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Regression

Amenabar, Alejandro

Rezension von Cronn

Es gibt wenige Werke im Bereich des phantastischen Films, welche die kognitiven Fähigkeiten und emotionalen Aspekte des Filmschaffens gleichermaßen fordern. Dazu gehört sicherlich „The Others“.
Der Streifen aus dem Jahr 2001 gilt bereits heute als moderner Klassiker des unheimlichen Films. Mit großer Sorgfalt beim Drehbuch und handwerklich hervorragend gefilmt stellt „The Others“ fälschlicherweise im Schatten des vorher erschienenen „The Sixth Sense“. Doch der Regisseur Alejandro Amenabar beweist mit seinem neuesten Film, dass er sein Handwerk bestens beherrscht und sich damit sogar eine Neusichtung von „The Others“ lohnt.
„Regression“ heißt der Streifen, der als DVD-Version zur Sichtung vorliegt. Wie sehr gelungen ist der Film? Worauf beruht diese Einschätzung? All das soll die nachfolgende Rezension klären.

Inhalt:
„Eine Kleinstadt in Minnesota im Jahr 1990: Detective Bruce Kenner (Ethan Hawke) ermittelt im Fall der jungen Angela Gray (Emma Watson), die ihren Vater John (David Dencik) des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Als sich dieser unerwartet und ohne sich überhaupt an die Tat erinnern zu können, schuldig bekennt, wird der renommierte Psychologe Kenneth Raines (David Thewlis) hinzugezogen, um Johns verdrängte Erinnerungen mit Hilfe einer Regressionstherapie wieder hervorzuholen. Dabei tritt allmählich ein Geheimnis von ungeahntem Ausmaß zutage. Angela scheint nicht nur das Opfer ihres eigenen Vaters, sondern auch einer satanischen Sekte geworden zu sein. Kenners Ermittlungen in diese Richtung bringen den Polizisten bald um den Verstand. Er wird von Wahnvorstellungen und Alpträumen heimgesucht. Wer treibt hier sein böses Spiel?“
Der offizielle Klappentext behält exakt jene Ambivalenz zwischen Andeutung und Inhaltswiedergabe, so dass jedes weitere Wort einen Spoiler bedeuten könnte. Von daher soll sofort auf die Kritik übergegangen werden.

Kritik:
Um den Regisseur Alejandro Amenabar ist es seit seinem Erfolg mit „The Others“ recht still geworden. Das Multitalent (u.a. schrieb er neben dem Drehbuch auch die Musik zu „The Others“) hat erst zwei Filme nach „The Others“ gedreht. Der eine heißt „Das Meer in mir“, der andere „Agora – Die Säulen des Himmels“. Beide widmen sich sehr unterschiedlichen Themen, Szenerien und Motivstrukturen. Amenabar erscheint als ein Regisseur, der sich der Vielfältigkeit verschrieben hat.
Mit „Regression“ kehrt er zurück in ein Genre, das er mit „The Others“ bereits bereist hat – der Suspense-Film mit starkem Horror-Einschlag. Das Drehbuch ist intelligent geschrieben, folgt der Sicht des Protagonisten Bruce Kenner und lässt den Zuschauer über lange Zeit im Unklaren über die wahren Verhältnisse. Erst kurz vor Schluss zeigt sich der Twist und sogar hier gibt es noch andere Deutungsmöglichkeiten.
Die Leistung der Schauspielerriege ist durch die Bank erstklassig. Ethan Hawke überzeugt zum wiederholten Mal in einer schwierigen Rolle. Obgleich sein Mienenspiel etwas zu sehr auf Ernst Ernsthaftigkeit beschränkt ist, so ist es doch derart fokussiert auf den Charakter, dass es kaum auffällt. Seine körperliche Präsenz ist umso beeindruckender und die Ausbrüche umso explosiver.
Emma Watson als Angela darf sich als geschundene junge Frau präsentieren. Sie zeigt dabei ganz kurz eine Seite von ihr, die man aus den Harry-Potter-Filmen nicht kennt.
Ihr Kompagnon aus der angesprochenen Filmreihe, David Thewlis, darf als etwas dubios wirkender Psychiater brillieren und fügt eine gelungene Darstellung dem Film hinzu.
Mit ausgebleicht wirkender Farbpalette und einem hervorragenden Score von Roque Banos wird ein sehr intensives Filmerlebnis komplettiert.

Bonusmaterial:
Mit zwei Versionen eines „Making Of“, diversen Features, B-Roll-Material und Interviews ist die DVD randvoll. Allerdings wiederholen sich viele Elemente aus den Interviews in den „Making Of“-Versionen. Wünschenswert wäre noch ein Audiokommentar des Regisseurs.

Fazit:
„Regression“ ist ein handwerklich und inszenatorisch sehr gelungener Film geworden. Der Regisseur Alejandro Amenabar zieht alle Register seines Könnens und unterhält somit auf unterhaltsame, da intelligente Weise.
Man darf gespannt sein, was dieses Ausnahmetalent noch an anspruchsvollen Filmen auf die Leinwand bringen wird. Der cineastische Ausstoß darf sich allerdings erhöhen, so dass man als Fan des Regisseurs nicht weitere sechs Jahre auf das nächste Werk warten muss.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Fesselnd)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Gut)

Menüs:

(Gut)

Ausstattung:

(Gut)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Amenabar, Alejandro

Verlag:

WVG Medien GmbH

Erschienen:

Okt. 2015

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

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