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Der Spion, der aus der Kälte kam

le Carré, John

Rezension von Ingo Gatzer

Der Geheimagent Alec Leamus ist für den britischen Spionagering in der DDR verantwortlich. Doch als die Gegenseite unter der Führung des skrupellosen Mundt auch den letzten britischen Spion liquidiert, wird der alternde Leamus nach London zurückgerufen. Dort erhält er die Möglichkeit, sich in seinem letzten Auftrag an Mundt zu rächen. Leamus sagt zu und wagt sich auf eine lebensgefährliche Undercover-Mission, bei der vieles anders ist, als es zunächst scheint. Zudem macht er den Fehler, sich zu verlieben.

Mit seinem Roman „Der Spion, der aus der Kälte kam“ gelang John le Carré 1963 der Durchbruch als Schriftsteller. Der Roman wurde unter anderem mit dem Edgar Award und dem Dagger of Daggers ausgezeichnet und mit Richard Burton und Oscar Werner verfilmt.

„Der Spion, der aus der Kälte kam“ besticht vor allem durch den sorgsam konstruierten Plot. Dieser bietet eine Reihe von Überraschungen, wirkt aber dennoch jederzeit glaubwürdig. Der Autor verzichtet auf die Schwarz-Weiß-Malerei, die viele Werke dieser Zeit kennzeichnen und bei heutiger Lektüre schwer verdaulich machen. Die Arbeit der Geheimdienste schildert John le Carré minutiös und mit vielen interessanten Details. Hier profitiert er möglicherweise von seiner Arbeit für den britischen Geheimdienst.

John le Carrés Spionageroman ist auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen noch absolut lebens- bzw. hörenswert. An einigen Stellen wirkt die ingesamt 472 Minuten lange ungekürzte Lesung vielleicht nach heutigen Maßstäben etwas zu langatmig – etwa als der soziale Abstieg von Leamus doch sehr ausführlich geschildert wird. Aber gerade diese Fülle an sorgsam komponierten Details machen auch den Charme des Romans aus, der vom metaphorischen Titel bis zum Showdown an der Berliner Mauer überzeugen kann.

Gelesen wird das Hörbuch von Matthias Brandt, der als Schauspieler unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Hörbuchfans kennen ihn möglicherweise durch seine Lesungen der Romane „Der Himmel auf Erden“ von Ake Edwardson oder „Psycho“ von Robert Bloch. Matthias Brandt hat eine angenehme Erzählstimme und beweist ein gutes Gefühl für das Sprechtempo und Betonungen. Lediglich bei Dialogen hätte er die einzelnen Charaktere durch seine Stimme etwas heterogener gestalten dürfen.

„Der Spion, aus der Kälte man“ ist auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Erstveröffentlichung ein exzellent gestalteter – wenngleich an einigen wenigen Stellen nach heutigen Maßstäben etwas langatmiger - Spionageroman, den Genre-Fans sich auch in der Hörbuchfassung nicht entgehen lassen sollten.

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Wertung

 

Gesamt:

(Extrem gut)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Deutschland

Zeit:

12. April 2013

Autor:

le Carré, John

Verlag:

Hörbuch Hamburg

Erschienen:

Apr. 2013

Kritiker:

Ingo Gatzer

ISBN:

3-899-03582-8

ISBN(13):

978-3-8990-358-7

EAN:

9783899035827

Typ:

Hörbuch

 

John le Carré

 

Der Brite John le Carré - eigentlich David John Moore Cornwell - ist einer der besten und erfolgreichsten Verfasser von Spionageromanen. Er hat selber jarelang für den englischen Geheimdienst gearbeitet. John le Carré studierte Germanistik sowie Neue Sprachen an der Universität Bern und schloss sein Studium 1956 am Lincoln College in Oxford mit Auszeichnung ab [mehr]

 

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