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X3 - The Terran Conflict

Egosoft; Deep Silver

Rezension von Cronn

Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2938, das Jahr, in welchem ich der intergalaktischen Bedrohung Einhalt gebieten werde. Doch soweit bin ich noch lange nicht. Mir mangelt es an Ausrüstung, Ressourcen und vor allem Fabrikkapazitäten.
Ich sitze an Bord meines kleinen Handelsraumschiffes und befinde mich im Landeanflug auf die Nahrungsmittelfabrik, die im Orbit um den Planeten Uranus kreist. Uranus hängt wie ein blaugrünes Riesenjuwel am schwarzen Allhimmel, der durchwirkt ist von Sternen. Ein Ring, bestehend aus großen und kleinen Asteroiden zieht sich rings um seine Äquatorialebene, so dass es aussieht, als hätte Uranus eine Bauchbinde umgeschnallt.
Die Nahrungsmittelstation hat auf meinen Funkspruch reagiert, in welchem ich um Landeerlaubnis gebeten habe. Ein grünes Landelicht leuchtet auf, gefolgt von einer Markierungsspur im All, die Landelichtern gleich mir den Weg zur Landebucht weist. Sehr praktisch.
Zur entspannenden Musik fliege ich behutsam näher, schwenke auf die Flugbahn ein, die mich sicher zur Landebucht bringen soll.
Doch plötzlich durchziehen farbige Laserstrahlen das All. Ich werde beschossen!
Mit einem Schwenk bringe ich mich aus der Gefahrenzone und breche somit den Landeanflug ab. Meine Laserwerfer sind in wenigen Sekundenbruchteilen bereit, und so kann ich mich in den Kampf werfen.
Der Gegner ist schnell ausgemacht. Das Feindschiff hängt mir an der linken Seite, bestreicht meinen Schutzschild mit einer schnellen Folge von Lasersalven. Aber der Schutzschild hält – noch. Ich mache eine Rakete scharf und suche mit waghalsigen Manövern den Feind in die Reichweite meiner Scanner zu bekommen.
Geschafft! Der Waffenscanner setzt auf das gegnerische Schiff auf und lockt sich fest. Per Tastendruck jage ich die Rakete dem Feind entgegen. Ich kann sehen, wie er versucht zu entkommen, aber zu spät. Die Rakete frisst sich durch seinen Schutzschild und bohrt sich in seine Stahlhülle. Mit einer gewaltigen Explosion wird das Feindschiff zerrissen.
Ich sammle die herumfliegenden Container mit Waren ein, die das explodierende Schiff in alle Himmelsrichtung verstreut hat und setze dann meinen Landeanflug fort.
Die Waren werde ich sicher gewinnbringend auf der Station verkaufen können.

So könnte eine Szene aus „X3 - The Terran Conflict“ sich anfühlen, dem neuen PC-Game aus dem Hause Egosoft, das von dem Publisher Deep Silver (Koch Media GmbH) vertrieben wird.
Egosoft hat sich einen Namen gemacht mit den „X“-Simulationen, die von Mal zu Mal ausgefeilter und auch komplexer wurden. Zuletzt erschien mit „X3“ das Vorgängerspiel zum Abschlussteil „X3 - The Terran Conflict“, was nun zum Test vorliegt.

Spielhintergrund:
Die Story war bislang in jedem X-Spiel vorhanden, war aber nie besonders innovativ. „X3 - The Terran Conflict“ macht da keine Ausnahme.
Vor langer Zeit wurden Terraforming-Maschinen ins Weltall ausgesandt. Diese wandten sich aber eigenmächtig gegen das Prinzip des Lebens und sind nun eine Gefahr für die Existenz jeglicher Lebensform in der Galaxis. Die Quelle der sich selbst reproduzierenden Terraforming-Schiffe zu bekämpfen gilt das Hauptaugenmerk des Spielers in „X3 - The Terran Conflict“.
Die Story ist nicht besonders innovativ, wie schon gesagt. Doch das ist nur von geringer Bedeutung, denn zum einen motiviert diese dennoch bis zum Schluss und andererseits kann man jederzeit vom Pfad der Hauptmission abweichen und sein eigenes Ding durchziehen und später jederzeit wieder zum Pfad der Hauptmission zurückkehren. Völlige Freiheit in Sachen Missionsdesign ist hier also gegeben, was den Entdeckerdrang unterstützt.
Das heimliche Ziel von „X3 - The Terran Conflict“ ist es aber, dass der Spieler sein Schiff aufrüstet, Handel treibt, Kopfgeld kassiert, Weltraum-Bergbau treibt, eigene Fabriken gründet und schließlich ein eigenes Wirtschaftsimperium mit einer selbstständig agierenden Handelsflotte aufbaut.
All das steckt in „X3 - The Terran Conflict“, ein gewaltiger Kraftakt, den sich Egosoft vorgenommen hat und wofür man dem Entwicklerteam Mut zusprechen muss. Aber wie gut ist es gelungen?

