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Clansroman: Anthologie

Wieck, Stewart

Rezension von Christoph Fischer
Aus der Reihe "Vampire: Die Maskerade"

In der verkommenen und vor den Augen Normalsterblicher verborgenen Welt der Kainskinder geht die Angst um. Immer häufiger sprechen Vampire von Gehenna - der seit langem prophezeiten Nacht der Apokalypse, in der sich die ältesten Vampire, die mythischen Vorsintflutlichen, aus ihren verborgenen Ruhestätten erheben werden, um alle jüngeren Vampire zu verschlingen. Gehenna, so sagen die Kainskinder, wird das Ende der Welt einläuten, in dem Vampire und Sterbliche gleichermaßen in einer ungeheuren Blutflut ertrinken werden. Manche Vampire bemühen sich, Gehenna zu verhindern, manche warten fatalistisch darauf, und andere wieder halten es für einen Mythos. Wer aber an Gehenna glaubt, der sagt, die Endzeit stünde unmittelbar bevor - vielleicht bleiben uns nur noch Jahre.
In den Clansromanen geht es um diese letzten Nächte. Die Reihe ist eine monumentale Reise in die verbotene Welt der Kainskinder. Die Ereignisse nahmen im Clansroman „Toreador“ ihren tragischen Anfang und fanden im Clansroman „Nosferatu“ ihren vorläufigen Abschluss. „Anthologie“ ist der 14. und letzte Band der Clansromanreihe in der Welt von „Vampire: Die Maskerade“. Es verspricht einige Antworten auf Rätsel zu geben, die in der Reihe selbst nie gelöst wurden.

Das Wort „Anthologie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Blumenlese". Es steht für eine Sammlung von Gedichten, Sprüchen oder Prosastücken. Im Fall des vorliegenden Bandes handelt es sich um dreizehn neue Kurzgeschichten – für jeden Clan eine. In ihnen trifft man die bereits bekannten Charaktere aus den Clansromanen wieder. Nicht alle der Kurzgeschichten spielen nach dem Clansroman „Nosferatu“. Einige geben Einblick in die Hintergründe der Charaktere noch vor dem eigentlichen Beginn der Geschichte. Erzählt werden sie von den Verfassern der Serie und zwei neu hinzugekommenen Autoren: Bruce Baugh und Robert Hatch.
Die Umschlagillustration von John van Fleet zeigt eine Zusammenstellung von Charakterzeichnungen, wie sie bereits von den Clansromanen, dem Spielleiter- Sichtschirm und aus Regelwerken bekannt sind. Von der Rückseite zur Vorderseite, von links nach rechts, zeigt es einen Teil der Hauptcharaktere aus den Clansromanen: den Ravnos Khalil Ravana, den Malkavianer Anatole, die Giovanni Isabel, den/die Tzimisce Sascha Vykos, Theo Bell, Archont des Clans Bruhja, und die Assamitin Fatima al-Faqadi. Umrammt werden sie von dem für „Vampire: Die Maskerade“ typischen grün-schwarzen Marmor.
Das Seitenlayout hat sich im Vergleich zu den anderen Büchern der Serie nur geringfügig geändert. Über der bekannten Einleitung der Kapitel mit Tag, Uhrzeit und dem Ort der Handlung, thront nun der Titel der Kurzgeschichte mit dem jeweiligen Clanssymbol und dem Namen des Autors.

Leider haben einige der Kurzgeschichten, abgesehen von den Charakteren, überhaupt keinen Bezug zu den dreizehn Clansromanen. „Anthologie“ ist somit keine richtige Fortsetzung, sondern erzählt eher einzelne Lebensabschnitte der Hauptcharaktere. Manche der Kurzgeschichten zu den jeweiligen Clans wirken irgendwie erzwungen, so als ob man unbedingt alle Clans vertreten haben wollte. Das Ergebnis sind teilweise sehr befremdliche Geschichten, wie beispielsweise die Eroberung einer Enklave des Hauses Goratrix durch Sascha Vykos, oder die Geschichte, in der ein Vampir seine unmenschliche Rache an einer Familie über mehrere Generationen ausübt. Diese hat überhaupt nichts mir dem Clan Ventrue zu tun, außer dass am Rande Jan Pieterzoon vorkommt.
Das soll aber nicht heißen, dass die Geschichten schlecht wären. Sie lassen sich gut lesen und geben interessante Einblicke in die verkommene und verachtenswerte Welt der Vampire. Doch geht dies meist auf Kosten der so mühevoll in den vorherigen Romanen aufgebauten Sympathie für die Hauptcharaktere. Auch sind viele der Kurzgeschichten einfach zu kurz oder wirken im Rahmen der Clansromane fehl am Platz.
Besonders gut hat mir dagegen die Ravnos- Geschichte gefallen. Sie beschreibt auf angenehm zu lesende Weise eine Liebesgeschichte zwischen Vampiren. Am Ende erfährt man, dass der kleine Gauner Khalil Ravana einfach nur reingelegt wurde und deswegen eine so unbedeutende Person überhaupt in den Clansromanen vorkommt.

Fazit:

„Anthologie“ ist meiner Meinung nach kein würdiger Abschluss für so eine monumentale Reihe, wie die Clansromane. Für sich betrachtet sind die Kurzgeschichten interessant, aber sie haben keinen wirklichen Bezug zu den bisherigen Clansromanen.
Besonders enttäuschend fand ich, dass nicht wie im Klappentext versprochen, Antworten auf einige Rätsel gegeben werden. Es werden lediglich Dinge beim Namen genannt, die vorher der Phantasie des Lesers überlassen wurden. Dadurch wird eher der bisherige Reiz der Geschichte zerstört, als die Neugierde befriedigt. Manche Dinge sollten wohl einfach nicht gesagt werden.
Deswegen kann ich diesen Roman nur bedingt weiterempfehlen. Wer alle Clansromane bereits sein eigen nennt und die Sammlung vervollständigen will, wird sicher auch bei diesem Buch zugreifen. Andere sollten sich sehr genau überlegen, ob sie für ein paar Antworten wirklich, die sich in den dreizehn Bänden mühevoll aufgebaute Spannung, Träume und Illusionen zerstören wollen.
Wer die vorherigen Geschichten nicht kennt, wird mit diesem Band auch nichts anfangen können. Als eigenständiges Werk ist „Anthologie“ nicht lesbar, da einfach das Hintergrundwissen fehlt, um die einzelnen bruchstückhaften Handlungsstränge zu verstehen.

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Vampire: Die Maskerade

Autor:

Wieck, Stewart

Verlag:

Feder & Schwert, Mannheim

Erschienen:

Mar. 2003

Kritiker:

Christoph Fischer

ISBN:

3-935-28248-6

ISBN(13):

978-3-9352-824-2

EAN:

9783935282482

Typ:

Taschenbuch

 

Vampire: Die Maskerade

 

Langsam versinkt die Sonne hinter dem Wald, es wird dunkel. Die Nacht sucht die Erde heim. Hier und da arbeiten noch viele Leute, manche setzen sich in ihr Auto und fahren nach Hause. Andere suchen ein nettes Lokal auf um etwas zu essen oder nur ein Schwätzchen zu halten. Das alles wäre ein völlig normales Leben, wenn da nicht andere erwachen würden [mehr]

 

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