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Wir sind Gold

Letzte Instanz

Rezension von jpk

Mit „Wir sind Gold“ entfernt sich die „Letzte Instanz“ deutlich von der frühen „Brachialromantik“ und zeigt erneut eine Wandlungsfähigkeit, die ihr allerdings nicht komplett zu Gute kommt.

Leider fällt mir für den Silberling assoziativ der Begriff „harmlos“ als erstes ein. Das wird den Musikern allerdings nicht gerecht, die live eine Menge wortwörtlich in Bewegung bringen können. Auch sind mache Texte anspruchsvoll und mindestens des Nachdenkens wert und wenn auch so mancher Vers unter belangloser Lyrik eingestuft werden kann, so beweisen Tracks wie „Der ewige Kreis“, dass sich auch Tiefsinn in den Reimen verbirgt. Dann wiederum seicht sich das „Monument der Stille“ mit Schlagerromantik in die Weiten jenseits der Grammatik. Der Track 04 „Wir sind allein“ ist ein viereinhalb Minuten Schunkelstückchen mit viel Tralala und ohne größere musikalische Ambitionen, irgendetwas anderes als ein Kinderlied zu sein (das störte mich schon an dem Original "You chained me up" von den Inchtabokatables - allerdings hatte es mehr Pep als die Coverversion).

Plötzlich brennen Worte und eine völlig andere Letzte Instanz wird heftig und zeigt im 9. Track, dass sie problemlos die Pfade der Harmlosigkeit sowohl textlich wie auch musikalisch verlassen können. Abwechslung in Arrangement und Tempo innerhalb eines Stückes, gut positionierte hart angeschlagene Gitarren und ordentlich Rhythmus - was will man viel mehr.

Weiter geht es mit dem Track 10 „Maskenball“, das leider musikalisch mit seinem Vorgänger nicht ganz mithalten kann und inhaltlich wieder ins gefühlte Leergut rutscht. Der einfache Rhythmus und der billige Refrain machen aus dem Stück eher ein Tiefpunkt der CD. Was Live sicherlich eine nette Sache ist, verflacht in der Konserve zu einem eher anspruchslosen Stückchen.

Irgendwo dazwischen liegt „Sie kommen“ - teilweise mit langweiliger Drumsection und einfachem Hintergrund, überrascht es angenehm durch Text und Abwechslung und schunkelfreiem Refrain. Dies gilt ähnlich auch für das folgende „Das Meer“, das allerdings im Refrain wieder versucht sich in die Ohrwurmpartei einzuschreiben und dabei auf musikalische und textliche Schönheit wenig Rücksicht nimmt (Und das mehr, es dähhhhnt sich, denn das mehr, das sähhhnt sich).

Es bleiben noch die Tracks „Frei“ und „Jeden Abend“, dreizehnter dankbar kurz, vierzehnter angenehme fünf Minuten lang, unterhaltsam obwohl weich und ohne musikalische Sensation, vom Versmaß keine dichterische Vergewaltigung mit Reimzwang, sondern Zeile für Zeile hörbar. Ein schönes Stück und sicherlich ein Höhepunkt der CD.

Wer vierzehn Tracks auf eine CD bringt, die etwa ein Jahr nach dem letzten Release „Ins Licht“ erscheint, der hat auch etwas mitzuteilen. Doch nicht alles, was jemand mit Begabung uns vermitteln will, möchte ich auch hören. Selten habe ich eine CD mit so starken Unterschieden zwischen wirklich schönen Stücken und abgrundtief überflüssigen Tracks erlebt. Anzurechnen ist der Band, dass sie uns auch Mittelmaß zur Abrundung serviert.

Hochgepriesen sei die Zeit, als man nach dem Motto „weniger ist mehr“ sich zusammensetzte und aus vierzehn oder sechzehn Stücken die besten und schönsten zu einer Schallplatte von etwa 6-10 Liedern aussuchte. Dieser Prozess scheint mir bei der vorliegenden Kompilation aus überzeugend guten Stücken und Musik auf Schlagerniveau gefehlt zu haben.

Würde ich die vier besten Stücke bewerten, könnte ich nicht um eine absolute Kaufempfehlung herum. Würde ich mich auf die vier schlechtesten konzentrieren, empfehlen würde ich nur den Tritt in die Tonne. Möge der geneigte Leser dieser Kritik je nach Zuneigung zur Band die jeweiligen Schlüsse selber ziehen. Die CD selber bietet ausreichend Raum für Lob und Verdammung zu gleichen Teilen. In der Summe gibt das leider Mittelmaß, was den guten Tracks sicherlich nicht gerecht wird, der gesamten Scheibe aber mit Sicherheit.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Letzte Instanz

Verlag:

Drakkar (Sony BMG)

Erschienen:

Mar. 2007

Kritiker:

jpk

Typ:

CD

 

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