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Requiem-Mezzo Forte (Ltd. ed. )

Virgin Black

Rezension von Torsten Schneyer

Als ich diesen Silberling in absoluter Unkenntnis jener aus dem Land der Kängeruhs und Koalabären stammende Band das erste mal einlegte, war ich durchaus nicht ohne eine gewisse Erwartungshaltung. Ein ambitioniertes Konzeptalbum wurde mir da als Hörer vom Label Massacre Records versprochen. Eingebettet in eine Trilogie. Begleitet von einem echten Orchester (Wen es interessiert: das „Adelaide Symphony Orchestra“), schickte man sich an, mir ein Requiem, also die sehr frei interpretierte, kirchenmusikalische Begleitung einer Totenmesse, zu kredenzen. Das nur unwesentlich früher erschienene„Requiem pianissimo“ ist ein reines Akustik-Album für Orchester und Chor, „Requiem-Fortissimo“ soll wohl bald sehr metallisch daher kommen und das hier besprochene Werk liegt nun irgendwo dazwischen.

Das klang für einen alten, auf Lacrimosa und Therion hängengebliebenen, schwarzromantischen Rüschenhemdträger wie mich durchaus vielversprechend und so lauschte ich dann ergriffen dem traurigen, wenn auch etwas simpel gestrickten Streicher-Akkorden des Intros. Seeehr getragenes Tempo, schöner Sopran, gut gut. Wann geht’s los? Ah, eine kurze Pause! Doch dann: Wieder etwas simpel gestrickte Streicher-Akkorde, schöner Sophran, getragenes Tempo. Ich harre. Als nach weiteren endlosen Minuten und einer Pause wieder nur simpel gestr…, na, ihr wisst schon, ertönen, prüfe ich die Einstellung meines WinAmps. Wir sind bei Track 3 und TATSÄCHLICH klingt die Melodie jetzt ETWAS anders. Bald kommt dann auch mal ein technisch guter, aber etwas nöhlig klingender Tenor, ein sehr träges Schlagzeug und eine Stromgitarre hinzu, aber im großen und ganzen wird bis zum Ende des Albums mehr oder weniger das gleiche Stück wiederholt.

Natürlich würde mir da jetzt der ambitionierte Komponist der Stücke widersprechen, und andere Rezensenten sprechen von „hoher kompositorischer Klasse“ und dass man lange Zeit bräuchte, um „dieses Album zu erfassen“. Ich sage: das stimmt nicht. „Requiem – mezzo forte“ changiert zwar durchaus irgendwo zwischen Doom-Metal, Heavenly Voices und Neoklassik, sind aber derart unkreativ, dass man alle Songs des Albums ohne Probleme zu einem einzigen Stück zusammenkürzen könnte, ohne dass dies der Qualität abkömmlich wäre.

Ich verstehe ja durchaus, dass es für diese Art von Musik ein schleppendes Tempo und laaaaangsame Spannungsbögen braucht, aber muss die Instrumentierung so simpel, die Melodieführung so vorhersehbar sein? Es fehlen jedwede Brüche, Experimente, Überraschungen. Diese CD ist ein einziges, lang gezogenes, zwar melodisch schönes, aber (mit Verlaub) ödes Klagelied. Man fühlt sich sehr schnell geistig unterfordert, auch von den Texten, welche zwar einen angenehmen poetischen Duktus pflegen, jedoch im Grunde immer die gleichen, ungeheuer pathetischen Klagen eines Sterbenden führen. Sogar auf dieser Ebene ist dieses Album extrem gleichförmig.

Eine Berechtigung mag „Requiem – mezzo forte“ freilich dennoch zuerkennt bekommen: Als gefälliges Ambient-Album. Denn trotz aller Kritik klingt die Musik immerhin stimmungsvoll, tief schwarz (schwärzer geht es kaum) und auch gefällig. Mit guten Stimmen und satter, sauberer Produktion dargeboten. Nachtschattengewächse, die sich gerne tranceartig in derartig einfache, aber stimmungsstarke Musik fallen lassen, also Hörer, welche vielleicht die alten Werke von Mortiis oder die von Elend schätzen, sollten zumindest einmal probehören.

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Wertung

 

Gesamt:

(Mittel)

Anspruch:

(keine Angabe)

Spannung:

(keine Angabe)

Brutalität:

(keine Angabe)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Virgin Black

Verlag:

Massacre (Soulfood Music)

Erschienen:

Apr. 2007

Kritiker:

Torsten Schneyer

Typ:

CD

 

Virgin Black

 

Virgin Black ist eine Metal Band mit elektronischen und klassischen Einflüssen. Die Texte der Band behandeln persönliche, religiöse Thematik in Verbindung mit dem Christentum und Gott (daher auch manchmal die Zuordnung zum christlichen Metal), lassen aber auf Grund ihrer Komplexität Raum für Eigeninterpretationen. [mehr]

 

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