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Cthulhu Spielleiter-Handbuch Zweite Edition

Petersen, Sandy; Willis, Lynn; Lovecraft, Howard Ph.; Heller, Frank

Rezension von nemo
Aus der Reihe "Cthulhu"

Hält man zum ersten Mal die zweite Edition des Spielleiter-Handbuchs für Cthulhu in Händen, dürfte einem das nicht gerade federleichte Gewicht dieses Rollenspielbrockens auffallen. Fast 1,8 Kilogramm bringt das Rollenspiel-Schwergewicht auf die Waage, somit dürfte dieses Buch zumindest in dieser Hinsicht – zumindest für den deutschen Markt - neue Maßstäbe setzen. Ganze 472 Seiten beinhaltet das Cthulhu Spielleiter-Handbuch, das dem Spielleiter alle Werkzeug an die Hand geben soll, um erfolgreich Abenteuer und Kampagnen in der Welt des H.P. Lovecraft zu etnwickeln und zu leiten.

Bevor ich mich dem Inhalt des Spielleiter-Handbuchs zuwende, erst einmal eine kurze Zusammenfassung dessen, was sich zu der ersten Edition verändert hat.
-Es wurden einzelne Artikel erweitert (zB die Settings, um Texte über der Hexer von Salem).
-Die Abenteuer wurden erweitert, einige sind rausgenommen worden, einige reingekommen.
-Es wurden alle Errate der Vorauflage berücksichtigt und eingebaut.

Das erste Kapitel beginnt mit einer Übersicht der Werke H.P. Lovecrafts, wendet sich dann aber zügig dem eigentlich Job eines Spielleiters zu: das Leiten. Hier bekommen sowohl unerfahrene, wie erfahrenen Spielleiter viele hilfreiche Tipps, um Abenteuer im Sinne des cthuloiden Horrors zu leiten und Abenteuer und Kampagnen selbst zu gestalten. Selten habe ich in einem Rollenspielbuch so viele wirklich nützliche Ratschläge gelesen, wie in diesem ersten Kapitel des Cthulhu Spielleiter-Handbuchs. Hier werden wirklich alle Elemente des Leitens beleuchtet und das auf eine sehr unkomplizierte und nachvollziehbare Weise.

Wie erwartet wird dem Kern des Cthluhu Rollenspiels, dem Cthulhu-Myhtos, gleich ein riesiger Anteil des Spielleiter-Handbuchs gewidmet. Hier erfährt der Leser, was es mit den großen Alten auf sich hat, welche geheimen Kulte es gibt und an welchen Orten, man die Spuren der alten Götter findet. Es ist schon Wahnsinn wie viel Hintergrundmaterial es inzwischen für Cthulhu gibt und wie viel davon den Weg in das Spielleiter-Handbuchs. Neben eine großen Auswahl an Kreaturen des Mythos, gibt es auch einige „klassischen“ Horror-Monster, wie Gespenster, Mumien oder Zombies. Was mir schon immer gefallen hat, ist die Art und Weise, wie die Mythoskreaturen aufgebaut waren, also ein altertümliches Bild oder Zeichnung, ein Einleitungstext, Spielbeschreibungen und Werte. Glücklicherweise wurde auch in der zweiten Edition dieser Aufbau beibehalten. Natürlich gibt es auch einen großen Abschnitt über cthuloide Artefakte und der Magie des Mythos.

Im Kapitel Spielhilfen lernen die Leser das schöne (erfundene) Städtchen Arkham kennen und bekommen einen Überblick über Ereignisse aus den Romanen Lovecrafts und einige sehr interessante Zeitleisten.

Auf den letzten 130 Seiten findet man noch 6 Szenarien:
Das Geheimnis des Schwarzwaldhofes ist ein Abenteuer im Deutschland der 1920er, in dem es die Charaktere in einem Schwarzwaldhof verschlägt. Dort müssen sie sich einer außerirdischen Kraft stellen.

Der Gaukler von Jusa ist ein Einsteigerabenteuer für Cthulhu, in dem die Charaktere auf einem Jahrmarkt in Tübingen, in der Weimarer Republik, auf seltsame Ereignisse stoßen.

