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Resident Evil: Extinction

Russell Mulcahy; Milla Jovovich, Oded Fehr, Ali Larter

Rezension von Tanja Thome
Aus der Reihe "Resident Evil"

Dass es einen weiteren, einen dritten Film der "Resident Evil"-Reihe geben würde, war nicht weiter überraschend. Spannend war vor allem die Wartezeit, denn bei einem dritten Teil stellt sich bekanntlich gern ein gewisses Lauern darauf ein, ob der Film es schafft, mit den beiden Vorgängern mitzuhalten oder nur ein weiterer Abklatsch wird - und die meisten dritten Teile gelten als Abklatsch.

Das wussten natürlich auch die Macher des Films "Extinction" und haben viel daran gesetzt, neue Nuancen in die Filmreihe einzubringen.

Mittlerweile leben auf der Erde nur noch geschätzte eine Million Menschen. Der Rest ist zu Zombies mutiert, und die Überlebenden, die vom T-Virus bislang verschont geblieben sind, fristen ein Dasein, das von allem möglichen, aber sicher nicht von ruhigen Stunden begleitet wird. Man schließt sich zu Gruppen zusammen und ist ständig auf der Jagd: nach Benzin, Lebensmitteln und weiteren Überlebenden. Die Hoffnung sinkt, immer geringer werden die Chancen auf all das mit der Zeit.
Eine solche Gruppe Überlebender wird von Claire Redfield angeführt. In ihrer Begleitung befindet sich auch Carlos Oliviera.
Alice hingegen geht ihre eigenen Wege. Sie fürchtet sich davor, von der Umbrella Corporation aufgespürt zu werden, deren "Produkt" sie ist und hat Angst, dass durch diese Gefahr auch Menschen sterben könnten, zu denen sie Kontakt hat, die ihr wichtig sind.
Dennoch kreuzen sich die Wege von Alice und dem Trupp schließlich und sie sind gemeinsam unterwegs. Alices Angst war jedoch nicht unbegründet. Die Umbrella Corporation, verkörpert vor allem durch Dr. Isaacs, spürt sie tatsächlich auf, und es liegt ihnen einiges daran, an Alices Blut zu kommen, um ein Gegenmittel entwickeln zu können ...

Der dritte Teil der Reihe macht sich ein postapokalyptisches Szenario zu Nutze. Der größte Teil des Films spielt erstaunlicherweise tagsüber, die Kulisse des Ganzen ist vor allem die Wüste. Das ist schon allein deswegen sehr gelungen, weil allen Darstellern dadurch die Anstrengung bereits auf den Leib geschrieben ist: sie schwitzen und sind schmutzig. Letzteres wäre allerdings schon wieder diskutabel, denn angesichts der Umstände ist manch eine Figur doch erstaunlich hübsch zurecht gemacht. Bei Ashanti, die die Rolle der Betty verkörpert, sieht man beispielsweise eine strenge, aber doch gepflegte Frisur, saubere Nägel und keinerlei Schmutzränder durch Ketten oder ähnliches. Nun ja, man soll offenbar also schon noch gern hinsehen, auch wenn die Menschheit dem Untergang geweiht ist.

Im 21-minütigen Making Of berichten die Macher von den Besonderheiten des Films: die Darstellung des Horrors bei Tag (was allerdings nicht ganz so revolutionär ist wie dargestellt) und das Einbringen neuer Ideen wie Zombietieren und Superzombies. Tatsächlich sind diese Merkmale nette Features des Films, allerdings sind die Superzombies auch relativ überflüssig und besonders die Szene, in der massenhafte Krähen ihren großen Auftritt bekommen, erinnert doch sehr stark an Hitchcocks "Die Vögel". Das ist den Machern auch aufgefallen, allerdings weisen sie darauf hin, dass die Szene in "Resident Evil - Extinction" sehr viel besser gemacht sei. Das ist im Grunde auch richtig, nur ist "Die Vögel" bereits vor 45 Jahren entstanden, und da stimmen die Relationen dann doch nicht mehr so ganz.

Trotz allen leicht durch negative Kritik aushebelbaren Argumenten für den Film und neuen Merkmalen desselben ist aber dieser dritte Teil für Fans der Reihe dennoch sehenswert. Er hat ein bisschen was von den ersten beiden Teilen, den Horror des ersten, die Action des zweiten, und natürlich setzt er überall noch eine Mütze drauf inklusive einem Ende, das einen doch glatt an einen vierten Teil denken lässt.
Man hat nicht alle Charaktere bis zum Filmende mit durchgezogen, auf der anderen Seite ist das Wiedersehen mit Oliviera nett und das Kennenlernen von Claire Redfield. Auch wenn dieses für den Film unerheblich ist, so ist Claire Redfield doch ein bekannter Charakter der "Resident Evil"-Reihe aus den gleichnamigen Spielen.
Auch wenn Ali Larter, vor allem aus "Final Destination" bekannt, sich in einigen Aspekten von dem Spielcharakter Claire unterscheidet, ist deren Aufnahme in die Filmreihe doch ein nettes und sehenswertes Gimmick.

Sehenswert ist wie immer natürlich auch Alice alias Milla Jovovich. Warum man sich aus aller Kleidung, die sich auf einer gottverlassenen Welt befinden, ausgerechnet unter anderem Strapse aussucht, ist fraglich, aber es ist eben "Resident Evil" - und bei Barb Wire hat man auch nicht näher nachgefragt, sondern nur näher hingeguckt, von daher ...
Zehn Jahre sind seit "Das fünfte Element" vergangen, und das sieht man auch deutlich. Milla Jovovich ist reifer geworden und durchaus eine Charakterschauspielerin, das muss man anerkennen.
Möglicherweise ist Milla Jovovich aber auch zehn Jahre älter und ein bisschen faltig geworden, der extreme Weichzeichner, den man ihr in diesem Teil verpasst hat, hat es jedenfalls in sich und wirkt irritierend. Interessant ist, dass man dasselbe Mittel bei Jovovich schon in "Ultraviolet" eingesetzt hat, wenn auch dort noch extremer. Hat man sich das dort abgeguckt oder wird die 1975 geborene Jovovich ab jetzt nur noch so zu sehen sein? Die weiteren Filme, ob nun "Resident Evil" oder die anderen Filme, die sich bereits in Arbeit befinden, werden es zeigen.

Fazit:
Insgesamt ist der dritte Teil der Filmreihe für Fans natürlich ein Muss, für alle anderen nett. Ein bisschen Action, eine Prise Horror, ein Hauch neuer Features, das fasst "Extinction" wohl recht gut zusammen. Wer nicht allzu viel erwartet, wird dabei prima unterhalten, und das sollte ein Film ja in der Hauptsache auch tun.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Brutal)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Gut)

Menüs:

(Gut)

Ausstattung:

(Mittel)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Zeit:

Postapokalyptisch

Serie:

Resident Evil

Autor:

Russell Mulcahy

Verlag:

Highlight

Erschienen:

Feb. 2008

Kritiker:

Tanja Thome

Typ:

DVD

 

Resident Evil

 

Resident Evil ist eine Videospiel-Reihe der japanischen Softwarefirma Capcom. In Japan am 22. März 1996 unter dem Namen Biohazard erschienen, gilt die Reihe für viele Videospieler als Inbegriff des Survival-Horror-Genres.
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