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Unbeugsam

Cultus Ferox

Rezension von jpk

Nachdem die beiden Spielleut und Gründungsmitglieder Briantanus der Einsiedler und Asmon im Oktober endgültig der Mittelaltercombo Cultus Ferox den Rücken gekehrt haben, verstärkten sich die restlichen Mitglieder um Thomasius (Schlagzeug - war 2004 bereits Gastmusiker) und Fedja von Hinnen (Sackpfeifen, Bass, Schlagzeug) im März 2006. Bereits im Januar 2005 stieß PanPeter (Sackpfeifen / Flöten) zu der Band, die weiterhin noch über die Gründungsmitglieder verfügt: Der heilige St. Brandanarius, Donar von Avignon, Steffano di Panoptico und Strahl der Animator an Sackpfeifen, Trommeln und was sonst nicht an Instrumenten rechtzeitig fliehen kann.

Verstärkt traten die Spielleut der wilden Lebensart (lat. Cultus Ferox) im März ihre "Rumtour 2006" an und brachten für die Fans ein neues Album mit dem passenden Titel "Unbeugsam" auf den Ladentisch. Damit war nicht nur der Konzertabverkauf gesichert, das Album versprach mit einer Laufzeit von 56:41 auch eine Menge Mittelaltermusik, die man auch gerne so vom Ladentisch greift (oder modern online bestellt). Aber nicht alles neu macht der März. Von dem nicht wirklich überzeugenden Mini-Album "Aufbruch" kennen wir bereits die die Titel "Polterstolper", "Aussatz", "Aufbruch" (im X-Zine besprochen). In Gegensatz zu dem zusammengestückelt wirkenden Mini-Album passen die Tracks in die vorliegende Scheibe wirklich hinein und was vorher wie harmloses Geschunkel wirkte, kann man nun zum Ausruhen zwischen wirklich überzeugenden Stücken nutzen.

Abwechslungsreich beginnt die Scheibe mit dem Track "Blinder Sänger" (3:15), der sich zwischen Gothic und Ballade gekonnt hin und her schlängelt. Dann folgt "Schweller" (4:18) mit einem guten und flotten Sackpfeiffenrythmus. In "Blendwerk" (5:22) singen Seeräuber eingängige Refrains mit weichen E-Gitarren, die etwas zu sanft für die raue Brut daher kommen (irritierend ist der "Huh-Hah" Gesang, der mich ob des Altes an eine peinliche Band namens Dschinghis Khan erinnert). "Pollerpan" beginnt mit einem überflüssigen trötenden Intro, um kurz darauf richtig gut loszulegen und zu fetzen. Das Intro ist bei einmaligen Hören oder auf einem Konzert akzeptabel, aber liebe Spielleut, ich will den Silberling öfter noch in den Abspieler legen, also lasst so albern Getröte bitte.

Es folgt der bereits bekannte "Aussatz" (5:13), der übrigens Live ein echter Spaß ist während er auf Konserve einfach langweilt. Dann kommt der "Plankentanz" (3:18) als typisches Mittelaltermarktgepfeife mit gefälligen Rhythmus. Als siebtes Stück zeigt " Distrutános del Calor" (4:18), dass Cultus Ferox auch fremdsprachlich abwechslungsreich sein können und recht melodiös ohne allzu kitschig zu werden. Weiterhin fremdsprachlich geht es in "Vittrad" (3:18) los und es rockt recht angenehm. "Verlorene Seelen" (4:11) könnten als Country Ballade durchgehen, wenn es nicht textlich auf den Meeren angesiedelt wäre. Die Ballade ist ohrwurmverdächtig.

Die Nummer Acht ist "Introitus Pius/Albane" (3:17) und setzt endlich mal die Percussion in Szene, etwas, das leider auf den Konserven von Cultus Ferox zu oft fehlt, während es live ein wichtiger Bestandteil ist. Den "Riementanz" (5:59) hätte man gut in ein Intro und ein eigentliches Stück in der Produktion trennen können, dann würde man sich sparen, jedes Mal eine Minute lang "Holt ran" anzuhören und könnte gleich zur Musik springen. Die ist nämlich so gut, dass man sie gerne mehrfach anhören will.
"Aufbruch" (1:29) und "Polterstolper" (4:03) kennen wir bereits - denken wir - aber tatsächlich handelt es sich um einen Remix oder eine Neueinspielung, die in beiden Fällen besser gelungen ist, als auf dem Album "Aufbruch". Der öde "Aufbruch" hat nun eine gefällige Kürze und "Polterstolper" weitaus mehr Drive.

Auch wenn der immense Unterhaltunswert bei einer Mittelaltermarktband wie Cultus Ferox auf Konserve nie erreicht werden kann, so schafft diese CD doch immerhin einen Teil des Zaubers in die Lautsprecher zu bringen, den die wirklich guten Spielleute auf ihren Livekonzerten transportieren. Die Scheibe gehört mit zu den besten, die man von Musikern des Mittelaltermarkts momentan kaufen kann.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

Links

 

Infos Cultus Ferox:
Biographie von Cultus Ferox
Flamme des Meeres
Aufbruch

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Cultus Ferox

Verlag:

Sonic Seducer

Erschienen:

Mar. 2006

Kritiker:

jpk

Typ:

CD

 

Cultus Ferox

 

Cultus Ferox stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Wilde Lebensart“. In diesem Sinne erschaffen Cultus Ferox mittelalterliche Spielmannsmusik auf teilweise selbst hergestellten original nachgebauten Instrumenten wie Dudelsack, Schalmeien, Trommeln und verschiedenstem Schlagwerk. [mehr]

 

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