Online Rezensionen->alle->Do Not Adjust Your Set  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

Do Not Adjust Your Set

Idle, Eric; Jones, Terry; Palin, Michael

Rezension von André Vieregge

„Do not adjust your set … yet”, heißt es zur Halbzeit jeder Episode der gleichnamigen TV-Comedy-Show, in der sich spätere Monty Python Stars wie Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin als Autoren und Darsteller ihre Sporen verdienten. Dass die Aufforderung, seinen Fernseher nicht neu zu justieren, soll heißen, nicht umzuschalten, gerechtfertigt ist, will Epix jetzt einer neuen Generation beweisen. „Monty Python’s Flying Circus“ etablierte eine neue Art von TV-Comedy, die sich bis heute einer großen Fangemeinde erfreut. Ob der direkte Vorgänger „Do Not Adjust Your Set“ auf einen ähnlich zeitlosen Zuspruch hoffen darf, werden die Verkaufszahlen des im Juni 2007 erscheinenden Doppel-DVD-Sets zeigen.

In neun Episoden à 25 Minuten Spieldauer reiht das Schauspielerquintett Denise Coffey, Eric Idle, David Jason, Terry Jones und Michael Palin eine Vielzahl zumeist nicht zusammenhängender Sketche aneinander, die sich aus nahezu allen Bereichen der Komik bedienen. Die sich in jeder Folge fortsetzenden Abenteuer von „Captain Fantastic“ fallen dabei aus dem üblichen Schema heraus. Ohne finale Pointierung zeichnen sich diese Episoden durch eine absurde, beinahe schon surrealistische Gestaltung aus. In der Art der Darstellung ist die spätere Monty-Python-Handschrift bereits deutlich zu erkennen, wird aber in ihrer letzten Konsequenz noch nicht erreicht.

Die Szenerie ist durchgängig einfach gehalten. Die wenigen Effekte sind selbst für die damalige Zeit recht unaufwendig und in ihrer Künstlichkeit deutlich zu erkennen. Wie bei Monty Python steht der Humor deutlich im Vordergrund. Dieser ist zeitweilig (zu) typisch englisch und oftmals (zu) fühlbar für Kinder konzipiert. Dass dies für die ganze Reihe gilt, ist jedoch nicht weiter verwunderlich, wurde „Do Not Adjust Your Set“ doch ursprünglich für das Kinderprogramm entwickelt. Nicht zuletzt deswegen mag die Altersfreigabe ab 12 Jahren ein wenig hoch gegriffen erscheinen. Aber um es mit Douglas Adams zu sagen: Don’t panic! Der, wenngleich kurzweilige, Erfolg der Reihe beruhte eher auf dem Zuspruch eines erwachsenen Publikums.

Die Doppel-DVD kommt mit einer brauchbaren schwarz-weiß Bildqualität daher, die jedoch die filmischen Unzulänglichkeiten einer einfachen Produktion in den 1960er nicht vollständig wettmachen kann. Allerdings gewinnt die Serie nicht zuletzt daraus ihren Charme. Die Menüführung ist ein wenig klein geraten und erfordert gute Augen, um nicht einfach auf gut Glück eine Einstellung zu wählen. Wäre allerdings auch nicht schlimm, denn die Auswahl gestaltet sich recht spärlich. Auf der zweiten DVD befinden sich lediglich die US- und UK-Trailer zu „Do Not Adjust Your Set“ sowie ihrer Vorgängerserie „At Last The 1948 Show“, ein paar andere Epix Filmvorschauen und zwei mehr oder minder aufschlussreiche, etwa viertelstündige Interviews mit Terry Jones und UK-Comedy-Ikone Tim Brooke-Taylor, der John Cleese und Monty Python Fans durchaus bekannt sein dürfte.

Der digital überarbeitete Ton kann sich hingegen durchaus sehen lassen. Die häufigen Auftritte der damaligen Londoner Underground „Bonzo Dog Doo Dah Band“ kommen zumindest akustisch zeitgemäß daher. Über den musikalischen Geschmack kann man ja bekanntlich (nicht) streiten. Was jedoch den wenigsten gefallen dürfte, die des Englischen nicht übermäßig mächtig sind, ist der zeitweilig schnelle Fortlauf des Untertitels, der es dem Zuschauer schwer macht, Text und Bild gleichzeitig wahrzunehmen. Ohnehin sind einige Wort- oder Dialektspielchen in der Übersetzung kaum noch nachvollziehbar. Aber auch hier: Don’t panic! Wer in der Schule im Englischunterricht einigermaßen aufgepasst hat, sollte den Originaldialogen durchaus folgen können.

Für momentan etwas mehr als 20 Euro bekommt man zwei DVDs mit insgesamt etwa vier Stunden Spielzeit, eine Serie, die 1968 in München mit dem „Prix Jeunesse“ ausgezeichnet wurde und wird zudem ein verspäteter Zeitzeuge des Anbruchs einer neuen Generation von englischer Comedy. Wer diese bis heute nicht mag, dem wird „Do Not Adjust Your Set“ sicherlich nicht zu einer neuen Meinung verhelfen. Wer hingegen „Monty Python´s Flying Circus“ oder gar die „At Last The 1948 Show” in seinem persönlich Videofundus verwahrt, der sollte auch auf diese Serie nicht verzichten. Zum Schmunzeln ist sie allemal geeignet!

Fazit: Monty Python light!

Datenbank:0.0011 Webservice:0.1059 Querverweise:0.0086 Infos:0.0012 Verlag,Serie:0.0006 Cover:0.0001 Meinungen:0.0010 Rezi:0.0001 Kompett:0.1189

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Mittel)

Menüs:

(Geht so)

Ausstattung:

(Geht so)

 

Links

 

Shopping:
kauf mich amazon

Mehr von Terry Jones:
Nicobobinus

Infos Epix Media:
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

 

Infos

 

Sprache:

Englisch

Ort:

UK

Zeit:

1968

Autor:

Idle, Eric; Jones, Terry; Palin, Michael

Verlag:

Epix Media

Erschienen:

Jun. 2006

Kritiker:

André Vieregge

Typ:

DVD

 

  [mehr]
 

Werbung

  www.tividi.de
 
AMANGO - Kino per Post