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Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons, Band 2

Greenwood, Ed; Lowder, James; Moore, Roger E.; Bolme, Ed

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Dungeons & Dragons"

Fantasy-Fans bekommen mit dem zweiten Band der Reihe Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons von Panini erneut eine Auswahl von Geschichten präsentiert, die sie in verschiedene Hintergrundwelten des bekannten Rollenspiels entführen. Dabei gesellt sich zu jenen drei Welten, die schon im ersten Band mit einer Story vertreten waren, diesmal auch ein Ausflug in D&Ds Horror-Szenario Ravenloft – einen aus einer anderen Welt bekannten Untoten gleich inklusive.

Die erste Geschichte entführt auch diesmal in die Vergessenen Reiche. Der Leser darf den Erzmagier „Elminster auf dem magischen Jahrmarkt“ erleben, in Begleitung der Bardin Sturm Silberhand. Der eigentliche Sinn der Reise ist freilich nicht Unterhaltung, sondern das Beschaffen eines Gegenstandes, dem nicht nur Elminster große Bedeutung beimisst. So darf es nicht verwundern, dass es bald zu einem magischen Kräftemessen mit offenkundig nicht unerwarteten Angreifern kommt. Doch der eigentliche Hintermann dieser Angriffe zeigt sich aber erst später. Schön an dieser Geschichte ist, dass auch für D&D-ahnungslose schnell klar gemacht wird, dass Elminster in der Magier-Oberliga spielt und es demnach magisch richtig zur Sache geht. Weniger glücklich ist freilich, dass Sturm für Nichteingeweihte eher als weitgehend harmlose Begleiterin rüberkommt denn als jene mächtige Figur, die sie eigentlich ist. Dafür sieht sie teils sehr nach alter Hex‘ mit aufgespritzten Lippen aus. Und während ersteres technisch gesehen gar nicht so falsch ist, trübt letzteres als Symptom eines eigenwilligen Zeichenstils doch etwas die Freude am Band.

Als nächstes folgt ein Spiel nach „Hausregeln“ in einem Lokal in Sithicus, einer Gegend in Ravenloft. Gewiefte Spieler würfeln dabei um hohe Einsätze und versuchen nicht zuletzt, sich durch die Regeln des Spiels auszutricksen. Doch mit Sonnenuntergang steigen die Einsätze nochmals, denn da steigt Lord Soth ins Spiel ein – der, wie eine geschlagene Spielerin bemerkt, „die Hausregeln für ganz Sithicus festlegt“. Während sich nun D&D-Kenner denken können, dass die Story durchaus unterhaltsam ist, ist die Zielgruppe klar auf eben jene begrenzt. Ob einem Gelegenheitsleser klar wird, worum es hier eigentlich geht, darf doch eher bezweifelt werden.

„Einen Steinwurf entfernt“ spielt in der Welt der Drachenlanze, wo am Abendtisch unter anderem eine gewisse Kitiara einer Erzählung des Kenders Tolpan Barfuß lauscht. Er berichtet von einer abenteuerlichen Woche mit einem seltsamen magischen Ring, der ihn schrittweise über den richtig los, mit Fluchtversuchen, einem dämonischen Prinzen des Abyss und einem geradezu spektakulär banalen Heimreise. Doch das ist wohl alles nur eine Kender-Lügengeschichte – oder? Auch einem unbedarften, aber aufmerksamen Leser sollte klar werden, dass Tolpan hier als typischer Kender vorgestellt wird, furchtlos, zwar nicht gierig, aber doch diebisch wie eine Elster und der Wahrheit offenbar so verbunden wie ein moderner Politiker. Insofern also eine gute Wahl für den Band und letztendlich sein Highlight – wenngleich Drachenlanze-Kenner grübeln dürften, wann in der Drachenlanze-Zeitlinie die Geschichte angesiedelt ist.

Zum Schluss folgt noch ein Ausflug nach Eberron, in dem es fast ganz klassisch um das Aufeinandertreffen der Kräfte zweier Reiche geht. Nach einer Reihe von Karawanenüberfällen, wird ein Aundarer Trupp losgeschickt, dem Problem auf den Grund zu gehen. Doch diesem steht ein Mönch vom Lande zur Seite, für den „Das Gewicht des Wassers“ eine tiefere Bedeutung hat. Eben dieser bewährt sich nicht nur als Späher, sondern auch als Taktiker – denn wenn eine Höhle zu stürmen ist, gibt es bisweilen bessere Alternativen zu einem verlustreichen Sturm. Die Idee dieser Story ist zwar durchaus originell, ob sie aber wirklich ein besonderes Eberron-Highlight ist? Ich für meinen Teil habe eher das Gefühl, dass die Geschichte mit kleinen Änderungen auf fast jede Fantasy-Welt portiert werden könnte. Im Band-Kontext grenzt das an eine Themenverfehlung.

Im Gegensatz zur Vergessene-Reiche-Geschichte kann ich mich für die anderen drei Storys grafisch durchaus erwärmen, wenngleich ich keine davon in die Riege höchster Comic-Kunst einordnen würde. Solide und den drei Beiträgen angemessen ist die Grafik aber allemal und mehr würde ich bei einem D&D-Comicband zugegebener maßen nicht erwarten.

Unterm Strich bietet dieser Band passable Unterhaltung, kann aber nicht wirklich glänzen. Zwei Storys scheitern daran, die jeweilige Welt unbedarften Lesern wirklich näher zu bringen, während die Elminster-Geschichte die zweite Hauptfigur nicht wirklich gut vermittelt. Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons sollte für mich eher so aussehen wie Tolpans Abenteuer: Eine abgeschlossene Geschichte, die auch wirklich einen Aspekt der Spielwelt vermittelt. Ein Highlight in vier Abschnitten reicht aber nicht zu mehr als Mittelmaß.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Dungeons & Dragons

Autor:

Greenwood, Ed

Verlag:

Panini, Stuttgart

Erschienen:

Aug. 2009

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Softcover

 

Ed Greenwood

 

Ed Greenwood wurde 1959 in Toronto, Kanada, geboren und gilt als der Vater der “Forgotten Realms” Fantasy Welt ab 1975. Diese ist vor allen den Rollensspielern des Systems „Dungeons & Dragons“ und deren Nachfolgern (AD&D, d20, D&D 3rd) aus den Verlagen „TSR Inc.“ und „Wizards of the Coasts“ gut bekannt [mehr]

 

Dungeons & Dragons

 

Wohl das älteste bekannte Rollenspiel trägt diesen Namen und erschien 2000/2001 in neuer Fassung, der 3rd Edition unter dem selben Namen.

Mehr Informationen zu diesem Rollenspiel sind unter Advanced Dungeons & Dragons zu finden. [mehr]

 

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