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iBoy

Brooks, Kevin

Rezension von Arielen

Der 1959 geborene britische Autor verdiente seinen Lebensunterhalt lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Doch der große Erfolg seines Debütromans ermöglichte es ihm, von nun an vom Schreiben zu Leben. Sein neuster Roman „iBoy“ richtet sich zwar vordergründig an Jugendliche, ist aber auch für Erwachsene sehr interessant.

Tom ist ein ganz normaler Junge aus einem Ghetto in einer großen britischen Arbeiterstadt. Seinen Vater hat er nie kennen gelernt, seine Mutter früh verloren und aufgezogen wird er letztendlich von seiner Großmutter, die sie mehr schlecht als recht mit einem Job durchbringt. Beide leben in einem heruntergekommenen Hochhaus in einer großen Siedlung und sehen zu, dass sie den Banden aus dem Weg gehen, die dort wüten.
Eines Tages ist es damit allerdings vorbei. Kaum hat sich Tom von seiner Freundin Lisa verabschiedet und will noch woanders hin gehen, wird er von einem neumodischen Handy getroffen, das seinen Schädel zertrümmert. Auch wenn die Ärzte ihn retten können, so bleibt er doch entstellt und ein Teil des I-Phones ist sogar in seinem Kopf zurück geblieben. Tom nimmt sein Schicksal hin, leidet aber mit Lisa, die von einer ganzen Bande vergewaltigt worden ist.
Eines Tages stellt er fest, dass ihm der Unfall besondere Kräfte verliehen hat. Sein Kopf ist voll von fremden Informationen, so als habe er Zugriff auf das Handynetz und das Internet. Und das ist noch längst nicht alles...
Nach dem ersten Schock über die neugewonnenen Fähigkeiten, beginnt Tom sie als Geschenk zu sehen. Er beschließt sie einzusetzen – nicht nur um offensichtliche Täter zu stellen, sondern auch um diejenigen zu finden, die für Lisas Leid verantwortlich sind. Sehr schnell stellt er dabei fest, dass nicht nur die Bande dahinter steckt, sondern auch noch jemand anderes, der schon lange Verbrechen begeht und keine Skrupel hat.
Als sich Tom mit ihm anlegt, beginnt er zu verstehen, dass besondere Gaben auch große Verantwortung mit sich bringen – mehr als er sich vorstellen kann.

In „iBoy“ vermischt Kevin Brooks gekonnte Elemente der Superheldenstories mit einer Handlung, wie sie auch aus einem gesellschaftskritischen Thriller stammen könnte. Die Geschichte spielt sich in dem Ghetto einer britischen Großstadt ab, dessen Menschen genau so heruntergekommen sind wie die Gebäude. Auch wenn man einen Job hat, wie Toms Großmutter, so reicht dieser nur für das Nötigste und in ihrer Perspektivlosigkeit flüchten sich viele Jugendliche in die Kriminalität.
Tom ist einer der wenigen, die in dieser Hinsicht normal geblieben sind, auch wenn er ohne Eltern aufwächst und seinen Vater nicht einmal kennt – auch wenn er im Verlauf der Handlung eine Ahnung bekommt, wer es sein könnte. Aber genau das bringt ihn noch mehr dazu seinen eigenen Weg zu gehen.
Über die Superheldenschiene und mit Hilfe der modernen Technik löst der junge Mann den Fall und bringt zumindest ein wenig Gerechtigkeit in das Viertel – dass er weiterhin ein Freak bleibt und die Hoffnung einmal aus der Siedlung heraus zu kommen eher gering ist, sind Tatsachen, die sich nicht so leicht ändern lassen.
Interessant ist zu sehen wie der Junge immer wieder zwischen Gerechtigkeit und Rache abwägt und sich schwankend auf dem schmalen Grad bewegt, der ihn auch zum Verbrecher machen würde, wenn er nur einen Schritt in die falsche Richtung wagt. Das Buch ist spannend geschrieben, bietet neben den Einblick in eine sehr düstere Welt auch sehr viel Drama und Atmosphäre. Insgesamt liest sich er Roman sehr flott, weil der Autor Nähe zu dem sehr menschlichen Protagonisten schafft, der trotz aller Superkräfte ein Mensch mit Fehlern, Schwächen und Ängsten bleibt, aber dennoch einen Teil von sich bewahrt, der noch Hilfsbereitschacht, Nächstenliebe und Freundschaft kennt.
Da die Handlung durch einige überraschende Wendungen sehr komplex ist, bleibt der Roman auch für erwachsene Leser sehr interessant und macht Lust auf mehr.

„iBoy“ ist ein unterhaltsamer Near-Future-Thriller mit dichter Atmosphäre, einem sympathischen Helden und einer spannenden Handlung, der nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene anspricht.

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Wertung

 

Gesamt:

(Gut)

Anspruch:

(Reiselektüre)

Spannung:

(Spannend)

Brutalität:

(Jugendfrei)

 

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Infos

 

Sprache:

Deutsch

Autor:

Brooks, Kevin

Verlag:

dtv

Erschienen:

Aug. 2010

Kritiker:

Arielen

ISBN:

3-423-24845-9

ISBN(13):

978-3-4232-484-7

EAN:

9783423248457

Typ:

Taschenbuch

 

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