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Martin der Krieger

Jacques, Brian

Rezension von Schwertfang
Aus der Reihe "Redwall"

Über fünf Millionen Mal verkauften sich bislang Brian Jacques’ Werke zu der bei jungen Lesern beliebten Reihe „Redwall“. Man taucht ein in die Welt der Tiere, doch rüsten sie hier in einer mittelalterlichen Atmosphäre mit Zähnen, Klauen, Klingen und Rüstungen zum Kampf gegen Eindringlinge, Tyrannen und Geißeln. Siebzehn Mal schon standen sich Mäuse, Hasen, Eichhörnchen, Otter oder Dachse ihren niederträchtigen Feinden, den Füchsen, Ratten, Wildkatzen, Frettchen, Hermelinen oder Wieseln gegenüber. Martin der Krieger , erprobter Recke, muss sich dieses Mal mit dem gewieften Böswill auseinandersetzen.

Der Held ist kein Unbekannter: in „Mossflower“ befreite er die Abtei Redwall von der steten Bedrohung der grausamen Wildkatze Zarina. Dies hier ist seine ruhmreiche Vorgeschichte: der Sohn des legendären Luke verliert durch Seeratten seine Mutter und wird durch den Hermelin Böswill gefangen genommen. Dieser eignet sich das Schwert seines Vaters an und zieht sich damit den Zorn seines Sklaven zu. Martin schwört, sich dafür an Böswill zu rächen, und gemeinsam mit Mäuserich Broom und dem kriegerischen Eichörnchen Felldoh gelingt ihm die waghalsige Flucht aus der Festung des Tyrannen. Fortan bemühen sie sich, alle anderen Sklaven aus Marschank zu befreien und Böswills Herrschaft zu beenden.

Zahlreiche Verbündete – aber auch jede Menge Gefahren – warten auf Martin und seine Freunde: die Fahrende Farnkrauttruppe, eine bunt gemischte Gauklerschar, von einem Hasen angeführt, steht ihnen zur Seite, ebenso Späte Rose, eine Mäusin und Martins einzige wahre Liebe. Gemeinsam bilden sie unter vereintem Banner den Widerstand gegen den Schurken, der ihnen immer mehr Häscher hinterherschickt.

Böswill hat indes andere Sorgen: sein alter Weggefährte, der fette Hermelinpiratenkapitän Tramon Pantine macht sich in seiner Burg samt seiner aufmüpfigen Schar breit und will partout nicht verschwinden. Giftanschläge, falsche Versprechungen, selbst mit blanker Klinge, der unerwünschte Gast möchte nicht aus seinen Gemäuern verschwinden. Und der havarierte Kapitän ohne Schiff amüsiert sich köstlich über Böswills stets scheiternde Versuche, die entflohenen Sklaven einzufangen – schlimmer noch, andauernd hauen ihm weitere ab. Der Geduldsfaden des Hermelin ist schnell gerissen, und da steht auch schon das Heer des Widerstandes mit zahlreichen Freiwilligen vor seinen Toren...

Noch als eines der frühesten Werke versteht sich „Martin der Krieger“ noch als großes Fantasyabenteuer mit jeder Menge Säbelrasseln und waghalsigen Aktionen. Die obligatorischen Rätsel und Gesangseinlagen bleiben natürlich nicht aus, nehmen aber noch nicht überhand wie es leider in späteren Werken des Meisters der Fall ist. Mit Böswill als Schurken wird jedoch die lange Tradition „guter“ Bösewichte gebrochen: verhältnismäßig harmlos und uninspiriert geht der Hermelin vor und kann nicht einmal die geradlinige Bösartigkeit eines Cluny („Redwall“) überbieten. Bis dato der schwächste Kontrahent der Helden, der zudem noch mit Martin den wohl hartnäckigsten und stärksten Kämpfer auf Seiten der Guten als Widersacher serviert bekommt. Freude kommt immer dann auf, wenn der herrlich nervige Kapitän Pantine den Tyrannen zur Weißglut bringt: eindeutig stiehlt der dicke Hermelin seinen schlanken Artgenossen die Show, und man merkt, dass Jacques seine wahre Freude mit ihm hatte. Martin selbst erweist sich als tapfer und mutig, geht aber hier auch als wohl traurigster Held der Saga in die Geschichte ein, gerade wegen seiner Schar an schillernden Freunden mit ihren kleinen Problemen, die mehr als sonst den Sieg teuer erkaufen müssen.

Allzu große Überraschungen kann man natürlich nicht mehr erwarten: Böse pisackt Gut, Gut sammelt sich und besiegt Böse. Jacques liefert zwar ein blendendes Setting, verbaut sich aber durch unnötige Nebenhandlungen bessere Möglichkeiten: das eigentliche Finale ist erschreckend kurz, das Schicksal von bis dahin wichtigen Charakteren wird im Fließtext abgehandelt. Man könnte meinen, Jacques hat unter Zeitdruck gestanden. Immerhin bekommt man den Showdown, welchen man einem Helden vom Schlag eines Martin auch gönnt. Vorkenntnisse aus „Mossflower“ sind zum Verstehen nicht notwendig, die Welt der Mäuse und Raubtiere ist schnell für jedermann zugänglich. Alles in allem nicht der beste „Redwall“-Roman, beileibe aber auch nicht der schlechteste.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos Brian Jacques:
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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Mossflower

Serie:

Redwall

Autor:

Jacques, Brian

Verlag:

Omnibus, München

Erschienen:

Okt. 2004

Kritiker:

Schwertfang

ISBN:

3-570-21365-x

ISBN(13):

978-3-5702-136-10

EAN:

97835702136510

Typ:

Taschenbuch

 

Brian Jacques

 

Brian Jacques wuchs im nordenglischen Liverpool auf. Heute lebt er wieder dort. Seine eigene Biografie hat gewisse Ähnlichkeiten mit den Geschichten, die er schreibt. Er ging als 15jähriger zur See und arbeitete nach seiner Rückkehr als Dockarbeiter, Brummifahrer, Polizist und Animateur [mehr]

 

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