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Electric Boogaloo

Hartley, Mark

Rezension von Cronn

Die 80er Jahre sind schwer im Kommen. Und wenn es auch nur als Faszination an der Retrokultur ist. Viele beschäftigen sich mit dem Kleidungsstil, der Musik der 80er oder auch der Filmwelt. Diese hat wahre Perlen hervorgebracht, die auch heute noch in aller Mund sind und die den Grundstein für so manches Franchise gelegt haben. Die Rede ist beispielsweise von „Terminator“ oder auch „Ghostbusters“.
Diese Filme werden in der folgenden Besprechung nur Randnotizen sein. In der Dokumentation „Electric Boogaloo“ dreht sich alles um Trash-Filme aus dem Hause „Cannon“. Wer in den 80er Jahren im Kino war, kennt die Filme mit dem Cannon-Logo. Sie alle zeichneten sich durch einen Trashkult-Faktor aus.
Doch genau darum geht es in der Dokumentation von Mark Hartley. Sie soll im Folgenden näher vorgestellt werden.

Inhalt:
„Wer in den 1980er Jahren Videotheken-Kunde war, kennt ihre Filme. Die Cousins Menahem Golan und Yoram Globus kamen aus Israel, wo sie mit ihren „Eis am Stiel“-Produktionen viel Geld verdient hatten, und eroberten Amerika. Sie gingen nach Hollywood und machten in schwindelerregendem Tempo Filme, hemmungslos auf das zugeschnitten, was sie für den Publikumsgeschmack hielten. Action und Sex war ihre Devise. Ihre Stars hießen Chuck Norris, Van Damme und Charles Bronson. Bo Derek und Sylvia Kristel sorgten für Erotik. Wer für Cannon Films arbeitete, saß in einem Irrenhaus und hat viel zu erzählen. Und das tun die Interviewpartner in dieser Doku über die Cousins mit der großen Liebe zum Kino, aber ohne Geschmack. Ein Feuerwerk von Anekdoten und Filmclips sorgt für beste Unterhaltung!
Filmemacher Mark Hartley liebt Trash-Filme und blickt gerne hinter die Kulissen ihrer Produktion. Denn die Welt jenseits der Filmkunst und des teuren Mainstreams ist bunt, verrückt und äußerst vergnüglich. Mit großer Leidenschaft sucht und sammelt Hartley, was es Interessantes zu berichten gibt. In seiner neuesten Dokumentation widmet er sich dem Aufstieg und Fall der Cannon Group. Die B-Movies aus der Schmiede der beiden überlebensgroßen Filmverrückten Menahem Golan und Yoram Globus bieten diesem Archäologen des Trash-Films ein ideales Grabungsfeld: Delta Force, Missing in Action, Death Wish, Bloodsport, American Fighter. Denn Golan/Globus produzierten und inszenierten in manchen Jahren gut 40 Filme. Jeder, der jemals mit Cannon Films zu tun hatte, hat irrwitzige Geschichten zu erzählen. Hartley montiert aus Anekdoten und Kommentaren, TV-Ausschnitten und einer Unmenge von Filmclips eine rasante Fahrt durch gut zehn schillernde Jahre des Produzententeams. Über den absurden Stories und bizarren Filmszenen vergisst Hartley aber nicht, dass Cannon Films gelegentlich auch Meisterwerke wie Runaway Train hervorbrachte. Es ist ein berührender Moment, wenn der betagte Franco Zeffirelli über die Arbeit an seinem legendären Otello sagt: ‚Sie waren die besten Produzenten, mit denen ich je zusammengearbeitet habe.‘“
Der offizielle Klappentext bringt den Inhalt auf den Punkt. Von daher muss nichts hinzugefügt werden.

Kritik:
Mark Hatley hat sich mit seiner Dokumentation einen Traum erfüllt. Die Reise zurück in die 80er ist voller Anekdoten, erzählt von Wegbegleitern des Cannon-Gespanns Menahem Golan und Yoram Globus. Mit an Bord sind zahlreiche Hollywood-B-Movie-Größen, aber auch so manches heute unbekannte Starlett.
Dabei kommen alle jeweils für wenige Statements zu Wort, gefolgt von Filmsequenzen. Die schnellen Schnitte sind gewöhnungsbedürftig. Öfters wünscht man sich, längere Interviewpassagen zu sehen und sich nicht immer wieder auf wechselnde Persönlichkeiten, Orte, Situationen und Anekdoten einstellen zu müssen. Schlag auf Schlag montiert Mark Hartely die Bilder aneinander, was für Kurzweil, aber auch Stress beim Zuschauer sorgt.

Fazit:
„Electric Boogaloo“ ist eine herrlich überdrehte Dokumentation über eine faszinierend chaotische Trash-Filmcompany. Ab und an überfordern die schnellen Montagen den Zuschauer, doch die Rückblenden in Filme, gepaart mit dem Augenzwinkern der Retrospektive machen aus „Electric Boogaloo“ unter dem Strich eine sehenswerte, stark subjektiv eingefärbte Entertainment-Doku.

Cronn

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Leichte Kost)

Spannung:

(Unterhaltsam)

Brutalität:

(keine Angabe)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Gut)

Menüs:

(Mittel)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Hartley, Mark

Verlag:

Ascot Elite Home Entertainment

Erschienen:

Apr. 2015

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

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