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Mariel - Das Geheimnis der Glocke

Jacques, Brian

Rezension von Schwertfang
Aus der Reihe "Redwall"

Mit mittlerweile achtzehn Romanen hat sich die Reihe von Brian Jacques’ „Redwall“ in der europäischen und amerikanischen Kinderbuchszene etablieren können. Ging man immer von ein wenig Wiederholungsgefahr aus, so strafte uns der stets vielbeschäftigte Liverpooler immer wieder mit Lügen. Nachdem bis zum Band „Mattimeo“ ausschließlich männliche Mitglieder eines Mäusestammbaums den Helden mimten, kommt nun jemand ganz anderes zum Zuge. Die Rede ist von Mariel, der Mäusemaid.

Zu Beginn des Romans „Das Geheimnis der Glocke“ ist jedoch von einer ganz anderen Mäusedame die Rede: eine junge Maid wird an den Strand gespült und zieht nun, ihres Erinnerungsvermögens beraubt, umher, auf der Suche nach Hilfe. Sie wird von Möwen angegriffen, aber mittels eines dicken Seils mit einem Knoten schlägt sie diese in die Flucht. Fortan nennt sie sich „Sturm Möwenprügel“, von der Ursache ihres Namensverlustes und dem eigenwilligen Namen ihrer Waffe herrührend.

Indes, auf der weit entfernten Insel Terramort, haust Seerattenkapitän Gabuhl, genannt „der Wilde“, der den Glockenmacher Josef in seine Gewalt gebracht hat. Trotz allen Bemühungen gelinbgt des dem grausamen Anführer einer Horde Piraten nicht, die Glocke zum Sprechen zu bringen, damit diese seinen Namen in alle Himmelsrichtungen weitergibt. Um das Geheimnis der Glocke zu enträtseln, schickt Gabuhl sogar eine ganze Mannschaft aus, um die Abtei Redwall ausfindig zu machen. Dort, so denkt er, würde man schon des Rätsels Lösung finden.

Nach Redwall verschlägt es auch Sturm Möwenprügel, nachdem ihr einige freundliche Hasen weitergeholfen haben. Der Hasenbarde Tarquin begleitet sie, und in der Abtei gelingt es den Redwallern, das Gedächtnis der Mäusemaid aufzufrischen. Sie ist Mariel, Tochter des Glockenmachers Josef, und Gabuhl hat ihr Schiff versenkt, ihren Vater entführt und die Glocke gestohlen. Ohne Zögern macht sich die rachsüchtige Mäusin auf, ihren Vater zu befreien, stößt aber auf Widerstand seitens der Abteimitglieder. Lediglich Tarquin, der durch einen mystischen Traum mit dem Schwert Martins des Kriegers ausgestattete Mäuserich Dandin und der Igel Darry begleiten sie auf ihre gefährliche Reise.

Der mit der Erkundung beauftragte Kapitän, die einäugige Ratte Graufleck, erreicht kurz nach ihrer Abreise Redwall und belagert die Mauern mit seinen Männern über mehrere Tage hinweg. Mariel und ihre Freunde wiederum müssen viele gefährliche Abenteuer überstehen, ehe sie endlich dem nach und nach wahnsinnig werdenden Gabuhl zu bezwingen versuchen können...

„Mariel – Das Geheimnis der Glocke“ lebt von seinen gegensätzlichen Charakteren. Mitnichten ist Mariel eine zierliche kleine Dame, sondern eine kampfeslustige Furie, ein starker weiblicher Charakter, der mehr oder weniger zögerliche Männchen zur Seite stehen. Das Einbinden der Hasen, beispielsweise Tarquin oder Oberst Salbei, dient mehr der Unterhaltung, während Gabuhl einem so richtig leid tun kann. Bislang ist er der unglücklichste Schurke der Reihe, zum Ende möchte man gar noch Mitleid für ihn empfinden, fehlt es ihm doch an Durchtriebenheit und Grausamkeit, wie einst Cluny oder Slagar.

Schmerzlich vermissen wird man die Rätseleinlagen, die Jacques hier deutlich zurückgeschraubt hat. Dafür jedoch gibt es beste seefahrerische Unterhaltung: der Autor zeigt, was er noch so alles von seiner Zeit auf hoher See gelernt hat.

Allein der Umstand, dass hier Tiere sich gegenseitig nicht zu knapp umbringen, dämpft den doch recht hohen Gewaltpegel. Nicht unbedingt für die Zartbesaitesten unter den Lesern ist dieser Band gedacht.

„Mariel – Das Geheimnis der Glocke“ ist ein hervorragender Abenteuerroman, welcher vermittelt, dass mit Freundschaft und Mut auch der Kleinste zum größten Helden werden kann. Ein weiterer guter Band der „Redwall“-Saga.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Mossflower

Serie:

Redwall

Autor:

Jacques, Brian

Verlag:

Omnibus, München

Erschienen:

Nov. 2003

Kritiker:

Schwertfang

ISBN:

3-570-21316-1

ISBN(13):

978-3-5702-131-2

EAN:

9783570213162

Typ:

Taschenbuch

 

Brian Jacques

 

Brian Jacques wuchs im nordenglischen Liverpool auf. Heute lebt er wieder dort. Seine eigene Biografie hat gewisse Ähnlichkeiten mit den Geschichten, die er schreibt. Er ging als 15jähriger zur See und arbeitete nach seiner Rückkehr als Dockarbeiter, Brummifahrer, Polizist und Animateur [mehr]

 

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