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Marx, my love

Grän, Christine

Rezension von Maggy
Aus der Reihe "Anna Marx"

Anna Marx hat Bonn den Rücken gekehrt nach dem sie ihrem Job als Journalistin verloren hat. Sie lebt nun in Berlin und versucht sich als Privatdetektivin eine Existenz aufzubauen. Anspielung auf Marlowe durchziehen diesen Roman und vielleicht ist Marx wirklich die weibliche Berliner Antwort auf den US-amerikanischen private eye. Knapp vor ihrem 50. Geburtstag steckt sie in einer Lebenskrise, wobei die ständige Erwähnung sexueller Bedürfnisse bald langweilen. Wie es sich für Privatdetektive gehört, hat sie ständig Geldnot und ist einsam. Sie hat aber zumindest mit einer Kneipenwirtin eine Freundin gefunden, die Kneipe scheint Anna Marx eigentliches Wohnzimmer zu sein und dessen seltsames Personal wird sehr amüsant dargestellt.

Marx wird von einer berühmten Filmproduzentin engagiert. Sie soll ihr einen rachsüchtigen Drehbuchautor vom Leib halten. Marx schnuppert in die Filmbranche hinein, wird konfrontiert mit versnobten Schauspielern, desillusionierten Autoren und korrupter Filmförderung. Marx gibt nach kurzer Zeit den Auftrag wieder ab. Sie ist sowieso nicht weit vorangekommen und ihre Sympathien gelten auch nicht ihrer Auftraggeberin. Auch das ist ein klassisches Element des privat-eye-Romans: der oder die Detektivin ist zwar völlig abgebrannt, schafft es aber dennoch potentielle Kunden zu verärgern oder durch Mord zu verlieren und dann schnüffelt just for fun weiter.

Auch in diesem Fall überlebt die Auftraggeberin nicht, sondern wird mit einer Designer-Klobürste erschlagen. Ein wahrlich filmreifer Abgang – man stellt sich unwillkürlich vor, wie Hitchcook diese Szene verfilmt hätte. In Verdacht steht jener Drehbuchautor, den Marx zuvor hätte beschatten sollen. Nun ermittelt sie weiter – ohne Auftrag und ohne Aussicht auf Geld.

Der Roman ist ein typisch für die Gattung Privatdetektiv. Der Schwerpunkt liegt auf der Hauptfigur einer einsamen Detektivin, wobei „schwer“ hier wörtlich zu nehmen ist. Allerdings fiel mir mein Sahnetörtchen aus der Hand, als ich das konkrete Gewicht von Anna Marx lesen musste, die zuvor sehr eingängig als viel zu dicke Person beschrieben wurde. Nun ja, wo beginnt nach Gräns Meinung die Fettleibigkeit? Ich bin zumindest etwas gnädiger mit mir und würde das gerne nach oben verschieben.

Die Story selbst ist in einem interessanten Umfeld angesiedelt, aber nicht sonderlich aufregend. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Hauptfigur Anna Marx, die auf sich allein gestellt ist und keine Aussicht auf Geldeinnahmen hat. Ihrer Lebenskrise wird dabei ein zu großer Stellenwert eingeräumt. Daneben gibt es aber einige bizarre Randfiguren, die dem Roman die richtige witzige Würze geben.

Alles in allem ein amüsanter Roman, dessen Spannung sich in Grenzen hält.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Deutschland, Berlin

Zeit:

2000er

Serie:

Anna Marx

Autor:

Grän, Christine

Verlag:

Bertelsmann, München

Erschienen:

Sep. 2004

Kritiker:

Maggy

ISBN:

3-570-00624-7

ISBN(13):

978-3-5700-062-5

EAN:

9783570006245

Typ:

Hardcover

 

Christine Grän

 

Christine Grän wurde in Graz geboren und lebt heute in München. Sie arbeitete lange als Journalistin, lebte fünf Jahre in Afrika und wurde mit den Krimis über die Klatschreporterin Anna Marx (als ARD-Serie verfilmt) berühmt. [mehr]

 

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