Online Rezensionen->Marmorera  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

Marmorera

Fischer, Markus

Rezension von Thomas Pichler

Mit dem Spielfilm Marmorera erreicht uns ein Mystery-Thriller mit übernatürlichen Elementen aus der Schweiz. Er nutzt den gleichnamigen Stausee und ein Bergdorf nicht nur als beeindruckenden optischen, sondern auch als inhaltlichen Hintergrund. Erzählt wird dabei die Geschichte des Psychiaters Simon Cavegn, der bei einem überraschenden Fall an die Grenzen der konventionellen Psychologie stößt.

Während Simon Cavegn mit seiner Gattin nahe Marmorera unterwegs ist, finden die beiden ein Boot mit einer anscheinend toten, jungen Frau. Doch die Unbekannte erwacht noch im Rettungswagen zu neuem Leben. Die Unbekannte verfolgt Cavegn nach Zürich, denn dorthin wird sie als Patientin für den Psychiater überstellt. Dieser sieht sich bald damit konfrontiert, dass sich in Marmorera mysteriöse Unfälle häufen, bei denen eine Verbindung zur von ihm „Julia“ getauften Patientin zu bestehen scheint. Offenbar besteht eine Verbindung zum Ort Marmorera und seinem Schicksal – seit den 1950ern ruht das historische Dorf am Grunde des heutigen Stausees. Auch Cavegns Familie stammt aus Marmorera, sodass er um die Sicherheit seiner selbst und seiner Familie fürchtet. Doch das Rätsel um Julia führt ihn zurück in die Berge…

Zum Ende von Marmorera sei hier nichts gesagt, außer, dass es die Frage aufwirft, ob es denn nicht eher ein Anfang ist. Dass kaum etwas im Film wirklich konkret wird, ist eine seiner Stärken, um trotz relativ vorhersehbarem Muster Spannung aufzubauen. Allein, ein wenig wird der Bogen dabei überspannt. Es gibt zumindest ein Detail, wo zu viel angedeutet, aber letztendlich nichts beantwortet wird, sodass das Ende doch ein wenig unbefriedigend wirkt. Und für Publikum, das themenunabhängig meist actionüberladene Hollywood-Thriller bevorzugt, ist dieser Film ganz sicher nicht die richtige Kost. Bei den Charakteren ist der Film ein wenig eigen. Cavegn selbst ist gut gezeichnet, Julia mysteriös. Einige der etwas wichtigeren Nebencharaktere kommen mir ein wenig zu eindimensional vor, während die unbedeutenden Nebenfiguren teils wieder glänzen – ob nun ein eher abweisender Bergbewohner oder ein Krankenpfleger mit berufsbedingtem Galgenhumor.

Die Optik des Films ist weitgehend ansprechend. Einige der Landschaftsaufnahmen etwa sind wirklich atemberaubend, vor allem im HD-Breitbild. Auch die Bildgestaltung vieler Szenen mit der mysteriösen Julia ist wirklich gelungen. Die offensichtlichen Spezialeffekte, die ein übernatürliches Element unterstreichen, sind allerdings etwas problematisch: Sie wirken teils etwas simpel und altmodisch. Das dürfte wohl als Stilelement gedacht sein –gut gedacht, aber nicht optimal getroffen. Einige Effekte im späteren Film sind im Kontext dieser Interpretation leider überzogen – was dort spektakulärer wirken soll, schadet somit dem Gesamteindruck. Die Tonspur ist eine unaufdringliche, passende Untermalung zu den Tiefen Wassern des Stausees und der um ihn gesponnen Geschichte. Wirklich auffällig ist daran aber nur Tatsache, dass der Seher zwischen hoch- und schweizerdeutscher Sprachfassung wählen können.

Bei der Zusatzausstattung der DVD ist das knapp viertelstündige „Making Of“ (mit hochdeutschen Untertiteln) das mit Abstand interessanteste Feature, wo auf den Hintergrund des realen versunkenen Marmorera ebenso eingegangen wird wie die Entwicklung des Filmprojekts. Fotogalerie und Trailer gibt es auch, sie sind aber nicht besonders bemerkenswert.

Insgesamt ist Marmorerea ein durchaus interessanter Mystery-Thriller mit Gruselelementen, der durchaus ansprechend ist. Allerdings sollte man sich wirklich bewusst sein, dass er abseits derzeit gängiger Pfade wandelt und man sich auf den ganz speziellen Hintergrund einlassen muss. Dann steht einem ungewöhnlichen cineastischen Erlebnis nichts im Wege.

Datenbank:0.0011 Webservice:0.1028 Querverweise:0.0037 Infos:0.0008 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0001 Meinungen:0.0025 Rezi:0.0001 Kompett:0.1119

 

Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Anspruchsvoll)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Gut)

Menüs:

(Gut)

Ausstattung:

(Mittel)

 

Links

 

Shopping:
kauf mich amazon

Infos Epix Media:
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Schweiz

Zeit:

Gegenwart

Autor:

Fischer, Markus

Verlag:

Epix Media

Erschienen:

Mai. 2008

Kritiker:

Thomas Pichler

Typ:

DVD

 

  [mehr]
 

Werbung

  www.tividi.de
 
AMANGO - Kino per Post