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Marvel Monster Edition 19: Civil War 1

Straczynski, J. M.; David, P.; McKone, M.; Calero, D.

Rezension von Thomas Pichler
Aus der Reihe "Marvel"

Ein großes Comic-Crossover wie Civil War betrifft eine Menge Charaktere und damit auch Heftserien; so manche der in diversen Heften zu findenden Handlungsstränge sind von gewisser Bedeutung. Doch viele der US-Serien, auf die der Civil War übergegriffen hat, erscheinen auf Deutsch gar nicht – gut, dass Panini in der „Marvel Monster Edition 19: Civil War 1“ anfängt, solche Hefte zu sammeln.

All jenen, die von Civil War noch nichts gehört haben, möchte ich jetzt nahe legen, sich erst mal die Rezension zu Civil War 1 anzusehen.
Die Kurzfassung: Die Superhelden der New Warriors haben’s verbockt, der Schurke Nitro hat sich vor ihren Augen und laufenden Kameras mitsamt hunderter Unschuldiger in die Luft gejagt. Als Konsequenz wird ein Gesetz entwickelt, dass eine Registrierung aller Superhelden fordert und solche, die ihre Identität nicht preisgeben wollen, kriminalisiert. Ein kontroverses Gesetz, für das vor allem Tony Stark – Iron Man – eintritt und das ausgerechnet der einst so US-fahnentreue Captain America bekämpft.

Zurück zum Inhalt der „Marvel Monster Edition 19: Civil War 1“ selbst. Es gibt eine spannende Reise durch vier US-Serien, die inhaltlich mit dem Civil War zusammenhängen.

Für die Fantastischen Vier, denen mit dem Äquivalent von vier US-Heften der größte Teil des Bandes gehört, kommt Civil War zu einer schlechten Zeit. Thor’s Hammer ist wieder aufgetaucht und ebenso Dr. Doom. Wirklich dick kommt’s, nachdem sich Reed Richards auf Tony Starks Seite stellt: Seine Gefährten haben Bedenken. Der Anfang vom Ende der Fantastischen Vier?

Kürzer ist das Gastspiel von Bruce Banners Cousine She-Hulk: Ein Heft der US-Serie ist Teil dieses Bandes. Sie wird in ihrer Identität als Anwältin Jennifer Walters in den Helden-Krieg hineingezogen. Doch für sie gibt es wenigstens privat eine gute Nachricht – wie#s weiter geht, bliebt uns verborgen.

Eine wichtige Rolle spielen die Thunderbolts, drei Hefte dieser Serie haben es daher in den Sammelband geschafft. Iron Man ist einen Handel mit dem Teufel eingegangen: Zemo, einst großer Feind Captain Americas. Er hat eine führende Rolle bei den Thunderbolts, die großteils aus reformierten Schurken bestehen. Der Deal: Sie jagen für die Regierung noch nicht reformierte Schurken und geben ihnen eine Wahl: extradimensionalem Knast oder einer plötzlichen Zuwendung zur Regierungstreue. Zemo hat aber eigene Pläne und definiert auch sein Verhältnis zu Captain America neu. Klingt nach einer interessanten Geschichte, nur ist die für Civil War letztendlich nicht relevant – das Ende werden wir also kaum erfahren.

Den Abschluss des Bandes bildet der Inhalt zweier Hefte der US-Serie X-Factor. Multiple Man Jamie Madrox und sein Team haben primär andere Sorgen. Doch Jamie selbst muss sich recht direkt mit den Auswirkungen des Gesetzes beschäftigen, und das Team bezieht einen klaren Standpunkt.

Die insgesamt zehn im Band gesammelten Hefte entsprechen dabei exakt den ersten zehn mit der Civil War Storyline verknüpften US-Heften, die nicht ohnehin in deutscher Version erscheinen würden. Das ist zwar eine ziemlich logische, aber doch problematische Zusammenstellung – immerhin erstreckt sich der Inhalt der Hefte dadurch zeitlich von Civil War Prolog bis Civil War 3. Da wäre es schon hilfreich, wenn der Band den genauen Platz der zehn Teile im Rahmen der Story wirklich klar machen würde.

Das tut er aber nicht sonderlich gut: Sogar der Sprung von einem US-Titel zum nächsten – immer mit einem zeitlichen Sprung verbunden! – äußert sich optisch primär im Wechsel des Zeichenstils. Die am Ende des Bandes gesammelten Cover der US-Hefte stattdessen an ihren jeweiligen Platz zu stellen, wäre das Schlechteste nicht gewesen. Besonders zwischen Thunderbolts- und X-Faktor-Teil würde das den Augen auch einen optischen Schock ersparen, statt die deutlich unterschiedlichen Zeichenstile direkt aufeinander prallen zu lassen.

Kurz ansprechen muss ich auch die Papierqualität. Die erinnert mich doch eher an die 1990er, anno 2007 gilt für sie: Was billig ist, sieht auch so aus. Klar: Ich habe wirtschaftliches Verständnis dafür, dass ein Sammelband wie dieser nicht auf dem besten Papier gedruckt wird, um einen günstigen Preis zu ermöglichen. Schön ist aber trotzdem anders.

Die „Marvel Monster Edition 19: Civil War 1“ kann ich als Ergänzung all jenen empfehlen, die der Civil War Storyline folgen – allerdings auch nur ihnen: Der Band sammelt aus ihrem größeren Serien-Zusammenhang gerissene Hefte, die für sich genommen keine abgeschlossene Handlung bieten und daher nur im Civil War Kontext wirklich interessant sind.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Brutal)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

USA

Serie:

Marvel

Autor:

Straczynski, J. M.

Verlag:

Panini, Stuttgart

Erschienen:

Mai. 2007

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

Softcover

 

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