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Uro

Faldbakken, Stefan; Broch, Cleve Nicolai; Torp, Dahl Ane; Zeyan, Amed

Rezension von sgo

HP arbeitet als verdeckter Ermittler für die finnische Antidrogen-Einheit URO und ist dank seiner aktiven und zupackenden Art dabei, Karriere zu machen. Sein Chef sieht in ihm einen würdigen Nachfolger, und eigentlich läuft es beruflich für HP richtig gut. Irgendwie geht aber einiges schief, als er eine alte Schulfreundin wieder trifft. Sie arbeitet in einer Bar, welche gelegentlich als Umschlagplatz für Drogengeschäfte missbraucht wird. Die Bekanntschaft mit ihr öffnet HP nun Türen zum organisierten Verbrechen, und erstmals sieht er eine Chance, an die Hintermänner des finnischen Drogenhandels heran zu kommen. Sollte aber sein Doppelleben auffliegen, bringt er aber nicht nur sich, sondern auch seine Freundin Mette in Gefahr. Wie soll er sich verhalten?

Dieser Film hat den geschmackvollen Untertitel: “Brutalität hat einen neuen Namen”, wird diesen Anspruch allerdings nur bedingt gerecht. Es wird zwar durchaus unschön hingelangt, insgesamt schlägt jeder amerikanische Durchschnitt-Krimi in Sachen Brutalität URO aber um Längen. Dies ist keineswegs abwertend gemeint, denn einen weiteren öden Brutalo-Streifen hätte die Welt meines Ansicht nach sowieso nicht gebraucht. Leider setzt das Marketing derartig einseitig auf die Gewalt-Masche, das sich vermutlich nur das falsche Publikum für diesen Film interessiert. HP mutiert im Klappentext denn auch zu einem „Bad Boy“ mit krimineller Vergangenheit, welcher nur unter Zwang für die Polizei arbeitet. Dies ist völlig falsch und geht an der filmischen Wahrheit vorbei.

Dem Film geht es keineswegs um eine möglichst rekordverdächtige Ansammlung von blutigen Untaten, sondern eher um die Frage, wie weit ein verdeckter Ermittler gehen darf, um sich eine Position in der Unterwelt zu sichern. Schließlich geht es hierbei nicht nur um seine Arbeit oder seine Karriere; sollten ihm die Drogenhändler auf die Schliche kommen wäre er so gut wie tot. Darf er zum Schutz seines Lebens Unbeteiligte schädigen und Freunde verraten? In dieser Grauzone bewegt sich HP, und daher ist „URO“ trotz eines etwas merkwürdigen Filmendes durchaus ein interessanter Film geworden.

Als Specials gibt es dann noch ein „Making of“, nicht verwendete Szenen sowie ein Interview mit dem Regisseur Stefan Faldbakken. Im Gedächtnis geblieben ist mir allerdings ein anderes Special: die Hauptdarstellerin lässt sich von einem echten Drogenabhängigen den Gebrauch einer Heroinspritze zeigen, um sich auf ihre Darstellung einer Süchtigen vorzubereiten. Unaufgeregt erzählt er dabei bereitwillig von seinem verkorksten Leben. Ein überraschend würdevoller Auftritt und absolut sehenswert.

Klappentext: „ URO – Brutalität hat einen neuen Namen. Nach „PUSHER“ der neue Knaller aus Skandinavien. HP bekommt von der Polizei die Chance, seine kriminelle Vergangenheit hinter sich zu lassen, wenn er einwilligt als Ermittler für eine verdeckt ermittelnde Anti-Drogen-Spezialeinheit namens URO zu arbeiten. Eingeschleust in die brutale Welt der Drogenmafia befindet er sich plötzlich in einem Netz aus Lügen und Verrat, welches sowohl von Seiten der Kriminellen als auch der Polizei ausgeht. Als man ihn auf Mette, eine alte Freundin aus seiner Vergangenheit ansetzt, wird seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt. Mette verschafft ihm völlig ahnungslos von seinem Doppelleben Kontakte zu den großen Fischen des Drogenkartells, aber je tiefer er in den Sumpf der Mafia vordringt, umso mehr muss er feststellen, das sein Auftrag direkt in seine eigene Vergangenheit führt. Und irgendwer scheint bei diesem bösen Spiel bewusst die Fäden zu ziehen…

URO, der Film, der beim Filmfest in Cannes zu den Überraschungserfogen zählte, ist ein knallharter Polizei-Thriller, der mit seinem fast schon dokumentarischen und ungeschönten Look einen ernormen Realismus versprüht. Neben der verschachtelten, spannenden Story und den drastisch brutalen Actionszenen begeistert vor allem die glaubwürdigen Darsteller, die URO zu einem würdigen Nachfolger der erfolgreichen PUSHER-Serie machen.“

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Bluttriefend)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Mittel)

Menüs:

(Gut)

Ausstattung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Faldbakken, Stefan

Verlag:

I-ON New Media

Erschienen:

Nov. 2007

Kritiker:

sgo

Typ:

DVD

 

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