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X-Rebirth

Egosoft

Rezension von Cronn

Ein Werkstattbericht


Als ich durch das Cockpit meines Raumfrachters Albion Skunk blicke, erkenne ich den grenzenlosen Weltraum, der in schillernden Farben einer Supernova-Explosion erstrahlt. Und ich weiß wieder, warum ich Pilot eines Raumschiffs geworden bin. Der Anblick aus der Kanzel des Frachters ist immer wieder überwältigend. Von Sternensystem zu Sternensystem ändert sich die Einfärbung, die Sonnenwinde, der Überstrahleffekt, einfach alles.
Vor mir ziehen andere Raumfrachter ihre Bahnen, auf ewig auf dem Weg zu einem unbekannten Ziel, mittels der Highways hinaus zu den Sternen, um dort Handel zu treiben oder als Pirat den anderen Handeltreibenden das Leben schwer zu machen.
Plötzlich zucken Laserstrahlen auf. Ein gewaltiger Getreidefrachter wird angegriffen – ich checke meine Bewaffnung, meine Energiereserven, alles okay – ich werde ihm zu Hilfe eilen.
Schnell den Turbo eingeschaltet und schon geht es los!
Ich nähere mich in schneller Geschwindigkeit dem Raumkampf. Es sind mindestens ein halbes Dutzend kleinerer Schiffe, die wie Stechmücken den Frachter umschwirren und mit Lasersalven beharken.
Auf Gefechtsweite herangekommen lasse ich meinen Bergbaulaser blaues Feuer spucken. Ein erster Angreifer vergeht in einer Wolke glühender Schrottstücke. Ein weiterer fängt eine nächste Salve meines Lasers ein, ehe die anderen auf mich aufmerksam werden.
Ich ziehe knapp über den Frachter hinweg und verstecke mich auf dessen sonnenabgewandter Seite. Doch nur für einen Moment, dann rücken die anderen Angreifer nach und beschießen mich. Meine Schutzschilde halten den Beschuss aus. Ich muss nun die Feinde ausmanövrieren, um in eine Schussposition zu kommen. Da mir ein Radar fehlt, ist das eine schwierige Aufgabe. Nach etlichen Anläufen gelingt es mir und in meinem Blasterfeuer vergeht ein weiteres Schiff.
Inzwischen haben sich noch andere Raumgleiter für mich Partei ergreifend in das Gefecht gestürzt und es herrscht ein vollkommenes Durcheinander. Im allgemeinen Chaos bemerkt niemand, dass sich einer der Angreifer zurückziehen will. Aber ich sehe meine Chance, auf eine Kaperfahrt und setze ihm nach.
Wäre doch gelacht, wenn es mir nicht gelingen würde, den Typen zu entern...

X – REBIRTH heißt das langersehnte Spiel, das im November erschienen ist. Der Entwickler Egosoft ist bekannt für die X-Reihe und liefert somit deren neuesten Ableger. Vertrieben wird das Game durch Koch Media.
Aber wie gelungen ist der neueste Streich der deutschen Entwicklerlegende Egosoft?

Hintergrund:
X – REBIRTH ist seit sieben Jahren in der Entwicklung gewesen. Das Alter merkt man dem Spiel in jeder Weise nicht an. Aber was ist X – REBIRTH denn nun genau? Wie schon aus der Einleitung erkennbar ist X – REBIRTH ein sogenanntes Weltraum-Sim-Spiel. Es simuliert eine Weltraumumgebung im SF-Setting. Aber X – REBIRTH ist mehr als nur Action, wie man meinen könnte. Das Game vereint in sich die Elemente aus Action, Simulation und Handelsstrategie.
Das Genre der Weltraum-Sims war lange Zeit einzig durch die X-Serie besetzt, nachdem die meisten Entwickler und Publisher sich anderen Genres zugewandt haben. Die X-Serie neu zu erfinden, war nun die Aufgabe von Bernd Lehahn und seiner Crew, um alte Zöpfe abzuschneiden, Innovationen zuzulassen und neue Käuferschichten zu erschließen.

