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Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons, Band 1

Salvatore, R. A.; Hickman, Tracy; Weis, Margaret; Baker, Keith

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Dungeons & Dragons"

Ein Comic-Band, den mit Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons, Band 1 eher ein Versprechen als ein Titel ziert, legt sich die Unterhaltungs-Latte selbst sehr hoch. Je eine Geschichte aus drei Spielwelten des bekannten Rollenspiels ist dazu gedacht, Leser zu begeistern. Vergessene Reiche, Drachenlanze und Eberron ist dabei de Mischung des Fantasy-Cocktails, der damit die Chance hat, verschiedene Geschmäcker zumindest in Teilen zu treffen.

Der erste Teil der D&D-Mischung ist mit „Das dunkle Spiegelbild“ eine Geschichte um den wohl bekanntesten Dunkelelfen der Vergessenen Reiche, Drizzt Do’Urden. Er wird in den Kampf eines Dorfes gegen Orks und Oger verwickelt und trifft dadurch auf Nojheim, einen ungewöhnlichen, weil gar nicht bösartigen, Goblin. Dessen hartes Los widerstrebt Drizzt und damit könnte die Geschichte wirklich interessant werden. Allerdings dient der Goblin letztendlich nur dazu, über fragwürdige Weisheit und einem eigenwilligen Gerechtigkeitssinn eine innere Zerrissenheit beim Publikumsliebling Drizzt zu inszenieren. Das tragische Los Nojheims, der das noch extra aufgebauschte Klischee immer böser Goblins bricht, wird so ausgerechnet und ganz klar als Randnotiz im Leben des seit gut 20 Jahren bestens vermarkteten Aushängeschilds (teils klischeehafter) Klischeebrecherei abgehandelt – mehr gibt es wohl nicht zu sagen. Außer vielleicht der Fairness halber, dass der Sammelband nach der Salvatore-Geschichte deutlich besser wird.

Als zweite Welt bekommt Krynn, die Welt der Drachenlanze, ihren Auftritt, mit einer Geschichte, die ursprünglich vom Duo Weis und Hickman stammt. „Das Vermächtnis“ dreht sich um den angehenden Magier Palin, Sohn des Helden Caramon und Neffe des Schwarzmagiers Raistlin. Dieser Mann, der einst die Götter selbst herausgefordert hat, sei noch am Leben, sagen die Vorstände der Magierorden Krynns. Deshalb führt Dalamar, Leiter der Schwarzen Roben und einst Raistlins Schüler, Palin und Caramon zum Turm der Erzmagier in Palanthas. Dort sieht sich Palin mit den Tricks der Magier konfrontiert, was eine schwere Prüfung für ihn bedeutet. Doch auch für Dalamar nimmt der Ausflug eine überraschende Wendung. Das ist ein echtes Schlüsselereignis aus der langen Drachenlanze-Geschichte und inhaltlich eine würdige Wahl für diesen Band. Allerdings ist die Frage, wie nachvollziehbar das für Drachenlanze-Neulinge oder auch die heutigen Spieler- und Lesergenerationen letztendlich ist. Eine erklärende Einleitungsseite hätte da wahrlich nicht geschadet.

Das Beste kommt in diesem Sammelband zum Schluss, in Form einer Story von Keith Baker. „Das Auge des Wolfs“ entführt in die techno-magische Welt Eberron und dreht sich um die Kriegerin Graukell, die ihre Heimat Cyre durch eine magische Katastrophe verloren hat. Sie erinnert sich durch ein zufälliges Treffen an die letzte Mission, auf die sie sich für Cyre begeben hat und die sie selbst dramatisch verändert hat. Eine große Stärke dieser Geschichte ist, dass Eberron-Eigenheiten sanft genug auch für Leser ohne große Vorbildung eingeführt werden – ob nun dortige Nationen, die Kriegsgeschmiedenten als Rasse intelligenter Konstrukte mit freiem Willen oder die Tatsache, dass die Frage nach gut und böse nicht so simpel zu beantworten ist, wie das in den Vergessenen Reichen oft der Fall ist. Als einzige Geschichte des Bandes suggeriert das Ende in diesem Fall eine baldige Fortsetzung, und das trifft sich gut – denn diese Story macht wirklich Lust auf mehr.

Grafisch bietet der Band ebenfalls drei Teile entsprechend den drei Geschichten. Dabei treffen die eher düsteren Illustrationen von „Das dunkle Spiegelbild“ gut die Stimmung, die der Geschichte innewohnen sollten und stellen diese somit letztlich in den Schatten. Optisch weniger ansprechend erscheint mir „Das Vermächtnis“, denn zu sehr haben die Charaktere etwas von kränklichen Karikaturen. Das ist in Raistlins Falle zwar angebracht, aber mit der Darstellung insbesondere Dalamars kann ich mich so gar nicht anfreunden. Außerdem frage ich mich, warum man nicht in der Lage war, ein „Drachenlanze“- statt einem „Dragonlance“-Logo zu finden und zu nutzen. Am meisten sagt mir letztendlich auch grafisch die Eberron-Geschichte zu. Der Stil ist nicht übertrieben düster und dankswerter Weise auch keineswegs überzeichnet, mit einer weiblichen Heldin, der man die Kriegerin auch abkauft - grundsolide Fantasy eben.

Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons, Band 1 bietet insbesondere für Eberron, was der Titel verspricht. „Das Auge des Wolfs“ macht richtig Lust auf eine mögliche Fortsetzung. Die Drachenlanze-Story zeigt ein wirklich wichtiges Ereignis aus der entsprechenden Welt und hat somit ihren Platz im Band wirklich verdient. Die Geschichte aus den Vergessenen Reichen ist eigentlich verzichtbar und D&D-Puristen dürfen zu Recht fragen, was eigentlich mit der Welt von Greyhawk ist. Darüber kann man aber hinweg sehen – dank der auf sehr unterschiedliche Arten perfekt passenden Geschichten aus Eberron und Krynn ist dieser Band doch sein Geld wert.

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Aufgrund der Sammelnatur des Bandes noch eine Aufschlüsselung zum jeweiligen Eindruck der drei Geschichten:
„Das dunkle Spiegelbild“ 3/6 (gute Optik)
„Das Vermächtnis“ 4/6 (schwache Optik)
„Das Auge des Wolfs“ 6/6

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Dungeons & Dragons - diverse

Serie:

Dungeons & Dragons

Autor:

Salvatore, R. A.

Verlag:

Panini Comics

Erschienen:

Mar. 2009

Kritiker:

Thomas Pichler

ISBN:

3-866-07740-8

ISBN(13):

978-3-8660-774-9

EAN:

9783866077409

Typ:

Softcover

 

Tracy Hickman

 

Tracy Hickman wurde in Salt Lake City, Utah, am 26. November 1955 geboren. Er graduierte an der High School Provo 1974. 1975 diente Tracy zwei Jahre als Missionar für die Kirche von Jesus Christ of Latter Day Saints (die Mormonen). Dies führte ihn erst nach Hawai und kurz darauf nach Indonesien [mehr]

 

Margaret Weis

 

Margaret Weis wurde in Independence, Missouri geboren und wuchs dort auf. Sie besuchte die Universität von Missouri, Columbia, und graduierte 1970 mit einem BA im kreativen Schreiben. Weis arbeitete für fast dreizehn Jahre bei Herald Publishing in Independence, wo sie als Korrektor begann und als redaktioneller Direktor der Geschäftspresseabteilung ihre Anstellung beendete [mehr]

 

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