da das Buch 1998 fertig gestellt wurde hat ja eigentlich schon seit 6 Jahren Clinton regiert und der war ja selber Demokrat. Wozu diese Geschichtsverfälschung dienen sollte ist mir nicht ganz klar geworden.
Der Doppelgänger des Präsidenten macht übrigens beim Regieren eine Menge Fehler: so kündigt er die Abrüstungsverträge mit den Russen, nimmt die Atomtests wieder auf und erhöht drastisch den Militäretat. Damit wäre er wohl immer noch ein besserer Präsident als Bush...

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Englisch

Ort:

U.S.A.

Zeit:

2000

Autor:

Doyle, Richard

Verlag:

Arrow Books Limited, London

Erschienen:

Jan. 1999

Kritiker:

sgo

ISBN:

0-099-26994-5

ISBN(13):

978-0-0992-699-6

EAN:

9780099269946

Typ:

Taschenbuch

 

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