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Spielsteine der Götter

Wolf, Heike

Rezension von Hyndara
Aus der Reihe "Das Schwarze Auge"

Taron ist ein junger Heißsporn mit nur einem Wunsch: Er will Geweihter werden und Rondra dienen. Doch schon bei seiner Ankunft in Donnerbach gibt es Ärger, sein Noviziat steht auf dem Spiel. Daß er doch aufgenommen wird, verdankt er einem glücklichen Zufall - denkt er. Erst Jahre später erkennt er das wahre Wirken Rondras in und durch ihn. Doch da scheint es fast zu spät.

Was auch für Nicht-Rollenspieler die DSA-Romane so anziehend gemacht hat (immerhin waren sie, wenn auch gern verschwiegen, die „Bestseller“ bei Heyne) war der liebevolle Umgang der Autoren mit ihren Figuren, die Darstellung Aventuriens, eines Kontinentes, der mit jedem Roman neu zu erstehen schien.

Nun ... Heyne hat seine Fantasy-Abteilung geschlossen - bzw. wird es in der nächsten Zeit tun, gibt die Autoren an Blanvalet ab und ließ die DSA-Rechte an Fanpro zurückfallen. Die Heyne-DSA-Romane sind so gut wie ausverkauft, nur noch Reste sind zu haben, doch Fanpro will wohl in der Zukunft auch diese Bücher wieder auf den Markt bringen - es wäre jedenfalls zu wünschen.

Ich sage nicht, daß „Spielsteine der Götter“ ein schlechter Roman ist, doch entgegen der wirklich guten DSA-Romane fällt er meilenweit in den Abgrund, was ich als sehr schade empfinde. Eine Geschichte sollte e r z ä h l t werden, mit allen Konsequenzen. Die Figur des Taron aber wirkt wie in eine Form gepreßt, die einfach nicht passen will, er will ausbrechen, als Leser merkt man das deutlich und möchte am liebsten auf die Straße gehen, mit einem Schild in der Hand: „Freiheit für Taron!“ Aber es nutzt nichts, der arme Kerl muß weiter seinen engen, von der Autorin vorgezeichneten Weg gehen, stößt auf Hindernisse, die allzu absehbar sind, fällt auf so offensichtliche Fallen herein, daß sie schon von weitem schreien, und ...

Nein, ich will diesen Roman nicht verreißen, aber, ehrlich gesagt, mir bleibt kaum etwas anderes übrig. Nacherzählungen wie eben die „Spielsteine“ können durchaus unterhaltsam und spannend sein. Aber dieser Roman kann all das nicht. Er kann nicht einmal fesseln. Er verwirrt höchstens, weil man bis zum Schluß (und darüber hinaus) rätselt, was es denn nun mit Marga auf sich hat. Und, ich wiederhole mich, aber wieder ehrlich gesagt, sie ist die einzige Figur im ganzen Roman, die zumindest halbwegs glaubhaft wirkt. Nicht Taron mit seinem eingebildeten Selbstmitleid, nicht die stolzen, und doch so engstirnigen Geweihten Rondras, auch nicht Borbarads Helfer (die geradezu in Klischees ersaufen), nein, eine Halbelfe, der im ganzen Roman vielleicht fünfzehn bis zwanzig Seiten gewidmet sind. Doch diese Nebenhandlung ergibt bis zum Ende einfach keinen Sinn - oder ich habe ihn schlicht und ergreifend nicht gefunden.

Auch Spannung sucht man weitestgehend vergeblich. Die Kämpfe werden, wenn überhaupt, aus Tarons „Sicht“ geschildert (da er Berserker ist, also so gut wie gar nicht), die Gegenspieler sind durchschaubar und wirken eher mitleiderregend.

Die Autorin wollte offensichtlich ein „Lebenswerk“ schaffen, doch der Versuch ging gründlich daneben. Nicht nur, daß man die Handlung schon aus X verschiedenen Filmen und Büchern kennt, sie kann dem auch nichts neues zufügen. Der Roman bleibt langweilig, von der ersten bis zur letzten Seite. Er löst sich nicht auf, er erklärt sich nicht richtig - auf Figuren und Spannung bin ich gerade schon eingegangen, dazu ist nichts mehr zu sagen.

DSA-Romane können viel bewirken, sie können gut sein, Preise einheimsen, dafür nominiert werden, etc. Dieser aber kann es nicht. Er ist unglaubhaft, laienhaft geschrieben, ohne auch nur ein Quentchen Liebe zu Figuren oder Handlung. Definitv eines der schlechten Bücher der DSA-Reihe. Schade, aber leider wahr.

Herstellerinfo:
Donnerbach im Jahre 3 Hal: Der junge Taron von Gratenbach träumt davon, als Novize im Tempel der Göttin Rondra aufgenommen zu werden. Doch bald muß Taron erkennen, daß die Weihe nicht die einzige Prüfung der grimmigen Leuin ist. Tief in ihm gärt eine Wut, die ihn zwischen Pflichterfüllung und Leidenschaft zerreißt. Lange irrt er rastlos durch Aventurien, bis er schließlich seine Bestimmung im Kampf gegen eine Bedrohung findet, die ganz Aventurien in ihre Gewalt bringen will ...

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Wertung

 

Gesamt:

(Mies)

Anspruch:

(Klolektüre)

Spannung:

(Langweilig)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Fantasy Productions, Erkrath

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Aventurien

Serie:

Das Schwarze Auge

Autor:

Wolf, Heike

Verlag:

Fantasy Productions, Erkrath

Erschienen:

Mar. 2004

Kritiker:

Hyndara

ISBN:

3-890-64591-7

ISBN(13):

978-3-8906-459-9

EAN:

9783890645919

Typ:

Taschenbuch

 

Heike Wolf

 

Heike Wolf,1977 geboren, hat bereits ein bewegtes Leben sich. Von ihrem Geburtsort, Bonn, zog die Familie nach Aurich/Ostfriesland. Dort hielt es sie doch nur bis zu ihrer Studienzeit, die sie in Marburg verbrachte. Geschichte und klassische Philologie waren ihre Studienfächer [mehr]

 

Das Schwarze Auge

 

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