Gameplay:
Man steuert in der Kampagne die Albion Skunk, einen Raumfrachter, den man nach und nach aufrüsten kann. Es bleibt das einzige Raumschiff, das man fliegt. Später kann man weitere Schiffe befehligen, ganze Flotten zusammenstellen. Aber selbst fliegen kann man diese nicht.
Die aus den Vorgängern bekannten Sternentore sind ausgefallen, man bewegt sich mittels sogenannten Highways von System zu System. Dabei gibt es ein Mini-Spiel, um schneller voranzukommen – eine nette Idee, die sich aber nach kurzer Zeit abnutzt.
Auf den Raumstationen kann man landen und herumlaufen. Von den dortigen Bewohnern erhält man Nebenaufträge und Informationen zum Fortgang der Kampagnenhandlung und mehr. Man sollte die Stationen auch umfliegen, um an den sogenannten Info-Points mehr über die Stationssegmente zu erfahren. Auf diese Weise kann man auch Großraumschiffe umfliegen und z.B. gezielt Waffensysteme, Triebwerke, Schildgeneratoren und dergleichen auszuschalten.
Die Steuerung per Maus und Tastatur funktioniert im Raumflug wunderbar, offenbart aber ihre Eigenheiten und Tücken, wenn man das Detail betrachtet. Beispielsweise vermisst man einen Radar, um seine Lage im Raum gegenüber Feinden einzuschätzen. Auch die Menüführung ist gelinde gesagt – eigenartig. Manche Unterpunkte sind nur durch mehrmaliges Weiterklicken auf kleine Menükarten erreichbar. Wieso verwendet man nicht den linken Doppelklick oder die rechte Maustaste? Hier muss Egosoft nachbessern. Aber das ist nicht die einzige Baustelle.

Grafik und Sound:
Serienuntypisch blickt man durch ein Cockpit ins All. Dieses ist wunderbar gestaltet. Die Grafikeffekte gehören zum Schönsten, was man derzeit in Weltall-Games sehen kann. Auch die Raumschiffe und Stationen sind detailreich gestaltet. Es ist ständig etwas los, überall fliegen Dutzende Raumer umher.
Der Nachteil liegt auf der Hand: Die Grafik benötigt viel Speicher, eine starke Grafikkarte und einen potenten Prozessor. Doch selbst, wenn man das zuhause stehen hat, ist ein durchgehender Genuss von X – REBIRTH nicht gewährleistet. Die Grafik ruckelt selbst auf hochwertigen Systemen stark und es gibt hin und wieder sogar Abstürze. Ärgerlich, wenn ein Spielstand auf diese Weise zerstört wird.
Im Bereich Sound fallen die durchschnittlichen Sprecher auf. Gerade die Hauptfigur spricht fast ohne jeglichen Verve und Sinnbetonung. Auch die anderen Sprecher sind nicht allzu begeistert bei der Sache. Dahingegen sind die Spielgeräusche sehr stimmig geraten und vor allem die Musik, die sehr tranceartig daherkommt, passt wunderbar zum All-Feeling.

Fazit:
Im momentanen Zustand ist ein finaler Test des Spiels mit Wertung nahezu unmöglich. Zuviele Bugs zerstören ein flüssiges Spielerlebnis, teilweise wurden sogar Spielstände zerstört und das während des Speichervorgangs, da X-REBIRTH abstürzte. Nicht einmal ansatzweise kann man sagen, dass X-REBIRTH fertig sei. Es ist zwar keine Alpha mehr, aber eine Beta. Gerechterweise muss man zugeben, dass das Team von Egosoft sich sofort an die Überarbeitung des Games gemacht hat und bereits viele Patches (V 1.18; Stand 3.12.13) hochgeladen hat, die sich via Steam problemlos integrieren. Es wird allerdings noch Monate dauern, bis das Spiel in einem vernünftig spielbaren Zustand ist.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(keine Angabe)

Schwierigkeit:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Egosoft

Verlag:

Koch Media

Erschienen:

Jan. 1960

Kritiker:

Cronn

Typ:

Computerspiel

 

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