Spielsteuerung und Spielablauf:
„X3 - The Terran Conflict“ kann auf verschiedene Weisen gesteuert werden. Die alten Hasen des Weltraum-Simulations-Genres werden nicht auf ihre geliebte Joystick-Steuerung verzichten wollen. Diese wird auch unterstützt.
Doch wie schon im Vorgänger „X3“ ist auch in „X3 - The Terran Conflict“ eine vollauf funktionale Maus-Steuerung implementiert. Per Maustaste schaltet man um, kann also Menüs bedienen oder das Schiff steuern. Das gelingt nach kurzer Eingewöhnung sehr gut.
Die Menüs befinden sich unter kleinen Icons versteckt auf dem Hauptbildschirm. Hier ist es nötig, dass man das beigelegte Handbuch zu Rate nimmt und sich eingehend mit der Steurung beschäftigt. Erst nach einiger Zeit wird man alle Möglichkeiten und faszinierenden Steuerungseinheiten nutzen können. Je tiefer man in die Welt von „X3 - The Terran Conflict“ einsteigt, desto mehr wird man feststellen, wie komplex und somit vielfältig die Wege sind, die man bestreiten kann.
Dies mag für den einen frustrierend sein, denn Anfänger werden mit „X3 - The Terran Conflict“ anfangs überfordert sein – aber andererseits ist „X3 - The Terran Conflict“ ein Spiel, das für eine sehr lange Zeit motiviert. Die Spieldauer mit 50 Stunden anzugegeben, wäre untertrieben. „X3 - The Terran Conflict“ kann man Monate spielen, ohne dass man alles gesehen hat, ohne dass alle Situationen sich ergeben haben. „X3 - The Terran Conflict“ ist ein Spiel für eine sehr, sehr lange Zeit. Und das ist gut so!
Wenn man sich allerdings lediglich auf die Hauptmission beschränkt, ist „X3 - The Terran Conflict“ durchaus überschaubar und in geschätzten 20 bis 30 Stunden zu schaffen.
Die Spielweise lässt sich individuell anpassen. Jeder Spieler kann „X3 - The Terran Conflict“ so spielen, wie es ihm zusagt. Entweder wird er Händler, Kopfgeldjäger, Wirtschaftsmagnat, Bergbau-Ingenieur im All und so weiter. Durch die Möglichkeit eigene Fabriken zu errichten und Schiffe zu kaufen, die selbstständig Handelsrouten abfliegen ergibt sich eine weitere Dimension für „X3 - The Terran Conflict“-Spieler.
Es ist kaum möglich die vielen Quests und Möglichkeiten des Spiels zu beschreiben, da ansonsten der Rahmen einer Rezension gesprengt werden könnte.
„X3 - The Terran Conflict“ bietet viel, ist aber komplex und durchaus fordernd in der Steuerung dieser Komplexität.

Grafik und Sound:
Die Grafik von „X3 - The Terran Conflict“ ist atemberaubend. Verwendung findet die Grafikengine von „X3“, die nochmals getuned wurde.
Damit sind wahrlich imponierende Raumschiffdesigns und Weltraumstationen möglich. Die Planeten im All sehen unglaublich realistisch aus. Besser kann ein Blick aus der ISS auch nicht sein!
In keinem Spiel wurde der Weltraum schöner dargestellt als in „X3 - The Terran Conflict“. Die Schönheit des Alls mit all ihren Licht- und Schatteneffekten, den farbigen Nebeln und Planeten hat natürlich ihren Preis. Ein potenter PC-Bolide muss hier arbeiten, um alle Effekte in akzeptabler Geschwindigkeit darstellen zu können.
Aber auch mit heruntergedrehten Einstellungen sieht „X3 - The Terran Conflict“ immer noch sehr gut aus und es macht Spaß majestätisch an den gewaltigen Raumstationen vorüberzucruisen.
Der Sound-Bereich ist an das Genre angepasst. Es gibt wunderbar atmosphärische Soundkollagen, die Laser- und Raketeneffekte passen und sind in sich stimmig. Damit wirkt er auf den ersten Blick nicht so berauschend, ist aber völlig ausreichend und passt zu der Weltraum-Thematik.

Fazit:
„X3 - The Terran Conflict“ ist ein großes Spiel geworden. Der Abschluss der „X“-Reihe ist zugleich auch der Höhepunkt. Er vereint in sich Komplexität mit Steuerungs-Vereinfachung in vielen Bereichen, ein riesiges Maß an Freiheit und einen Spielspaß, der für eine gewaltige Zeit ausreicht.
„X3 - The Terran Conflict“ ist das Spiel für Weltraum-Fans, die nicht ständig Explosionen und Storywendungen brauchen, um an dem Genre Spaß zu haben. Wer „Elite“ mochte, wird „X3 - The Terran Conflict“ ebenfalls lieben.
Kaufen ist für Weltraum-Sim-Fans absolute Pflicht!

USK-Einstufung: Freigegeben ab 12 Jahren gem. §14 JuSchG

Systemvoraussetzungen:
Windows XP/Vista
2,0 GHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
ab 1 GB RAM Speicher
256 MB DirectX 9-kompatible 3D-Grafikkarte (nicht onboard) mit Pixel Shader 1.1
DVD Laufwerk erforderlich
Windows XP (SP-2)/ Vista (SP 1), 7.6 GB freier Festplattenspeicher,
Soundkarte (Surround-Sound-Unterstützung empfohlen)
Maus und Tastatur oder Joystick (optionale Force-Feedback-Unterstützung) oder Gamepad


Screenshots:
X3 - The Terran Conflict (PC)

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Copyrights Screens by Deep Silver

zur offiziellen Produkt-Webseite: bitte hier klicken.

Datenbank:0.0009 Webservice:0.1224 Querverweise:0.0039 Infos:0.0003 Verlag,Serie:0.0003 Cover:0.0001 Meinungen:0.0003 Rezi:0.0000 Kompett:0.1284

 

Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Schwierigkeit:

(Anstrengend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Jugendfrei)

Grafik:

(Extrem gut)

Sound:

(Gut)

Spieltiefe:

(Extrem gut)

Steuerung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Egosoft

Verlag:

Koch Media GmbH

Erschienen:

Okt. 2008

Kritiker:

Cronn

Typ:

Computerspiel

 

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