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Das Vampir Programm

Mensing, Hermann

Rezension von jpk

Finderlohn kann für den ehrlichen Finder durchaus lohnenswert sein. So geht es zumindest Otto. Denn für seine Ehrlichkeit erhält er einen Computer, einen richtig modernen mit allen drum und dran. Doch richtig bedienen kann er ihn nicht. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass er irgendjemand sonst dran lässt. Vor allen nicht Rudi. Was den natürlich absolut nervt.

Prompt sinnt Rudi auf Rache und besorgt sich von seinem Freund ein richtig fieses Virus Programm. Doch wie fies das Programm wirklich ist, das kann er sich bei bestem Willen nicht vorstellen. Der Computer wirkt irgendwie bedrohlich, nein, er wirt nicht nur so, er ist es. Und dann sind plötzlich alle in übler Gefahr.

Rudi verschwindet plötzlich spurlos und der Computer gibt komische Geräusche von sich. Er bedroht Otto und seine Mutter. Verzweifelt versucht Otto Hilfe zu organisieren. Doch so einfach scheint das nicht zu sein.

Hermann Mensing lässt in dem Roman einen Computer verrückt spielen. Nicht nur verrückt, sondern der Rechner wird regelrecht zur Menschenfressenden Höllenmaschine. Das ist allerdings schon fast alles, was zwischen dem Titel "Vampir-Programm“ und dem Inhalt einen Zusammenhang darstellt. Der Computer wird nicht, wie der Titel suggeriert zu einem Blutsauger, sondern einem bedrohlichen technischen Gerät, das machtgierig mit eigenem, teuflischem Geist um sich greift. Ursache dafür soll ein Virus Programm sein, das auf einer Diskette von einem Freund eingeschleust wurde.

Die Sprachwahl ist betont jugendlich cool und bewegt sich gerade so am Rande des Glaubhaften. Die mir bekannten Kinder der Altersgruppe reden anders (doch das ist lokal gefärbt). Das mit 96 Seiten und gut lesbarer Schriftgröße recht dünne Buch ist für das Alter ab 8 Jahren vorgesehen. Dementsprechend passend ist der Grusel dosiert und es kommt nicht wirklich jemand zu Schaden (außer dem Computer). In schneller Folge lässt jedoch Mensing Personen auftreten und wieder verschwinden und völlig unzusammenhängende Ereignisse passieren, so dass für das Lesealter etwas Verwirrung vorprogrammiert ist.

Rätsel wirft mir nur die Zielsetzung des Buches auf. Es wird pädagogisch so fast gar nichts vermittelt, was ich meinen Kindern mitgeben würde. Der übelste Bursche, mit dem am Anfang auch noch fast eine handfeste Auseinandersetzung stattfindet, rettet schließlich die Chose im Kopfstand. Ich kann mir den Typen schwer als Vorbild vorstellen. Insgesamt wird der Computer stark personifiziert und als bedrohlich dargestellt. Sinnvoll wäre es meiner Einschätzung eher das Gerät bei den Kindern zu entmystifizieren. Dass diese Kritikpunkte auftreten, wundert mich insoweit, da Mensing auf dem Gebiet der Kinderliteratur ein erfahrener Recke ist.

Die Geschichte ist unterhaltsam, für bis 12jährige Kinder sicherlich auch noch gruselig (ältere kennen sich so gut mit dem Computer aus, dass sie die technisch, logischen Fehler finden). Eine Kaufempfehlung kann ich jedoch nur bedingt aussprechen.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

 

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Ueberreuter, Wien

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Mensing, Hermann

Verlag:

Ueberreuter, Wien

Erschienen:

Feb. 2004

Kritiker:

jpk

ISBN:

3-800-05091-9

ISBN(13):

978-3-8000-509-8

EAN:

9783800050918

Typ:

Hardcover

 

Hermann Mensing

 

Hermann Mensing, wurde am 06.03.1949 nahe der niederländischen Grenze geboren. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule Münster und schloss 1979 seine Ausbildung mit dem zweiten Staatsexamen ab. Als Autor debütierte Mensing 1984 bei Rowohlt mit "Der radikale Träumer", einem elektronischen Märchen [mehr]

 

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