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Glaube der Lüge

George, Elizabeth

Rezension von Arielen
Aus der Reihe "Inspector Lynley"

Elizabeth George präsentiert mit „Glaube der Lüge“ bereits den siebzehnten Roman um ihren Helden Thomas Lynley, seines Zeichens Inspektor von New Scotland Yard. Dieser liegt nun auch als gekürztes Hörbuch vor, gelesen vom Schauspieler Stefan Wilkening, der nicht nur im Theater, sondern auch im Fernsehen zu sehen war und ist.

Die Faircloughs sind eine wohlhabende und einflussreiche Familie in ihrem Teil Englands. Ihr tatkräftiger Patriarch Bernard Fairclough regiert den Clan mit eiserner Hand. Deshalb ist es ihm um so wichtiger, dass der mysteriöse Tod seines Neffen Ian Crosswell in einem See aufgeklärt wird, denn er will nicht, dass die Presse und andere zwielichtige Gestalten sich mehr mit seiner Familie beschäftigen als notwendig.
Aus diesem Grund bittet er die Polizei um diskrete Ermittlungen. Aus diesem Grund begibt sich Inspektor Thomas Lynley, der mit ihm bestens bekannt ist, undercover in den Lake Distrikt und hat vor Ort nur die Unterstützung seiner Freunde Simon und Deborah St. James, die sich ebenfalls auf ihre unnachahmliche Art und Weise nachhorchen. Barbara Havers, seine Kollegin, bleibt das Bindeglied zu den offiziellen Stellen.
Schnell stellt sich heraus, dass der Tod Crosswells nur die Spitze des Eisbergs ist, denn die große Familie Fairclough hat mehr Leichen im Keller als zunächst zu vermuten war. Vor allem Nicholas, Bernards Sohn, gerät unter verdacht, denn er hat in seiner Jugend mit Drogenexzessen von sich reden gemacht. Doch ist er wirklich so geläutert wie er vorgibt? Aber auch die Töchter des Patriarchen halten viele Dinge vor ihrem Vater geheim und weichen aus, wann immer sie können. Und nicht zuletzt hat der Verstorbene sich durch sein Verhalten in der letzten Zeit Feinde geschaffen.
Dann ist da auch noch der verzweifelte Reporter Zed Benjamin vor Ort, der nach der Geschichte sucht, die ihn vor dem Rauswurf retten könnte. Je mehr Skandale er für sein Blättchen aufdeckt, um so besser, auch wenn das seiner eigenen Auffassung von Journalismus widerspricht. Ausgerechnet Deborah St. James wird ihn nicht mehr los.

Wenn ein Autor lange über eine Figur schreibt, entwickelt sich diese zwangsläufig weiter. Das sorgt aber auch dafür, dass man sich beim Schreiben dann immer mehr mit seinem Privatleben beschäftigt und weniger mit dem Fall. Das ist leider einer der Gründe, die „Glaube der Lüge“ sehr langatmig machen.
Das Verbrechen ist eigentlich nur Aufhänger für eine Geschichte, die sich immer mehr als Gesellschaftroman entpuppt. Elizabeth George seziert hier genüsslich die kleinen Geheimnisse und schmutzigen Geschäfte einer Familie, die ihr Geld mit Toiletten und anderem Badzubehör gemacht hat und lange nicht so gutbürgerlich und bieder ist, wie sie in der Öffentlichkeit erscheint. Wie immer hat gerade die Generation nach dem Firmengründer den meisten Dreck am Stecken und dunkle Geheimnisse, die nun zwangsläufig ans Licht kommen. Das würde ja noch dem Verbrechen zuarbeiten und die Gründe für die Tat liefern, leider ist der Protagonist zusammen mit seinen Freunden zu sehr damit beschäftigt, eigene Probleme aufzuarbeiten. Lynley führt immer wieder lange Gespräche mit seiner Vorgesetzten, mit der ihn eine Hassliebe verbindet, auch Deborah und Simon geraten mehrfach in Streit, weil sie sich über den anderen Ärgern.
Das Hörbuch strafft die Handlung ein wenig, kann aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte letztendlich nur von den Geheimnissen der Personen lebt und den daraus resultierenden stimmungsvollen Szenen. Zu viele Handlungsfäden sorgen dafür, dass der rote Faden völlig zerfasert ist, die Spannung bleibt auf einem niedrigen Niveau, da die Helden der Lösung des Verbrechens nicht durch eigene Aktionen näher kommen, sondern eher durch den Zufall darauf gelenkt werden.
Stefan Wilkening bringt in die Geschichte aber die nötige Ruhe und Lebendigkeit, so dass man zumindest ihm ganz gerne zuhört.

Alles in allem ist „Glaube der Lüge“ als Krimi eher eine Enttäuschung, aber dennoch ganz nett anzuhören, wenn man ausufernde Familiengeschichten mit ordentlichen Skandalen mag und Ermittler mag, deren private Probleme genau so wichtig sind wie der eigentliche Fall.

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Wertung

 

Gesamt:

(Geht so)

Anspruch:

(Entspannend)

Spannung:

(Langatmig)

Brutalität:

(Vertretbar)

 

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Infos Elizabeth George:
Biographie von Elizabeth George
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Wo kein Zeuge ist. E...man
Am Ende war die Tat
The Inspector Lynley.... 6

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Homepage Elizabeth George

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Serie:

Inspector Lynley

Autor:

George, Elizabeth

Verlag:

der Hörverlag

Erschienen:

Aug. 2012

Kritiker:

Arielen

ISBN:

3-867-17880-1

ISBN(13):

978-3-8671-788-8

EAN:

9783867178808

Typ:

Hörbuch

 

Elizabeth George

 

Susan Elizabeth George wurde in Warren/Ohio geboren. Als sie 18 Monate alt war zog ihre Familie in die Gegend der San Francisco Bay. Sie besuchte die St. Josephs Grammar School, die Holy Cross High School und das Foothill Community College in Los Altos Hills sowie die University of California in Riverside, war aber auch an der UC Berkley und der California State University in Fullerton. [mehr]

 

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