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Clout Fantasy

Hidden City Games

Rezension von Larper
Aus der Reihe "Clout Fantasy"

Was kommt heraus, wenn die Väter von Magic, dem wohl bekanntesten Sammelkartenspiel, eine neue Firma gründen (Hidden City Games) und ein neues Spiel entwickeln? Dann entsteht so etwas innovatives (manch einer würde sagen verrücktes) wie Clout Fantasy. Natürlich auch wieder ein Sammelspiel. Das innovative daran sind zwei Dinge. Zunächst die ungewöhnliche Aufmachung: Nicht schon wieder ein neues Kartenspiel – nein, das Spielmaterial sind farbige Chips. Mit 4 cm Durchmesser sind diese etwas größer als eine 2-Euro-Münze aber in etwa genauso schwer. Und damit einem Pokerchip recht ähnlich. Und zweitens benötigt man zusätzlich zu den üblichen Taktiküberlegungen eine gehörige Portion Geschick um erfolgreich zu sein. Bei Clout Fantasy entscheidet nicht nur, wer das beste Deck (hier als Stack – also Stapel bezeichnet) hat, sondern wer seine Chips zielgenau werfen kann.

Wie von anderen Sammelspielen gewohnt, stellt man sich seinen Stapel zusammen. Dieser besteht aus 15 Chips, deren Punktwert in Summe 25 nicht überschreiten darf, was zu ausgewogenen Spielen führt. Die Chips gliedern sich in vier Gruppen: Basen, Einheiten, Relikte und Aktionen. Sie sind doppelseitig (deutsch/englisch) mit Illustrationen bekannter Künstler bedruckt und zeigen neben den Grundeigenschaften (Name, Verteidigungswert, Reichweite, Punktekosten), die jeder Chip hat, spezielle Fähigkeiten. Und davon gibt es über 30. So daß gerade der Einsatz dieser Fähigkeiten spielentscheidend ist.

Zum Einstieg stehen zwei verschiedene Starter-Sets zur Verfügung. In Jedem Starter sind (neben einem kleinen Regelheft und einem Maßband) Stapel mit je 15 meist häufigen Chips von zwei Fraktionen enthalten, die im Spiel vertreten sind. Wobei jede Fraktion ihre eigene Farbe hat. In einem Starter-Set sind die Elfen (grün) und Untoten (schwarz); im anderen die Goblins (orange) und Zentauren (lila). Daneben gibt es noch eine fünfte Fraktion: die Drachen (gelb-schwarz). Die Drachenchips sind aber nur über Booster zu erhalten. Ein Booster enthält nur 2 zufällige Chips, was relativ frustrierend sein. Wenn man als Zentaurenspieler zwei Untotenchips im Booster findet, sind diese 2 Euro leider vergeblich ausgeben worden und man muß sich auf Tauschaktionen einlassen. Und bevor man einen spielbaren Stapel Drachen-Chips gesammelt hat, wird man noch mehr Geld für Booster bezahlt haben.

Jeder Spieler beginnt das Spiel mit seinem Stapel aus 15 Chips, die einer Fraktion angehören müssen. Danach wird reihum jeweils ein Chip auf die circa einen Quadratmeter große Spielfläche geworfen. Der erste Chip muß eine der beiden Basen sein. Sonst liegt es allein in der Verantwortung des jeweiligen Spielers, wann er welchen Chip einsetzt. Er hat jederzeit Zugriff auf alle seine Chips. Kommt ein Chip ins Spiel, hat dies meist Auswirkungen auf andere Chips. Man kann ganz einfach gegnerische Chips angreifen und vernichten. Die vielen Fähigkeiten lassen aber noch mehr Aktionen zu: Man kann eigene Chips unterstützen und stärken, gegnerische im Angriff schwächen, einen Chip nach dem Wurf bewegen um ihn in eine bessere Position zu bringen, usw. Aber Achtung – Chips können auch immun gegen bestimmte Aktionen sein. Da muß man sich dann andere Wege ausdenken, diese von der Spielfläche zu vertreiben. Denn zum Schluß gewinnt derjenige, der die meisten Punkte hat. Diese setzen sich aus den Punktkosten der noch auf der Spielfläche befindlichen Chips zusammen. Dazu kommen dann noch Sonderpunkte für Chips, die sich in Reichweite einer eigenen Basis befinden.

Durch das Spielprinzip ist Clout Fanatsy problemlos mit mehr als zwei Spielern zu spielen. Sämtliche Regeln sind natürlich auch änderbar. Größere Stapel oder etwa größere oder andere Spielflächen stellen kein Problem dar. Entscheidend dabei ist, daß gerade Größe und Beschaffenheit der Spielfläche einen erheblichen Einfluß auf den Verlauf des Spieles hat. Auf Sand spielt es sich anders als auf Teppichboden oder etwa Gehwegplatten aus Beton.

Am Anfang wird wohl jeder Spieler hauptsächlich zwei Probleme haben. Einerseits ist es schwierig, die Auswirkungen aller Fähigkeiten zu kennen. Das ergibt sich dann aber im Laufe mehrerer Spiele. Man wird damit irgendwann vertraut sein und braucht nicht jedesmal im Regelbuch blättern. Denn die Regeln selbst sind einfach und können auch von Grundschülern verstanden werden. Die zweite Schwierigkeit ist gleichzeitig der Reiz, den dieses Spiel ausübt. Man benötigt eine gehörige Portion Geschicklichkeit, um die Chips dahin zu werfen, wo man sie haben möchte. Das erfordert schon eine große Anzahl von Trainingswürfen um geübter zu werden. So ist es durchaus möglich, daß ein Spieler mit besseren Chips und Taktik gegen einen Spieler mit höherer Trefferwahrscheinlichkeit verliert.


Fazit:
Bei Clout Fantasy zählen Köpfchen und zum wohl auch ersten Mal in der Geschichte der Sammelspiele auch Händchen. Das einfache Spielprinzip verbunden mit dieser neuen Idee hat großes Potential. Da der Einstieg über die Starter-Sets auch nicht zu teuer ist, spricht auch beim Preis alles dafür, es einfach mal auszuprobieren. Das Spiel fordert die eigene Geschicklichkeit heraus, was durchaus Suchtfaktor hat und dabei sogar die Sammelleidenschaft für die großartigen Chips übertrifft. Kleiner Wermutstropfen ist die Zukunftsfähigkeit des Spiels. Die Booster sind doch etwas teuer und die Spielergemeinschaft zur Zeit noch klein.

Datenbank:0.0014 Webservice:0.1132 Querverweise:0.0078 Infos:0.0010 Verlag,Serie:0.0009 Cover:0.0001 Meinungen:0.0012 Rezi:0.0002 Kompett:0.1261

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

Links

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Clout Fantasy

Autor:

Hidden City Games

Verlag:

Amigo-Spiele, Dietzenbach

Erschienen:

Okt. 2005

Kritiker:

Larper

ISBN:

1-933-38041-1

ISBN(13):

978-1-9333-804-4

EAN:

9781933380414

Typ:

Tabletop

 

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