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Die Gilde 2 - Offizieller Soundtrack

Sillescu, Tillman ; Markus Schmidt, Alexander Röder, Pierre Langer

Rezension von Arielen

Nach Wirtschafts- und Schlachtensimulationen erobern inzwischen auch die sogenannten Lebenssimulationen den Markt. „Die Sims 2“ hat es vorgemacht und ist auch in der zweiten Generation und nach mehr als zehn Jahren Marktführer in diesem Bereich. Die Spieler können dort nicht nur eine Figur erschaffen und für eine gewisse Zeit führen, nein, sie begleiten sie, wenn sie wollen durch das ganze Leben mit all seinen Höhen, Tiefen und Abenteuern.
Ähnlich sieht es in „Die Gilde 2“ aus. Allerdings wird hier allerdings weniger Wert auf romantische zwischenmenschliche Beziehungen gelegt, statt dessen gilt es, eine Laufbahn einzuschlagen und sich in dieser zu beweisen, um eines Tages vielleicht vom einfachen Handwerker zum Patrizier und gar Bürgermeister aufzusteigen, vom kleinen Taschendieb zum Räuberhauptmann.
Bis dahin kann man das alltägliche Leben in der kleinen Stadt Nottinghamshire miterleben - das bunte Treiben auf dem Markt, die fröhlichen Feste zu hohen Kirchentagen oder bei Exekutionen. Man kann Diebe auf frischer Tat ertappen, einkaufen und Verbindungen knüpfen, die einem eines Tages vielleicht nützlich werden könnten. Doch dann kann auch der Schwarze Tod wieder alles zunichte machen und vielleicht sogar das eigene Leben beenden.
Nun, zur Zeit des letzten Kreuzzuges ist alles möglich, denn die Klassenschranken brechen auf und ermöglichen es auch einfachen Menschen reich und bedeutend zu werden. Im Schatten der ersten europäischen Glaubensspaltungen und den tödlichen Epedemien, die keinen Landstrich verschonen, gilt es manchmal aber auch einfach nur zu überleben.

Natürlich werden diese Abenteuer nicht nur von lebendigen Bildern und Geräuschen, sondern auch stimmungsvoller Musik begleitet. dynamedion music sound hat die 35 von Tillman Sillescu, Markus Schmidt, Alexander Röder und Pierre Langer komponierten und von dem Thüringer Philharmonieorchester Gotha-Suhl eingespielten Einzeltitel nun auch auf einer einzeln erhältlichen CD mit einer Laufzeit von ca 73 min heraus gebracht, so dass man den Soundtrack auch hören kann, ohne das Spiel laufen zu lassen.
Anders als bei anderen Soundtracks zu Computerspielen ist das hier auch sehr gut möglich, denn die Stücke sind in sich geschlossen und meist über zwei Minuten lang, so dass man sich nicht ständig auf neues einstellen muss. Und die Anordnung der einzelnen Titel ist ebenso sorgfältig gewählt, fast, als wollten sie eine Geschichte erzählen. Auch wenn man zuerst skeptisch ist - nach einmaligem Anhören ist man auf den Geschmack gekommen.
Das hat einen einfachen Grund: Die Komponisten haben sich bei den Melodien nicht an dem heute üblichen von den Mittelaltermärkten abgeschauten Spielmannsmix orientiert, sondern eher an echter Filmmusik, wie man sie aus den Historienfilmen der 1950ger und 1960ger Jahren kennt.
Die einzelnen Stücke vermitteln in erster Linie Ambiente. Sie erzeugen Bilder zu einer Landschaft oder bestimmten Szenen im Kopf des Zuhörers. So meint man in „The Keep“ wirklich eine mächtige Trutzburg mit ihren hohen Zinnen und flatternden Fahnen zu sehen, „The Festival“ lädt zu einem fröhlichen Festbankett ein, bei dem die Menschen lachen und sich fröhlich unterhalten. Düsterer und getragen wird es dann in „Dark City“ oder „The Monastery“ oder „Disease“. Lebendiger sind die Stücke, die in das „Towncenter“ oder auf den „Marketplace“ führen oder von „Victory in Combat“ erzählen. Sie decken letztendlich die ganze Bandbreite der Geschehnisse in einer mittelalterlichen Welt ab und lassen immer wieder neue Bilder im Geist entstehen. Die Musik ist dabei nicht zu aufdringlich und fügt sich in den Hintergrund ein, gleichzeitig berührt sie durch die Instrumente und gelegentlichen Gesang die Gefühlswelt der Zuhörer.
Auch merkt man deutlich, dass die Musik nicht im Computer generiert, sondern von einen Orchester eingespielt wurde, denn echte Instrumente klingen doch anders und viel voller und lebendiger. Und das ist nur einer der Gründe, den Kauf der CD in Erwägung zu ziehen. Der andere ist, dass die Musik wenig aufdringlich ist und in erster Linie auf Ambiente setzt, das man eventuell auch für seine eigenen Rollenspielrunden nutzen kann.

Der offizielle Soundtrack zu „Die Gilde“ ist damit nicht nur eine der stimmungsvolle Untermalung zu einem Computerspiel, die man sich auch so hören kann, sondern bietet auch noch einen praktischen Nutzen, wenn man selbst schreibt oder eine Rollenspielrunde leitet, denn sie ist Ambiente pur.

Bezug und Hörproben: bitte hier klicken.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

 

Links

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Sillescu, Tillman

Verlag:

dynamedion music sound

Erschienen:

Nov. 2007

Kritiker:

Arielen

Typ:

CD

 

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