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Dreh dich nicht um

Slaughter, Karin; Zeitz, Sophie

Rezension von Lina

Die Gerichtsmedizinerin Sara Linton wird plötzlich an das Grant College beordert. Dort soll sie ein unter einer Brücke liegendes Selbstmord - Opfer untersuchen. Aus lauter Hektik vergisst Sara ihre hochschwangere Schwester Tests nach hause zu fahren, die natürlich ( wie üblich bei Schwangeren) dauernd austreten muss. Also beschließt Tess sich aus gutem Grund ein wenig vom Getümmel der Polizisten und Mediziner zu entfernen und verschwindet im Wald. Als Sara das Verschwinden bemerkt, macht sie sich auf die Suche und findet Tess nur einige duzend Meter weiter brutal niedergestochen.
Kurze Zeit später findet die Polizei auf dem Campus ein weiteres Selbstmordopfer. Genau das Mädchen welches den ersten Selbstmörder gefunden hat, schießt sich nun den Kopf weg. Langsam beginnt der Verdacht der Zusammenhänge zu keinem..

Als Zusammenfassung genügt das eigentlich schon, denn großartig ungeklärte Rätsel oder unerwartete Wendungen gibt es in diesem nach Schema F aufgebautem Thriller nicht. Und da bemerkt ihr sicherlich auch schon meinen doch deutlichen Missmut über das Buch. Spannend ist es maximal, wenn man es als Einzelwerk betrachtet, aber nicht, wenn man den einen der Vorgänger „Belladonna“ oder „Vergiss mein nicht“ gelesen hat. Ich habe nur „Belladonna“ gelesen und es reicht mir um dieses Werk als absoluten Abklatsch anzusehen. Möglicherweise habe ich auch nur eine extrem kritische Woche, das ich im nachhinein so unzufrieden bin.

Hauptcharaktere ist wie in „Belladonna“ auch, Sara Linton. Sara ist – ein Jahr nach den Belladonna- Vorfällen – immer noch Gerichtmedizinerin und ihr Ex – Gatte Jeff Tolliver immer noch Polizeichef. Schon damals war zwar Sara derbe enttäuscht über seinen Fehltritt, liebte ihn aber dennoch. Er sie auch. Allerdings machen die beiden auch in diesem Buch immer noch eine Art Kindergartenspiel daraus. Er will, dann sie nicht, eigentlich will sie, aber so wirklich er nicht. Das ist deutlich schon die erste Übereinstimmung zum anderen Titel von Karin Slaughter.

Diesmal ist Saras Schwester als Opfer involviert. Sie wird im Wald schwer verletzt. In Belladonna war es Lenas Zwillingsschwester Sibyl. Lena ist ehemalige Polizistin und Kollegin von Jeff Tolliver, und arbeitet heute zufälligerweise als eine Art Aufsicht auf dem Campus.
Der Vater des ersten Selbstmord- Opfers ist sozusagen der Nachfolger der Biologischen Abteilung am College von Sibyl Adams, die damals in „Belladonna“ das erste Opfer war.
Es gibt schon einige sehr merkwürdige Zusammenhänge, Verschachtelungen und Verhältnisse das ich staune, das die übriggebliebenen, bislang noch nicht ermordeten sich überhaupt noch auf die Straße trauen.

Der allergrößte Kritikpunkt meinerseits ist , dass Karin Slaughter wieder ein und dieselben Personen, ein und denselben Ort und auch ein und dieselbe Art der Geschichte bevorzugt hat. Wäre meinetwegen nur Sara Lintner samt Ex – Mann involviert wäre die Story sicher deutlich spannender.

Natürlich darf man im Verlauf der Geschichte jetzt nicht mit wahnsinnig spannenden Wendungen rechnen, auch nicht mit einen furchtbar ausgeklügeltem Motiv, denn eins ist klar, das Hauptaugenmerk liegt deutlich auf den nett verunstalteten Leichen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob bei einem Sturz von einer ca. 15 Meter hohen Brücke sich tatsächlich bereits solche Fallwinde aufbauen das ein Zungenpiercing die Zunge spaltet oder ( noch schöner) sich die komplette Haut des Geschlechtsteils wegen der Piercings abzieht? Zerplatzt nicht eher ein Auge, wenn ich mir den Kopf wegschieße, anstatt in der Wand stecken zu bleiben um dem Finder der Leiche anzustarren. Anschaulich beschrieben wird so etwas allemal und ist in keinem Fall etwas für empfindliche Gemüter.

Lena gerät unerfreulicherweise in die Ziellinie der Polizei, da ihre Fingerabdrücke auf einem Buch die im Zimmer von Andy Rosen ( dem ersten Opfer) gefunden werden. Fraglich ist hier die Arbeit der Polizei, die zwar versucht Lena aufgrund dessen mit auf die Wache zu nehmen, diese aber keine Lust hat und es dazu deswegen auch nicht kommt. Das Thema Fingerabdrücke im Zimmer des Opfers werden somit unter den Tisch gekehrt und nebenbei dem Leser sehr fadenscheinig erklärt.
Mit der Tatsache das sich Lena noch in den vorbestraften, ehemals rechtsradikalen Ethan verguckt und mit um die Häuser zieht, bringt den „Bösen“ ins Spiel, von dem der Leser aber eigentlich von Anfang an weiß dass er es mit Sicherheit nicht der Mörder ist.
Die Polizei, insbesondere Jeff Tolliver wirken irgendwie nebenlaufend und unmotiviert. Der Mörder enttarnt sich am Ende eher selber und erzählt aus eigenen Stücken seine Motive, die aber wenig originell oder bedeutungsvoll sind.

Nimmt man aber mal all dieses ein wenig zurück, so kann man doch auf eine brutal, blutige College Geschichte à la" Scream" und Co. hoffen. Bei Karin Slaughter ist, wie so oft schon gesagt, tatsächlich der Name Programm, und wer gerne blutrünstige, einigermaßen nett verpackte Thriller liest, kann sich dieses Buch durchaus gerne zu Gemüte führen, obwohl meines Erachtens ein Buch der Autorin völlig ausreicht.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Klolektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Bluttriefend)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

USA, Georgia

Zeit:

Gegenwart

Autor:

Slaughter, Karin

Verlag:

Abendstern, Parchim

Erschienen:

Mar. 2005

Kritiker:

Lina

ISBN:

3-805-20772-7

ISBN(13):

978-3-8052-077-10

EAN:

97838052077210

Typ:

Hardcover

 

Karin Slaughter

 

Karin Slaughter wuchs in einer kleinen Stadt in Georgia auf. Seit ihrer Kindheit verfasst sie Kurzgeschichten und Romane. Mit Belladonna schrieb sie sich in die internationalen Bestsellerlisten und erntete viel Lob von ihren Kollegen. Die vielen expliziten Gewaltszenen brachten ihr allerdings auch viel Kritik ein und lösten eine weitere Debatte aus, ob Frauen (so z.B [mehr]

 

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