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Hochzeit im Salzkammergut

Olsen, Ralf

Rezension von sgo

Als mir mein Redakteur einige Horrorfilme zum Rezensieren einpackte, schmuggelte er mir auch noch dieses Paket mit in die Tasche. In einem schön aufgemachten Schuber fanden sich 3 deutsche Filme aus den fünfziger Jahren, und ich war ernsthaft am Überlegen, wofür er mich eigentlich bestrafen wollte. Aber dann setzte ich mich doch mannhaft vor den Fernseher, trank mir etwas Mut an und begann mit der Sichtung dieser Meisterwerke. Und der erste davon war
eben diese "Hochzeit im Salzkammergut".

Er begann sogar auf überraschende Weise wie ein Horrorfilm, so das mein Redakteur vielleicht gar nicht mal so falsch lag: wenig glaubwürdig aufgemachte Geister fallen über einige schlafende Leute her, welche wohl in einem Burghotel übernachten. Ich zwickte mich, aber träumte nicht. Nach diesem höllischen Intermezzo begann dann die eigentliche Handlung:

Der Schlagersänger Udo (Udo Jürgens) hat derzeit viel Erfolg mit seinen seichten Schlagern und würde nun gerne seine Langzeitfreundin Eva heiraten. Eva will sich aber erst binden, wenn sie es als Schauspielerin auf der Bühne zu Etwas gebracht hat. Sie hat sogar ein Engagement bei einer kleinen Provinzbühne im Salzkammergut erhalten. Wie der Zufall so spielt gastiert die Musikrevue von Udo ausgerechnet im Nachbarort, und schon während des Bustransfers werden die Zuschauer mit allerlei Musikdarbietungen beglückt:

„Klingelingeling, Klingelingeling macht die Bimmelbahn von Rio de Janeiro,
und alle Brasilianer schwenken den Sombrero“

Mein Redakteur hatte recht: so sieht der wahre Horror aus. Während ich verzweifelt versuchte, einem Hörsturz zu entgehen, wechselte man nun die Musikrichtung und bot etwas musikalische Folklore auf einer übertrieben dargestellten Bauernhochzeit. Blasmusik und Männerchor, so stell ich mir die Hölle vor; laut Klappentext waren übrigens die Oberkrainer und die original Egerländer Musikanten für den Folklorepart verantwortlich.

Aber auch die flottere Jugend bekommt noch etwas Moderne Tanzmusik geboten, und so wird ein heißer Twist aufs Parkett gelegt. Diese Musikdarbietung verdirbt übrigens den Theaterschauspielern ihre Vorstellung, so das sie sich am Revueensemble mit einer improvisierten Geisterstunde rächen. Dies erklärt denn auch den kuriosen Beginn des Filmes sowie die schlechte Geister-Maskerade.

Der Rest des Filmes behandelt den Kleinkrieg der Schauspieler gegen die Musikanten und kann getrost ignoriert werden. Es geht im Film sowieso nur darum, einige Musiknummern aneinander zu reihen. Dabei werden mit Udo Jürgens und Peggy March durchaus Namen aufgeboten, die man auch heutzutage noch kennt.

Wie soll ich den Film klassifizieren? Als Komödie? Als Musikfilm? Es ist zumindest schon mal etwas völlig anderes als Alles, was ich sonst so sehe. Aber in meiner Verwirrung wurde mir geholfen, denn wie lautet eine schöne Dialogzeile im Film ?

„Ich komme mir vor wie in einer deutschen Schlagerklamotte.“

Das ist es: eine Schlagerklamotte. Die Witze sind flau, die Reime sind schlecht, und die dargebotene Musik ist eindeutig Geschmackssache. Dieser Film stammt übrigens aus dem Jahr 1965 und ist damit sogar das „modernste“ der 3 Filme. Als Horrorfilm taugt er allerdings wenig, und auch die Splattereffekte sind recht enttäuschend gemacht.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mies)

Anspruch:

(Kindisch)

Spannung:

(Langweilig)

Brutalität:

(Gewaltfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Zeit:

1965

Autor:

Olsen, Ralf

Verlag:

Polyband, München

Erschienen:

Jan. 1965

Kritiker:

sgo

Typ:

DVD

 

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