Kerkerwelten ist schon ein kleiner Klassiker, der die Charaktere nach einer U-Bahn Fahrt in eine andere Welt entführt. Das Abenteuer wurde überarbeitet und um einige Möglichkeiten erweitert.

Am Rande der Finsternis bekommen es die Charaktere mit einem uralten Geheimnis zu tun, und mit dem Wunsche eines sterbenden Mannes. Das Abenteuer ist sehr klassisch und eignet sich hervorragend als Einsteigerabenteuer.

Blues für Marnie entführt die Spieler in die Welt des Jazz, wo sie es mit einem Gangstersyndikat zu tun bekommen, was aber im Angesicht der echten Gefahr dieses Abenteuers, nur ein ihr kleinstes Problem sein dürfte.

Das entsetzlich einsam gelegene Haus im Wald konfrontiert die Spieler nicht nur mit einem entsetzlich langen Namen, sondern auch mit einem Indianerfluch, der ihr Blut zum gefrieren bringen sollte.

Alle sechs Szenarien sind zwar keine Ausgeburt an Originalität und Anspruch, sie erfüllen aber ihren Zweck und bieten einen guten Blick auf den Aufbau von Cthulhu-Szenarien.

Wie von Pegasus gewohnt ist die Aufmachung des Spielleiter-Handbuchs ohne große Makel. Sogar das Papier, das in der ersten Edition noch matt war, ist jetzt glänzend, wobei mir eigentlich das matte besser gefallen hat. Einige der Bilder sind inzwischen (die Tiere und die Persönlichkeiten) ziemlich gealtert, hier hätten ein paar neuen Illustrationen dem Werk ganz gut getan.

Das Cthulhu Spielleiter Handbuch ist eigentlich nicht wirklich ein Handbuch, eigentlich eher ein etwas unhandlicher Rollenspielbrocken, der aufgrund seiner Masse nicht gerade dazu einlädt im Bett zu blättern. Inhaltlich ist das Spielleiter-Handbuch ein richtiger Quell an Hintergrundmaterial, das eigentlich in keiner Sammlung eines Cthulhu Spielleiters fehlen darf. Wer allerdings schon das Spielleiter-Handbuch der ersten Edition besitzt, sollte sich wirklich überlegen, ob er 39,95 Euro für das neue Spielleiter-Handbuch ausgeben möchte, denn die Änderungen zum Vorgänger sind eigentlich eher von kosmetischer Natur.

Datenbank:0.0011 Webservice:0.0827 Querverweise:0.0158 Infos:0.0009 Verlag,Serie:0.0111 Cover:0.0001 Meinungen:0.0010 Rezi:0.0002 Kompett:0.1132

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Schwierigkeit:

(Verständlich)

Spielspaß:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Brutal)

Aufmachung:

(Gut)

 

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Shopping:
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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Cthulhu

Autor:

Petersen, Sandy

Verlag:

Pegasus Press, Friedberg

Erschienen:

Jan. 2007

Kritiker:

nemo

ISBN:

3-937-82695-5

ISBN(13):

978-3-9378-269-10

EAN:

97839378269510

Typ:

Regelwerk

 

Frank Heller

 

Frank Heller wurde 1974 in Göttingen geboren. Er gehört seit 1999 zum Cthulhu-Autorenteam und ist seit September 2002 im Verlag Pegasus der verantwortliche Cthulhu-Chefredakteur und beendete nebenher sein Jura Studium. Diese Rolle übernimmt er auch in dem von ihm im Oktober 2001 gegründeten offiziellen Cthulhu-Magazins "Cthuloide Welten" [mehr]

 

Cthulhu

 

Der Cthulhu Mythos basiert auf den Erzählungen von H. P. Lovecraft, einem Horrorautor, der in den 1920ern seine Stories verfasste. Zu seinen Lebzeiten erschien nur ein einziges Werk (The shadow over Innsmouth); sein Ruhm als Meister des Unheimlichen wuchs in nachfolgenden Jahren, als immer mehr seiner Geschichten veröffentlicht wurden.
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