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Malleus Monstrorum

Aniolowski, Scott David; Heller, Frank

Rezension von nemo
Aus der Reihe "Cthulhu"

Monsterhandbücher gehören zum Rollenspiel-Hobby, wie die Enthaltsamkeit zum Papst, da darf natürlich für die neue Auflage von Deutschlands erfolgreichstem Horror-Rollenspiel Cthulhu, so ein Werk nicht fehlen. „Malleus Monstrorum“ heißt dieses Werk und selten war ein Name für ein Quellenbuch passender, denn das cthuloide Kreaturenbuch ist wirklich ein dicker Brocken geworden mit seinen 504 Seiten. Auf jeden Fall kann dieses Buch schon mal den Titel „Dickster Brocken im Rollenspiel-Regal“ beanspruchen. Doch wie man so schön sagt, kommt es ja nicht auf die Größe an, sondern aufs Können. Was das „Malleus Monstrorum“ kann, werde ich jetzt ein wenig näher beleuchten.

Das Team um Chef-Redakteur Frank Heller haben sich mit der 2. Edition des „Malleus Monstrorum“ nicht weniger vorgenommen, als alle bekannten Kreaturen aus dem Cthulhu-Mythos in einem Buch zu vereinen. In akribischer Kleinarbeit wurden alle möglichen Quellen gesichtet und es sind sage und schreibe 331 Monster und Kreaturen zusammengekommen.

Nach einer kurzen Einführung, in der unter anderem das Format der Monsterbeschreibungen und ein paar Tipps zu Aussprache der cthuloiden Kreaturen genannt werden, geht es gleich zur Sache. Der Monsterkatalog des unvorstellbaren Grauen ist in zwei Kategorien unterteilt.
Der erste Teil widmet sich den Kreaturen des Mythos, während die letzten 262(!) sich mit den Gottheiten des Mythos auseinander setzen. Die Einträge der einzelnen Kreaturen sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut. Eingerahmt werden diese durch ein Intro und ein Outro, kurze Geschichten, manche sogar aus der Feder bekannter Autoren, wie Andreas Gruber und André Wiesler. Diese kurzen Texte sollen dem Spielleiter ein wenig die Stimmung der Kreatur vermitteln und ihm zeigen, wie er sie anspruchsvoll in seine Abenteuer einbauen kann.
Es folgt Beschreibung und Hintergrund zu der Kreatur, sowie einige seine speziellen Angriff.
In einem Kasten findet man dann alle spielrelevanten Werte, wobei diese gegenüber dem Vorgänger nochmals überarbeitet worden sind.
Gelegentlich lockern einzelne Abenteuerideen das Buch auf und auch die Tagebücher des Sir Hansen Poplan wurden wieder im „Malleus Monstrorum“ aufgenommen, diesmal aber als handschriftliche Tagebuchauszüge, was zwar sehr atmosphärisch rüberkommt, worunter aber ein Stückweit die Lesbarkeit der Texte leidet.

Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Kreaturen das „Malleus Monstrorum“ beinhaltet, doch einen kleinen Makel hat das Werk in meinen Augen, denn auf „normale“ Monster und Tiere wurde aufgrund des Platzmangels verzichtet. Im Vorwort schreibt Frank Heller, dass solche Kreaturen in einem Buch über cthuloide Wesenheiten nichts zu suchen haben. Eine Tatsache, die ich zwar im Kern verstehen kann, aber sehr schade finde, denn ich persönlich mag es Cthulhu-Abenteuer zu leiten/spielen, in denen der Mythos mal nicht vorkommt.

Ein dickes Lob muss ich für die grafische Gestaltung des „Malleus Monstrorum“ aussprechen.
Für jede Kreatur gibt es eine passende Illustration, wobei es sich dabei um Fotos, alte Werbung, Figuren, Kupferstiche und allem handeln kann, was in Verbindung zu der beschriebenen Kreatur steht. Dabei wird die Grenze zwischen Spiel und Realität ständig übertreten, was den Leser das eine oder andere mal zum Nachdenken bewegt.

So wie das Cthulhu-Redaktionsteam mit dem „Waffenhandbuch“ ein deutsches Referenzwerk in Sachen Waffen geschaffen hat, wurde mit dem „Malleus Monstrorum“ ein Buch über die Kreaturen des Mythos veröffentlicht, an dem kein Fan der Werke von H.P. Lovecraft (und der vielen anderen Autoren, die sich an dem Mythos beteiligt haben) vorbei kommen wird, egal ob er nun Cthulhu spielt oder nicht. Ich finde es lediglich ein wenig schade, dass man auf die nicht-cthuloiden Monster und Tiere verzichtet hat, weil man es damit versäumt hat, wirklich ein vollständiges Kreaturen-Nachschlagewerk für Cthulhu-Spieler zu veröffentlichen.

Datenbank:0.0013 Webservice:0.1033 Querverweise:0.0122 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0006 Cover:0.0001 Meinungen:0.0010 Rezi:0.0001 Kompett:0.1198

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Schwierigkeit:

(keine Angabe)

Spielspaß:

(Spannend)

Brutalität:

(keine Angabe)

Aufmachung:

(Extrem gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Cthulhu

Autor:

Aniolowski, Scott David

Verlag:

Pegasus Press, Friedberg

Erschienen:

Okt. 2008

Kritiker:

nemo

ISBN:

3-939-79465-1

ISBN(13):

978-3-9397-946-3

EAN:

9783939794653

Typ:

Quellenband

 

Frank Heller

 

Frank Heller wurde 1974 in Göttingen geboren. Er gehört seit 1999 zum Cthulhu-Autorenteam und ist seit September 2002 im Verlag Pegasus der verantwortliche Cthulhu-Chefredakteur und beendete nebenher sein Jura Studium. Diese Rolle übernimmt er auch in dem von ihm im Oktober 2001 gegründeten offiziellen Cthulhu-Magazins "Cthuloide Welten" [mehr]

 

Cthulhu

 

Der Cthulhu Mythos basiert auf den Erzählungen von H. P. Lovecraft, einem Horrorautor, der in den 1920ern seine Stories verfasste. Zu seinen Lebzeiten erschien nur ein einziges Werk (The shadow over Innsmouth); sein Ruhm als Meister des Unheimlichen wuchs in nachfolgenden Jahren, als immer mehr seiner Geschichten veröffentlicht wurden.
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