Online Rezensionen->KM 31  

Zurück zur Startseite des X-Zines Diskutiert mit uns Unterstützt uns durch Bestellungen Fantasy-Bücher und -Geschichten Science-Fiction-Bücher und -Geschichten Horror-Bücher und -Geschichten Rollenspiele Trading Card Games PC- und Konsolenspiele Musik Comix

Bedienungsanleitung

Zurück zur Startseite des X-Zines

Erweiterte Suche

KM 31

Castaneda, Rigoberto

Rezension von Cronn

Mexiko ist ein Land, das bislang kaum als Produktionsland für unheimliche Filme in Erscheinung getreten ist. Mit Mexiko verbindet man eher stimmungsvolle Landschaften und Örtlichkeiten, und diesen wurde bereits mit Robert Rodriguez (der mexikanischer Abstammung ist) „From Dusk Till Dawn“ ein Denkmal gesetzt. Aber Mexiko hat einige starke Regie-Talente, von denen Rigoberto Castaneda mit seinem Film „KM 31“ hervorgetreten ist, um dem Publikum eisige Schauer über den Rücken laufen zu lassen.
„KM 31“ lief erfolgreich auf dem „Fantasy Filmfest“ und erscheint nun deutschlandweit am 22. Mai auf DVD. Herausgegeben wird der Film von e-m-s.

Inhalt:
Agata fährt nachts auf einsamer Strecke und überfährt ein Kind. Doch als sie nach dem Jungen sehen will , offenbart sich Ihr das nackte Entsetzen. Im Schock wird sie selbst von einem anderen Wagen erfasst und fällt in ein tiefes Koma. Zudem müssen ihr beide Beine amputiert werden. Ein Umstand, der für ihre Zwillingsschwester Catalina kaum zu ertragen ist. Diese wird seit dem schrecklichen Unfall von grauenhaften Albträumen und Visionen geplagt. Immer wieder sieht sie ihre verstümmelte Schwester und den kleinen Jungen, die sie um Hilfe anflehen. In ihrer Verzweiflung fährt Catalina erneut zum schicksalhaften Straßenabschnitt bei Kilometer 31.
Aber dort ist nichts zu finden. Dennoch lässt sie das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. Geheimnisvoll rauschen die Bäume und auch im Gebüsch raschelt es. Gespenstisches Kinderlachen ertönt.
Catalina und ihre beiden Freunde machen sich auf, das Geheimnis um den Straßenabschnitt bei Kilometer 31 zu lüften und treffen zunächst auf eine Mauer des Schweigens. Als sie einen Polizisten kennenlernen, der sich schon seit langer Zeit mit den Todesfällen an jenem Straßenabschnitt beschäftigt, erfahren sie mehr als ihnen lieb ist.
Und somit gerät die Beschäftigung mit „Km 31“ zu einer Todesfalle...

Kritik:
„Km 31“ ist ein Film, der viel auf Atmosphäre und stimmungsvolle Bilder setzt. Insgesamt kühl ausgeleuchtet ist „Km 31“ mehr auf Spannung, denn auf Schock aus. Es gibt verschiedene Jump-Scenes, aber kaum eine explizite Gewaltszene. Erst am Ende wird körperliche Gewalt im Detail gezeigt.
Die Bildersprache von Rigoberto Castaneda ist zumeist sachlich. Dennoch bemüht er sich um interessante Kamerawinkel und Kamerafahrten rund um seine Protagonisten. Daher ist die Kameraarbeit des Film „Km 31“ als gelungen zu bezeichnen.
Das Drehbuch ist kompakt und bietet somit eine recht straffe Handlung mit wenigen Durststrecken. Mit einer Laufzeit von 101 Minuten ist „Km 31“ passend arrangiert und geschnitten.
Vom Inhalt her bietet „Km 31“ wenig Neues. Die Grundidee eines Spuks auf der Straße ist nicht neu, wurde schon bei „Dead End“ und dort noch spektakulärer umgesetzt. Der Rückgriff in der Zeit, welcher im Laufe des Films ersichtlich wird, ist ebenfalls nicht neu. Hier wird der Spuk erklärt, ähnlich der Struktur von „The Ring“. Mit diesem Film gemein hat „Km 31“, dass ein spukendes Kind auftaucht, wobei mehr Assoziationen zu „Ju On“ geweckt werden aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Kind um einen Jungen handelt.
Was gefällt ist das Tempo der Gruselszenen, das in sich stimmig und punktgenau funktioniert. Weiterhin positiv aufgefallen ist das Design der Spukgestalten, die wahrhaft schauderhaft aussehen und tatsächlich graueneinflößend sind und nicht so verharmlosend wirken wie in manchen Hollywood-Streifen der letzten Jahre.
Die Arbeit der Schauspieler ist gut, zuweilen übertreibt es der ein oder andere männliche Protagonist mit seiner männlich-markanten Gesichts-Unbeweglichkeit, doch überwiegend sind auch sie Mimen von überdurchschnittlicher Qualität. Besonders gelungen sind Szenen, in denen die nahezu völlig verbundene Agata-Darstellerin das Grauen ohne Mimik darstellen muss und dies ihr mit Hilfe ihrer Augen gelingt. Grandios!

Fazit:
„Km 31“ ist ein solider Horrorfilm, der zeigt, dass in Mexiko ein Konkurrenzland zum im Phantastik-Genre momentan überragenden Spanien und Japan erwachsen könnte.
Verschiedene Genre-Zutaten und Filmvorlagen werden bei „Km 31“ zu einer Mixtur zusammengemischt, die bekömmlich ist, aber leider nicht lange sättigt.
Für Horrorfans ein Pflichtkauf, um die DVD zur Sammlung zu stellen.

Datenbank:0.0018 Webservice:0.1124 Querverweise:0.0058 Infos:0.0008 Verlag,Serie:0.0005 Cover:0.0001 Meinungen:0.0009 Rezi:0.0109 Kompett:0.1337

 

Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(Unterhaltsam)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Vertretbar)

Ton:

(Gut)

Bild:

(Extrem gut)

Menüs:

(Mittel)

Ausstattung:

(Mittel)

 

Links

 

Shopping:
kauf mich amazon

Infos e-m-s:
über den Hersteller
Produkte im X-Zine

Navigation:
Zurück
Druckerversion

Weblinks:
e-m-s

 

Infos

 

Sprache:

Deutsch

Ort:

Mexiko

Autor:

Castaneda, Rigoberto

Verlag:

e-m-s

Erschienen:

Mai. 2008

Kritiker:

Cronn

Typ:

DVD

 

  [mehr]
 

Werbung

  www.tividi.de
 
AMANGO - Kino per Post