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Seraphim Falls

von Ancken, David

Rezension von Martin Hammerschmidt

Westernfilme sind seit jeher nicht sonderlich oft auf dem Filmemarkt anzutreffen. Neben „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ gibt es nur sehr wenige Filme, die international den Durchbruch geschafft haben. Nun versucht sich ein neuer Regisseur auf der großen Filmbühne, David Von Ancken. Ein gewagtes Unterfangen, wenn man bedenkt, dass die Lücke zwischen guten und schlechten Western doch sehr groß ist.


Der Film startet im Winter 1868. Der Bürgerkrieg ist seit drei Jahren Vergangenheit und die ersten Züge und Siedlertrecks ziehen durch das weite öde Land. Der Krieg brachte viele Tote, doch nun sind die Wunden verheilt und Amerika scheint sich langsam zu vereinen. Für manche alte Kriegsveteranen ist der Krieg aber noch nicht vorbei. Vor allem diejenigen, die Familienmitglieder verloren haben, sinnen auf Rache an den Mördern. So auch Colonel Carver (Liam Neeson), der einen Mann namens Gideon (Pierce Brosnan), für ein entsetzliches Massaker an seiner Familie verantwortlich macht. Um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen und Rache an dem Nordstaatenoffizier Gideon zu nehmen, heuert Carver zwei zwielichtige Söldner an und zusammen machen sie sich auf die Suche nach ihrem Opfer. In einer verschneiten Bergregion Nevadas treffen sie schließlich auf Gideon, der von einem der Söldner verwundet wird und seinen ganzen Proviant und die komplette Ausrüstung plus Pferd notgedrungen zurücklassen muss. Nun ist guter Rat teuer, denn mit nichts als einem Jagdmesser bewaffnet geht es nun ums nackte Überleben. Im Wald legt er schließlich eine falsche Spur, sodass sich seine Verfolger aufteilen müssen und diese Situation nutzt Gideon gnadenlos aus. Er tötet einen der Häscher und nimmt dessen Pistole in seinen Besitz. Allerdings sind ihm die Verfolger erneut dichter auf den Fersen als gedacht und so entkommt Gideon nur mit äußerster Not seinem Tod.
Die nächsten Tage sind geprägt von einer gnadenlosen Verfolgungsjagd, bis es schließlich zum Duell kommt. Carver, inzwischen isoliert, muss sich dem erschöpften, aber kämpferischen Gideon stellen, um ihn für seine Schandtaten gegen seine Familie bezahlen zu lassen.


Die ersten dreißig Minuten des Filmes erfährt man nur sehr wenig über die Handlung, sodass ein gewisser Reiz entsteht und auch die Spannung langsam aufgebaut wird. Filme, bei denen schon nach fünf Minuten klar ist, wie die Handlung die nächste Stunde aussehen wird, sind öde und enden oftmals in tödlicher Langeweile. Aber nicht „Seraphim Falls“. Der Film ist zwar nichts anderes als eine reine Verfolgungsjagd, jedoch wird er nicht träge oder unübersichtlich. Zudem fühlt sich der Zuschauer von seinen Gefühlen und Emotionen hin und her gerissen. Er weiß nicht so recht zu wem er halten soll und wem er den Tod wünscht. Zum einen fühlt er mit Carver, dessen Familie ein schweres Schicksal erleiden musste, zum anderen ist da Gideon, der sich einer fast aussichtlosen Hetzjagd unterwerfen muss. Somit ist auch das Ende für den einzelnen Zuschauer vielleicht nicht unbedingt befriedigend, aber die Masse wird es dennoch freuen, denn je nachdem wohin die Sympathien hintendieren ist das Ende erfreulich.
Die Schauspieler spielen ihre Rolle überragend. So sind die Zeiten des Smokings- und Frauenhelden von Pierce Brosnan vergessen und ein heruntergekommener alter Mann versucht sich mit dem Nötigsten aus dem Staub zu machen, hat dabei aber weiterhin einen messerscharfen Verstand.
Auch Liam Neeson spielt eine überragende Rolle. So sind seine Handlungen perfekt nachvollziehbar und an manchen Stellen wünscht man ihm regelrecht, dass er das Massaker an seiner Familie rächen kann. So brutal und kalt Neeson seinen Charakter auch spielt, er macht es mit perfekter Bravour.
Schwächen hat der Film lediglich in der Länge. So oft sich die beiden Hauptprotagonisten auch immer wieder treffen, der Ausgang des Treffens ist leider stets der Gleiche. Hier hätte man den Film durchaus etwas kürzen können.
Nichtsdestotrotz ist der Film eine gelungene Produktion und es ist bedauerlich, dass es nur so wenige Kopien zum Kniostart gab. Folglich hielten sich die Einnahmen in Grenzen.

Aber alles in allem liegt hier ein sehr gut gemachter Film vor, der mit Starbesetzung und guter Handlung zu gefallen weiß, wenn auch der Film etwas in die Länge gezogen ist.
Ein wirklich gelungenes Filmdebüt des Regisseurs.

Technische Daten


• Darsteller: Liam Neeson, Pierce Brosnan, Anjelica Huston
• Regisseur(e): David von Ancken
• Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
• Sprache: Deutsch, Englisch
• Bildseitenformat: 16:9
• FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
• Studio: Highlight
• DVD-Erscheinungstermin: 22. November 2007
• Spieldauer: 114 Minuten
• ASIN: B000WEVH06

Datenbank:0.0020 Webservice:0.0801 Querverweise:0.0070 Infos:0.0008 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0001 Meinungen:0.0010 Rezi:0.0001 Kompett:0.0920

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Brutal)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Gut)

Menüs:

(Mittel)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

von Ancken, David

Verlag:

Highlight

Erschienen:

Nov. 2007

Kritiker:

Martin Hammerschmidt

Typ:

DVD

 

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